Bundesliga

Schalkes Trainer Tedesco fordert mehr Futter für die Stürmer

Schalkes Null-Tore-Sturm: Mark Uth (links) und Guido Burgstaller.

Schalkes Null-Tore-Sturm: Mark Uth (links) und Guido Burgstaller.

Foto: firo Sportphoto

Gelsenkirchen.   In Schalkes Offensive hakt es noch gewaltig. In Mönchengladbach soll sich das ändern. Ein Spieler strotzt vor Selbstvertrauen: Cedric Teuchert.

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Zwei Elfmetertore von Nabil Bentaleb - eines im DFB-Pokal, eines in der Bundesliga. Das war‘s aus Schalker Sicht bislang. Schalke hat zu Saisonbeginn offenbar ein Sturmproblem. Dabei hat Schalke mit Guido Burgstaller und Mark Uth ein Sturmduo, das in der vergangenen Saison in Summe 25 Tore erzielt hat. Uth war 14 Mal für seinen Ex-Klub TSG Hoffenheim erfolgreich, Burgstaller hat elf Mal für Schalke getroffen und somit großen Anteil daran, dass die Königsblauen Vizemeister wurden.

Die Gegenwart sieht anders aus. Schalke steht nach zwei Spieltagen mit null Punkten auf Rang 15. Beim Auswärtsspiel am Samstag gegen Borussia Mönchengladbach (18.30 Uhr) will Schalke die Wende herbeiführen. Trainer Domenico Tedesco hat sich noch nicht in die Karten schauen lassen, wem er das Vertrauen schenken wird. Dass der S04-Coach seine Offensive umbauen muss, steht aber fest. Außenstürmer Yevhen Konoplyanka fehlt rotgesperrt.

Schalke will den Druck auf den Gegner erhöhen

Dass im Schalker Sturm bislang nur ein laues Lüftchen weht, will Tedesco gar nicht mal seinen Stürmern in die Schuhe schieben. „Es hakt daran, dass wir die Jungs vorne nicht in Szene setzen“, sagt er. Die Anzahl an Ballkontakten, die seine Stürmer in den Spielen gegen den VfL Wolfsburg (1:2) und zuletzt gegen Hertha BSC (0:2) hatten, stimmen den 33-Jährigen überhaupt nicht zufrieden. „Das ist mir viel zu wenig. Da ist genau die Stellschraube, an der wir drehen müssen. Wir müssen die Jungs mehr füttern.“ Tedesco ergänzt mit einem Lächeln: „Mark Uth ist ohnehin ein dünner Kerl. Wir wollen ihn doch nicht noch dünner machen.“

Durch Zuspiele in die Spitze will Schalke den Druck auf den Gegner erhöhen. „Dann kriegst du auch mal Standardsituationen. Das war in der letzten Saison eine Waffe von uns“, sagt Tedesco.

Positiv stimmt den Trainer der Blick auf die große Auswahl, die er im Sturm hat. „Wir haben eine wahnsinnige Qualität“, sagt der er und nennt neben Mark Uth und Guido Burgstaller die Namen Breel Embolo, Franco Di Santo und auch Cedric Teuchert.

Teuchert tankte bei der U21 Selbstvertrauen

Wenn Tedesco über Teuchert spricht, gerät er sowieso regelmäßig ins Schwärmen. Nur die Einsatzzeiten des 21-Jährigen, der im Januar vom 1.FC Nürnberg kam, sind auf Schalke noch überschaubar. In Wolfsburg bekam er einen Kurzeinsatz, gegen Hertha blieb er auf der Bank. Bei der U21-Nationalmannschaft tankte Teuchert aber reichlich Selbstvertrauen. Beim 6:0-Sieg in der EM-Qualifikation gegen Irland erzielte Teuchert drei Tore. Auch im Testspiel zuvor gegen Mexiko war er erfolgreich. Teuchert sagte, dass er doch hofft, dass Tedesco das Spiel gegen Irland im Fernsehen verfolgt hat.

Das hat er. „Cedi hat das super gemacht. Er hat genau das gezeigt, was wir toll an ihm finden. Die Laufwege, das Gespür dafür, wo der Ball sein kann, wo er herunterfallen kann. Er hat ein eingebautes GPS-System“, lobt Tedesco. Ob der junge Stürmer mit einem Platz in der Startelf belohnt wird, vermochte Tedesco allerdings noch nicht zu sagen. Teucherts Chancen sind aber sicher nicht kleiner geworden. „Es ist schön zu sehen, dass er Selbstvertrauen hat. Wir haben viele Spiele in kurzen Zeitabständen. Da werden wir nicht drumrumkommen, dass er spielen muss“, sagt Tedesco und lacht. Vielleicht ja schon am Samstagabend.

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