Fußball-Westfalenliga

YEG Hassel fordert den Spitzenreiter heraus

Beim DSC Wanne-Eickel bejubelten die YEG-Spieler die 1:0-Führung. Am Ende mussten sie sich einem 1:1-Unentschieden begnügen.

Beim DSC Wanne-Eickel bejubelten die YEG-Spieler die 1:0-Führung. Am Ende mussten sie sich einem 1:1-Unentschieden begnügen.

Foto: Michael Korte / FUNKE Foto Services

Hassel.  Die Hasseler empfangen am Sonntag um 15 Uhr am Lüttinghof den FC Borussia Dröschede. Der Aufsteiger hat alle drei Saisonspiele gewonnen.

Aufsteiger an die Macht! Das ist das Motto in der Staffel zwei der Fußball-Westfalenliga nach den ersten drei Spieltagen. Mit Borussia Dröschede, dem TuS Bövinghausen und Wacker Obercastrop führen gleich drei Neulinge die Tabelle an. Der beste davon gastiert am Sonntag, 15 Uhr, bei YEG Hassel: Die Mannschaft von Trainer Ahmet Inal fordert Spitzenreiter Borussia Dröschede am Lüttinghof heraus.

Der Klub aus Iserlohn hat nach der Landesliga-Meisterschaft in der Vorsaison auch in der neuen Klasse einen perfekten Start mit drei Siegen aus drei Partien hingelegt. Zwölf Tore bedeuten zudem den zweitbesten Angriff der Liga. „Dröschede hat die neue Liga sofort richtig gut angenommen“, lobt YEG-Trainer Ahmet Inal den Aufsteiger. „Sie haben eine sehr gute Mischung in der Mannschaft und einige erfahrene Spieler, die über Westfalenliga- und Oberliga-Qualität verfügen.“

Ridvan Demircans Einsatz fraglich

Der Coach bezeichnet die Borussia deshalb als das „nächste dicke Brett“, das seine Hasseler zu bohren haben. Die Löcher von den jüngsten Dreien können sich aber sehen lassen: Gegen die Aufstiegsaspiranten TuS Bövinghausen (2:2), SC Neheim (4:2) und DSC Wanne-Eickel (1:1) blieb YEG jeweils ungeschlagen. Für Ahmet Inal, dem abgesehen vom wahrscheinlich ausfallenden Ridvan Demircan (Zerrung) alle Mann zur Verfügung stehen, hat das Kräftemessen mit Dröschede daher wegweisenden Charakter: „Am Sonntag werden wir sehen, in welche Richtung es in der Tabelle für uns geht“, betont er und fügt hinzu: „Wir wollen unbedingt gewinnen und uns damit oben festigen.“

Darüber hinaus erwartet Ahmet Inal, dass er sich diesmal gänzlich auf das Geschehen auf dem Platz konzentrieren kann. Beim jüngsten Auswärtsspiel in Wanne-Eickel waren er und seine Schützlinge noch von einigen DSC-Fans rassistisch beleidigt worden. „Ich habe danach viel Zuspruch von Trainern und Vorstandsmitgliedern anderer Vereine und vom Verband bekommen“, erzählt der Coach. „Inzwischen habe ich aber mit dem Thema abgeschlossen und möchte einfach, dass das Sportliche in den Vordergrund rückt. Wir haben in den vergangenen Wochen schließlich sehr gute Leistungen gezeigt.“ An diese überzeugenden Vorstellungen wollen die Hasseler gegen Dröschede anknüpfen, um den Spitzenreiter vom Thron zu stoßen.

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