Volleyball-Oberliga

Wieder nichts: Dem TC Gelsenkirchen fehlt Selbstbewusstsein

Das Knie schmerzte: Jacqueline Wilim musste in Ahaus bei der 1:3-Niederlage der Oberliga-Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen früh ausgewechselt werden. Rechts: Paula Schneyer.

Das Knie schmerzte: Jacqueline Wilim musste in Ahaus bei der 1:3-Niederlage der Oberliga-Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen früh ausgewechselt werden. Rechts: Paula Schneyer.

Foto: Heinrich Jung

Ahaus.  Aufsteiger TC Gelsenkirchen kassiert im dritten Saisonspiel die  dritte Niederlage. 1:3 in Ahaus. Sorgen macht sich Trainer Hemforth aber nicht. 

Die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen stehen nach ih­rer dritten Niederlage im dritten Saisonspiel nun als einziges punktloses Team am Tabellenende der Oberliga. Das 1:3 beim VfL Ahaus hat sicherlich auch geschmerzt. Sorgen um seine Mannschaft macht sich Gerd Hemforth aber nicht. „Es ist ja noch nicht viel passiert. Das ist auch keine Durchhalteparole“, sagt der Trainer des Aufsteigers. „Ich bin der Überzeugung, dass wir aus dem Keller rauskommen. Wir sind körperlich und konditionell gut aufgestellt. Was uns fehlt, ist das Selbstbewusstsein: Ich kann es.“

Dass sie es können, haben die Grillonen auch in der Partie bei dem bis dahin ebenfalls punktlosen VfL Ahaus bewiesen – allerdings nicht lange genug. „Uns fehlt die Selbstverständlichkeit, nach einem gewonnenen ersten Satz die Ärmel weiter aufzukrempeln und weiter Gas zu geben“, sagte Gerd Hemforth, dessen Mannschaft aus dem psychologischen Vorteil nach dem 25:22 und 1:0 keinen Nutzen gezogen hatte. „Wir haben nicht richtig konsequent nachgelegt, Ahaus ist vor seinen eigenen Zuschauern stark und wir sind kleiner geworden. Und je kleiner du wirst, desto weniger klappt.“

Knieschmerzen: Gelsenkirchens Hauptangreiferin Jacqueline Wilim muss passen

Zumal eine Gelsenkirchener Option schon frühzeitig futsch war: Hauptangreiferin Jacqueline Wilim verdrehte sich den Fuß, hatte wieder Schmerzen an ihrem lädierten Knie und musste ausgewechselt werden. „Das war ein Schlag ins Kontor. Aber weil wir ja kein Geld verdienen, machen wir auch niemanden kaputt“, meinte der Grillonen-Trainer.

Da Kathrin und Sabine Burczyk privat verhindert waren und somit zwei weitere Angreiferinnen fehlten, „waren die Wechselmöglichkeiten nicht so prickelnd, um auf Dauer für richtig neuen Schwung zu sorgen“, sagte Gerd Hemforth. Ob es mit den Burczyk-Schwestern im Münsterland besser gelaufen wäre, wollte der Trainer nicht sagen. „Das weiß man nicht“, meinte er.

Der dritte Satz ist eine Short-Story – nur neun Gelsenkirchener Punkte

Nachdem die TCG-Volleyballerinnen den 1:1-Satzausgleich hatten hinnehmen müssen, lief im dritten Abschnitt fast gar nichts. „Das war eine Short-Story“, meinte Gerd Hemforth, dessen Team gerade mal neun Punkte geholt hatte. Hoffnung, den Tie-Break zu erreichen, keimte im vierten Satz auf. Aber? „Dann“, sagte der Coach, „war wieder der Wurm drin.“ Dieser Wurm lässt sich auch beschreiben, nämlich so, dass den Grillonen Fehler unterlaufen, die normalerweise nicht passieren.

„Das sind drei, vier, fünf Aktionen, und die machen in einem Satz den Unterschied aus“, sagte Gerd Hemforth, der versuchte, dezent zu kritisieren – und zwar so: „Wir hatten zwölf Mädels dabei, und jedes hatte die Möglichkeit zu zeigen, was es kann.“ Und? „Das ist in einigen Bereichen nicht ganz so hervorragend gelungen. Das ist eine Kopfgeschichte. Wenn du anfängst, nachzudenken, bist du schon auf der Verliererseite.“

Nächstes Grillonen-Spiel am 10. Oktober bei der DJK Sportfreunde Datteln

Ihren nächsten Anlauf auf die Gewinnerseite werden die Oberliga-Grillonen in zwei Wochen in Angriff nehmen, wenn sie am 10. Oktober (Samstag, 15 Uhr) bei der DJK Sportfreunde Datteln gastieren werden. „Wir müssen uns“, sagt TCG-Trainer Gerd Hemforth, „jetzt schütteln und neu aufstellen.“

Sätze: 22:25, 25:20, 25:9, 25:13.

TC Gelsenkirchen: Zagozen, Wilim, Müller, Gebauer, Schneyer, Salumu, Ress, Moskopp, Arifi, Plura, Palowski, Rietz.

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