Schwimmen Meisterschaft

SG Gelsenkirchen löst in Berlin ein Finalticket

Das Team für Berlin (v.l.) Marius Schimnatkowski, Sophie Huang,  Anna-Lena Dausel, Felicia Reinicke, Lorena Lissok, Victoria Dolle und Kiara Sotke. Cheftrainer Michael Seeger steht hinter seiner Mannschaft.

Das Team für Berlin (v.l.) Marius Schimnatkowski, Sophie Huang,  Anna-Lena Dausel, Felicia Reinicke, Lorena Lissok, Victoria Dolle und Kiara Sotke. Cheftrainer Michael Seeger steht hinter seiner Mannschaft.

Foto: Benjamin Leonhardt / SGG

Gelsenkirchen/Berlin.  Anna-Lena Dausel erreicht als einzige Gelsenkirchenerin das Finale. Cheftrainer Michael Seeger ist mit seinem Team aber trotzdem sehr zufrieden.

Michael Seeger hat es erwischt. Der Trainer der Schwimmer der Startgemeinschaft Schwimmen Gelsenkirchen hat sich während der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften in der Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark (SSE) in Berlin stark erkältet. „Es war sehr warm. Unsere Jugendlichen haben im Auto dann die Fensterscheiben heruntergedreht. Dazu die Klimaanlage im Hotel. Das ist mir wohl alles nicht so gut bekommen“, sagte er.

Von Dienstag bis Sonntag waren sechs Schwimmerinnen und ein Schwimmer aus Gelsenkirchen in der imposanten Schwimmhalle in Berlin, in der auch zahlreiche internationale Wettkämpfe ausgetragen werden, im Einsatz. Anna-Lena Dausel hat als einzige hiesige Teilnehmerin das Finale erreicht. Über die Distanz von 50 Meter Brust qualifizierte sich die Schwimmerin (Jahrgang 2007) mit einer Zeit von 00:36,60 Minuten als Fünfte für den Endlauf. Hier schwamm sie dann erneut Bestzeit (00:36,36 Minuten) und belegte in der Gesamtwertung Rang sieben. Der Sieg ging an Malia Winkler vom SC Magdeburg. „Das war eine sehr sehr gute Leistung von Anna-Lena“, lobte Michael Seeger, der einige Bestzeiten seiner Teilnehmer notieren konnte. Ein weiteres Ticket für einen Endlauf löste aber keiner der Gelsenkirchener mehr.

„Das ist sehr schade, aber wir waren auf vielen Strecken verdammt nah dran“, sagte der Coach. So fehlten Victoria Dolle (Jahrgang 2004) über 100 Meter Schmetterling nur zwei Zehntelsekunden zum Einzug ins Finale. Sie schwamm eine Zeit von 1:06,30 Minuten und belegte Rang 14.

Es fehlen nur Wimpernschläge

Marius Schimnatkowski fehlten über 50 Meter Rücken vier Zehntelsekunden. Er schlug nach 00:28,78 Minuten an und kam auf Rang 16. „Das Quäntchen Glück hat gefehlt“, stellte Michael Seeger fest. Auch mit der Leistung von Lorena Lissok, die in Berlin über 50 Meter Brust 00:38,00 Minuten schwamm und eine neue Bestzeit erreichte, war der SG-Trainer sehr zufrieden. Des Weiteren waren Felicia Reinicke (Jahrgang 2003), Sophie Huang (2004) und Kiara Sotke (2003) für die SG Gelsenkirchen in Berlin am Start. Auch mit ihren Ergebnissen war Michael Seeger zufrieden.

„Unterm Strich waren es für unseren Verein sehr erfolgreiche Meisterschaften“, sagte er und ergänzte: „Im vergangenen Jahr waren es vier Teilnehmer aus Gelsenkirchen, die bei den Deutschen Jahrgangsmeisterschaften gestartet sind. In diesem Jahr waren wir mit sechs Mädels und einem Jungen aus Gelsenkirchen in Berlin. Die Steigerung der Quantität haben wir also schon erreicht. Jetzt wollen wir im nächsten Jahr noch erfolgreicher sein.“

Einige Startplätze musste Michael Seeger sogar ablehnen, weil seine Schwimmerinnen schon in zu vielen Disziplinen gemeldet waren. Die großen Sieger der Deutschen Jahrgangsmeisterschaften seien mal wieder die Teams aus dem Osten Deutschlands gewesen. Die Mannschaften aus Leipzig, Magdeburg und Dresden.

Michael Seeger hat eine Erklärung dafür. „Es gibt dort sehr viele Schwimmhallen über 50 Meter, in denen die Schwimmerinnen und Schwimmer das ganze Jahr über trainieren können. Uns bleibt zu Hause leider nur die 25-Meter-Bahn. Das wirkt sich natürlich auf die Wettkampfzeiten aus. Dann wirst du eben nicht Siebter oder Achter, sondern knapp dahinter Elfter oder Zwölfter und verpasst das Finale.“

Begrenzte Trainingsmöglichkeiten

Möglichkeiten in der Nachbarschaft zu trainieren, etwa in Bochum, hätten sich zerschlagen. Außerdem sei die Nutzungsgebühr in Traglufthallen für auswärtige Vereine derart hoch, dass die Finanzierung eines regelmäßigen Trainingsbetriebs für den Verein außerhalb der eigenen Halle kaum darstellbar ist. Anna-Lena Dausel und Co. seien vor den Wettkämpfen in der Berliner Schwimm- und Sprunghalle im Europasportpark zuletzt vor vier Wochen im Trainingslager in Spanien auf einer 50-Meter-Bahn unterwegs gewesen.

In dieser Woche ist erstmal Regeneration angesagt. Für den erkälteten Trainer sowieso, aber auch für Anna-Lena Dausel, Lorena Lissok, Felicia Reinicke, Sophie Huang, Victoria Dolle, Kiara Sotke und Marius Schimnatkowski. Weiter geht’s mit den Bezirksmeisterschaften und den NRW-Meisterschaften für die älteren Jahrgänge.

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