Gewalt

Schläge und Polizei-Einsatz bei Testspiel in Gelsenkirchen

Der Schiedsrichter brach nach der Attacke das Spiel  ab und schaltete die Polizei ein.

Foto: Socrates Tassos / FUNKE Fotoservices / Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Der Schiedsrichter brach nach der Attacke das Spiel ab und schaltete die Polizei ein. Foto: Socrates Tassos / FUNKE Fotoservices / Socrates Tassos / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.   Eklat beim U19-Fußballtestspiel zwischen Westfalia 04 und ETuS Bismarck: Es kam zu Schlägen und einer Würgeaktion. Schiedsrichter brach Spiel ab.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Es passierte in der 43. Spielminute am Trinenkamp. Die U19 von Westfalia 04 führte im Test-Derby gegen ETuS Bismarck mit 4:1 – ein Spiel, bis dahin ohne besondere Vorkommnisse. Doch dann das: Ein harmloses Foul am Sechzehner von ETuS - der Schiedsrichter entschied auf Freistoß für Westfalia. Einem ETuS-Spieler brannten daraufhin alle Sicherungen durch. Er packte seinen Gegenspieler am Hals und würgte ihn – die Lage eskalierte.

Der Spieler von Westfalia 04 versuchte, sich aus dem Würgegriff zu befreien und wurde danach mehrfach durch Schläge am Kopf getroffen. Der Schiedsrichter ging dazwischen und erlitt dabei selbst einen Kopftreffer. Die Situation auf dem Platz war damit aber noch nicht geklärt. Der Spieler von ETuS Bismarck beruhigte sich nicht, ging zusammen mit einem Mitspieler immer wieder auf seinen Gegner und Betreuer von Westfalia 04 los.

Strafanzeige erstattet

Der Schiedsrichter brach das Spiel daraufhin ab und schaltete die Polizei ein. Zudem erstatteten der Schiedsrichter und der betroffene Spieler von Westfalia 04 eine Strafanzeige, gegen den Übeltäter wird jetzt ermittelt.

Für beide Vereine ein Schock – immerhin teilen sie sich das Vereinsgelände und die Plätze. „Ich bin erschüttert, so etwas hat es bei meinen Mannschaften noch nie gegeben. Dieser Spieler ist für mich ein Straftäter, der nichts auf einem Fußballplatz zu suchen hat“, zeigt sich Westfalia-Trainer Stefan Janßen konsterniert. „Meine Jungs haben richtig reagiert, selbst der Geschädigte (er erlitt eine Schädelprellung, Anm. d. Red.) ist nicht darauf eingegangen.“

Auch Detlef Bomsdorf, Trainer von Bismarck, ist fassungslos: „Ich kann mich nur für das Verhalten des Spielers entschuldigen. Ich hoffe, dass er vor dem Sportgericht die gerechte Strafe erhält und nie wieder Fußballspielen darf.“

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Mehr zum Thema
Auch interessant
Leserkommentare (2) Kommentar schreiben
    Aus der Rubrik