Fußball-Bezirksliga

 Westfalia 04 Gelsenkirchen startet mit zwei Neuen 

Neuer Mann aus Resse: Berke Güner (links) spielt nun für Westfalia 04.

Neuer Mann aus Resse: Berke Güner (links) spielt nun für Westfalia 04.

Foto: Olaf Ziegler

Bismarck.  Trainer Zacharias träumt von Platz vier: „Allerdings in dem Wissen, dass zwei oder drei andere Mannschaften ebenfalls das Potenzial haben.“

Westfalia 04 ist in der Fußball-Bezirksliga mit einem quantitativ und qualitativ gut ausgestatteten Kader in diese Saison gestartet. „Es bestand im Grunde keine Notwendigkeit, in der Winterpause personelle Veränderungen vorzunehmen“, sagt (Spieler-)Trainer Niklas Zacharias. Dass die Bismarcker jetzt trotzdem zwei Zugänge präsentieren können, verdanken sie glücklichen Umständen.

Berke Güner, ein Spieler mit Offensivqualitäten, kam beim Landesligisten Viktoria Resse nicht über die Rolle des Ergänzungsspielers hinaus und sucht sein sportliches Glück jetzt am Trinenkamp. „An ihm waren wir bereits vor zwei Jahren interessiert, als er noch für die A-Junioren der SSV Buer spielte. Damals entschied er sich für die Viktoria“, teilt Niklas Zacharias mit. „Ich hoffe, dass er dieselbe positive Entwicklung nimmt wie Tobias Ostrowski, der ebenfalls aus Resse zu uns kam.“

Arnauld Mba Kuitche ist ein Bekannter von Elvis Ayong Awanchiri

Mit Arnauld Mba Kuitche hat Westfalia 04 einen weiteren Neuen im Kader. Seine Vorzüge liegen im defensiven Bereich. Er ist ein Bekannter von Elvis Ayong Awanchiri und spielte zuletzt für einen Landesligisten aus Erfurt. „Mit ihm legen wir in Sachen Aggressivität noch mal um einiges zu“, sagt Niklas Zacharias, der weitere Verpflichtungen nicht generell ausschließt.

Externe Abgänge haben die Bismarcker nicht zu melden. Allerdings müssen sie in den restlichen elf Partien dieser Spielzeit auf drei Akteure verzichten, die bei den Planungen im Sommer als feste Größen eingeplant waren: auf Alper Merdivan, Jan Gendreizig und Artur Fetsch.

Alper Merdivan konzentriert sich verstärkt auf sein Studium und steht nicht mehr zur Verfügung. Ausnahmestürmer Jan Gendreizig wird nicht um eine Operation an der Schulter herumkommen und bis Sommer wohl nicht mehr eingesetzt werden können. Mit Artur Fetsch rechnen die Bismarcker in dieser Saison ebenfalls nicht mehr. Nach seinem Kreuzbandriss, den er im Juli bei der Feldmeisterschaft erlitt, hat er jetzt aber immerhin wieder mit leichtem Lauftraining begonnen.

14 Gegentreffer nach drei Spieltagen

Weil die Westfalia ihre beiden letzten Spiele vor Weihnachten mit jeweils 0:1 gegen den FC Marl und bei BG Schwerin verlor, musste sie auf Rang zehn überwintern. Das wurmt Niklas Zacharias immer noch. „Wir wollen in der Rest-Saison noch so weit wie möglich nach oben kommen“, betont er. „Das heißt: Platz vier, allerdings in dem Wissen, dass zwei oder drei andere Mannschafte ebenfalls das Potenzial hierzu haben. Einen Platz zwischen fünf und acht halte ich für uns für realistisch.“

Die bisher eroberten 24 Punkte sind aus seiner Sicht in Ordnung. „Aber es hätten aber auch zwei bis vier mehr sein können“, fügt der junge Coach hinzu. Aufgrund der schlechten Vorbereitung fanden die Blau-Weißen recht schwerfällig in die Saison. Nach drei Spieltagen hatten sie bereits 14 Gegentreffer einstecken müssen. Diese Torflut konnten sie eindämmen. An den weiteren Spieltagen bis zur Winterpause kam nur noch die exakt selbe Anzahl an Gegentoren hinzu. „Das gesamte Team hat eine positive Entwicklung genommen, was anfangs so sicherlich nicht zu erwarten war“, sagt Niklas Zacharias. „Wir wollen, wenn es ab dem 16. Februar wieder um Punkte geht, so weitermachen. Das heißt: unsere defensiven Stärken bewahren und uns im Spiel mit dem Ball entwickeln.“

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