Fußball – Saisonausblick

YEG Hassel wünscht sich eine ruhige Westfalenliga-Saison

Trainer Ahmet Inal soll dafür sorgen, dass YEG Hassel in der Westfalenliga-Saison 2020/21 keinen Stress bekommt.

Trainer Ahmet Inal soll dafür sorgen, dass YEG Hassel in der Westfalenliga-Saison 2020/21 keinen Stress bekommt.

Foto: Felix Hoffmann

Hassel.  Saisonausblick: „Wir müssen einfach nur konstant in den Leistungen und Ergebnissen bleiben“, sagt Sener Bükrü,  Sportliche Leiter von YEG Hassel.

YEG Hassel gehört mittlerweile zum Inventar in der Westfalenliga. Der 1993 gegründete Klub startet in seine sechste Saison in dieser Spielklasse, ist seit dem freiwilligen Rückzug des Sport-Clubs aus der Oberliga vor zwei Jahren die fußballerische Nummer eins im Stadtteil und inzwischen auch in Gelsenkirchen, sieht man einmal vom FC Schalke 04 ab, leistungsmäßig ganz vorne.

Anfang Dezember des vergangenen Jahres drohte der ersten Mannschaft von YEG Hassel allerdings der zweite Abstieg der Vereinsgeschichte. Nach den ersten 15 von ursprünglich geplanten 32 Spieltagen standen die Grün-Weißen an letzter Stelle in der Staffel 2. Mickrige fünf Punkte zierten das Konto von YEG Hassel. Das aus Ali Durmaz und Savas Turhal bestehende Trainer-Duo funktionierte nicht wie gewünscht. Savas Turhal warf im November das Handtuch, von Ali Durmaz erfolgte die Trennung zwei Spiele und drei Punkte später.

Früher für die türkische U 21-Nationalmannschaft im Einsatz

Als Nachfolger stellte sich Ahmet Inal bereit. Ein Mann, der einst in der türkischen U 21-Nationalmannschaft spielte und sich auch im Ruhrgebiet einen Ruf als Torjäger erwerben konnte. Vor zwei Jahren war er mit seinen 26 Treffern maßgeblich am Wiederaufstieg des SV Horst 08 in die Westfalenliga beteiligt. Danach sammelte der heute 35-Jährige erste Sporen als Trainer der SpVgg Erkenschwick.

Seine Verpflichtung entpuppte sich für YEG Hassel als Glücksgriff. Er fand sofort einen Zugang zur Mannschaft, mit einer intensiven Vorbereitung in der Winterpause legte er einen guten Grundstein für eine bessere Rückrunde. Der Start ins Jahr 2020 klappte: Drei Spiele, zwei Siege, zuletzt ein 5:0 gegen den FSV Gerlingen. Und dann kam Corona. Als die Saison mit Stand von Mitte März eingestampft wurde, stand YEG an drittletzter Stelle – mit klarer Tendenz nach oben.

Steigerung nach dem Trainer-Wechsel

Der Abstieg wurde ausgesetzt, aber nicht nur Sener Bükrü, der Sportliche Leiter von YEG, ist überzeugt: „Wir hätten den Klassenerhalt auch aus eigener Kraft geschafft. Nach dem Trainer-Wechsel und den Transfers in der Winterpause war eine deutliche Steigerung in allen Bereichen zu beobachten.“ Mit Missmut blickt er hingegen auf die Zeit davor zurück. „Die Hinrunde haben wir absolut vergeigt. Wir waren zu Recht Tabellenletzter mit fünf Punkten Rückstand.“Ein solches Halbjahr möchte Sener Bükrü nicht noch einmal erleben.

„Wir wollen in der Liga konkurrenzfähig werden“, sagt er. „Das Ziel ist ein Platz zwischen fünf und acht.“ Personell hat sich in diesem Sommer wenig am Lüttinghof verändert. Drei Spieler haben den Verein verlassen, vier sind neu hinzugekommen. Vor allem von Tayfun Cakiroglu und Yüksel Terzicik verspricht man sich bei YEG Hassel einiges. Sie haben bereits höherklassig gekickt „und werden“, so fügt Sener Bükrü hinzu, „mit ihrer Erfahrung nicht lange brauchen, um eine wichtige Rolle bei uns im Team zu übernehmen.“

Nicht in den unteren Tabellenbereich abrutschen

Auf keinen Fall möchten die Hasseler noch einmal im unteren Tabellenbereich herumkrebsen. Die Qualität für eine ruhige Saison müsste vorhanden sein, denn die meisten Jungs im Kader von Ahmet Inal haben in der Jugend eine gute fußballerische Ausbildung genossen.

„Wir müssen einfach nur konstant in den Leistungen und Ergebnissen bleiben“, fordert Sener Bükrü und setzt dabei auf die Stärken seines Teams. „Temperamentvoll, aber diszipliniert zu spielen.“

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