Fußball

VfL Resse 08 hofft gegen YEG Hassel auf die Sensation

Tarik Tosun (Mitte) fehlt YEG Hassel verletzungsbedingt in der Partie gegen den VfL Resse 08.

Tarik Tosun (Mitte) fehlt YEG Hassel verletzungsbedingt in der Partie gegen den VfL Resse 08.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Resse.  Der A-Kreisligist fordert im Halbfinale Titelverteidiger YEG Hassel heraus. „Müssen an unser Leistungslimit kommen“, fordert Co-Trainer Thiele

Fußball-Kreispokal und VfL Resse 08: Das war in den vergangenen 13 Jahren eine Beziehung auf Sparflamme. Seit der Saison 2006/07 – soweit reicht die Internetdatenbank fussball.de des DFB zurück – war für den Kreisligisten immer spätestens nach der zweiten Runde Endstation. Doch in diesem Jahr ist es eine feurige Beziehung:

Die Resser stehen im Halbfinale und fordern nun am Donnerstag auf heimischer Anlage einen schier übermächtigen Gegner heraus: Titelverteidiger und Westfalenligist YEG Hassel ist ab 19 Uhr auf dem Rasenplatz im Emscherbruch zu Gast. Die drei Klassen tiefer in der Kreisliga A spielenden Null-Achter hoffen dennoch auf die Sensation. „Wir sind natürlich der krasse Außenseiter“, sagt VfL-Co-Trainer Björn Thiele.

„Aber dieses Halbfinale ist für die Jungs und den ganzen Verein ein Höhepunkt. Schließlich steht man nicht jedes Jahr in einem Halbfinale und trifft auf einen so großen Namen wie YEG Hassel. Wir wollen YEG deshalb so lange wie möglich einen heißen Kampf bieten.“

Die Ausgangslage bei den Gästen könnte dagegen kaum unterschiedlicher sein: Die Hasseler, inzwischen klassenhöchster Gelsenkirchener Amateurklub, schafften es in drei der jüngsten vier Ausgaben des DFB-Pokals auf Kreisebene bis ins Finale und holten 2018 und 2019 den Pott.

Bei YEG winkt der Pokal-Hattrick

Auf dem Weg zum Pokal-Hattrick gilt es nun, die richtige Einstellung an den Tag zu legen. Das ist auch YEG-Trainer Ahmet Inal bewusst: „Wir dürfen den Gegner nicht auf die leichter Schulter nehmen. Wir spielen drei Klassen höher, das müssen wir zeigen“, betont er.

„Wenn wir unser Spiel durchbringen und uns nicht Resse anpassen, werden wir gewinnen. Alles andere wäre eine Enttäuschung.“ Ähnliche Worte wählte der Coach auch schon vor zwei Wochen vor dem Viertelfinale beim Bezirksligisten VfB Kirchhellen. Umsetzen konnten es seine Schützlinge beim knappen 2:1-Sieg nur bedingt.

„Wir müssen diesmal frühzeitig die Tore schießen, damit es später nicht so spannend wird“, fordert Ahmet Inal, der auf Tarik Tosun (Sperre) Yüksel Terzicik (private Gründe) verzichten muss. „Je länger der Gegner die Null hält, desto schwieriger wird es.“

Letzteres ist auch das Ziel der Resser. „Wir wollen so lange wie möglich hinten sicher stehen und dann auf Konter setzen. Alle müssen an ihr Leistungslimit herankommen“, betont Co-Trainer Björn Thiele.

Wohin das führen kann, zeigte der VfL vor zwei Jahren in der zweiten Runde gegen Platznachbar Viktoria Resse. Die damals noch in der Kreisliga B spielenden Null-Achter lagen gegen den Landesligisten lange vorn und kassierten erst in der letzten Minute der Verlängerung das bittere 1:2. Ähnlich unangenehm will der VfL auch gegen YEG sein.

VfL hat Personalprobleme

Umso bitterer, dass die Resser personell nicht aus dem Vollen schöpfen können. „Wir haben schon seit einigen Wochen mehrere angeschlagene Spieler. Wir hoffen zwar, dass zwei, drei am Donnerstag zurückkehren, aber einige Ausfälle werden wir trotzdem haben“, hadert Björn Thiele, der allerdings keine konkreten Namen nennen möchte.

Die Null-Achter werden also noch stärker über den Teamgeist kommen müssen, damit die Sensation eintritt und die Beziehung zum Kreispokal feurig bleibt.

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