Basketball

Schalker Basketballer können starke Falcons nicht stoppen

War gegen die Falcons mit Abstand der beste Schalker Scorer: Point Guard Shavar Newkirkerzielte in Nürnberg 24 Punkte.

War gegen die Falcons mit Abstand der beste Schalker Scorer: Point Guard Shavar Newkirkerzielte in Nürnberg 24 Punkte.

Foto: S04

Nürnberg.  Mit 65:79 unterliegt das Team von Raphael Wilder deutlich in Nürnberg. Der Klassenerhalt in der 2. Bundesliga ProA ist dennoch weiterhin möglich.

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Es ist schon kurios: Mit jeder Niederlage, die die Basketballer des FC Schalke 04 im Saisonendspurt in der 2. Bundesliga ProA kassieren, rücken sie ihrem sportlichen Ziel, dem Klassenerhalt, ein Stück näher. Das 65:79 am Samstagabend bei den Nürnberg Falcons BC schmerzte, aber das heilende Pflaster erhielten sie aus Hamburg. Dort kamen die White Wings Hanau, die Konkurrenten im Kampf um den rettenden drittletzten Platz, bei den Towers mit 55:91 kräftig unter die Räder. Für die königsblauen Korbjäger ist das Ticket für die kommende Pro-A-Saison jetzt greifbar.

„Wir haben alles selbst in der Hand“, sagt Abteilungsleiter Tobias Steinert, der aber noch keinen Vollzug melden möchte. Er weiß: „Im Basketball ist alles möglich.“ Allerdings: Nur wenn an den beiden letzten Spieltagen alles sehr ungünstig laufen sollte, könnte es seine Schalker im Kampf gegen den Abstieg noch erwischen.

Mit einem Sieg in Nürnberg wären die Königsblauen bereits am Samstag durch gewesen. „Letztlich ist aber das eingetreten, was allgemein zu erwarten war“, meinte Headcoach Raphael Wilder. Auch sein Team konnte den Lauf der Franken nicht aufhalten. Das 79:65 gegen Schalke war bereits der achte Sieg in Folge der nunmehr auf Rang vier vorgerückten Nürnberger.

Desaströse Dreierquote

„Eine Niederlage bleibt eine Niederlage, aber sie ist zu erklären. Solange meine Mannschaft alles gibt, kann ich ihr keinen Vorwurf machen“, teilte Raphael Wilder mit. „Moral und Kampfgeist stimmten wieder einmal. Und auch die Systeme funktionierten.“ Aber wieder einmal verhinderte eine desaströse Dreier-Quote ein besseres Ergebnis.

Die jenseits der Dreier-Linie ohnehin schwachen Schalker setzten diesmal noch einen drauf. Von 16 Versuchen landeten nur zwei im Korb. Eine Quote von nur 13 Prozent. „Damit kannst du in dieser Liga gegen keine Mannschaft gewinnen“, so Raphael Wilder.

Sein Team begann vor 1303 Zuschauern sehr stark, gewann das erste Viertel mit 18:14 und lag nach weiteren zwei Minuten sogar mit 22:14 vorne. Aber dann konterten die Falcons mit ihrem ersten von insgesamt zwei 13:0-Läufen. Der S04-Coach versuchte, die Runs mit Auszeiten zu unterbinden, aber sein Team scorte einfach nicht. Im letzten Viertel kamen die Gäste noch einmal auf 52:56 heran, auch dank Shavar Newkirk, der mit 24 Punkten ihr treffsicherster Schütze war. Die Falcons antworteten mit ihrem zweiten 13:0-Lauf und brachten die Partie locker nach Hause.

„Klar bin ich enttäuscht, aber wir haben wieder einmal mit Anstand verloren“, resümierte Wilder. „Wir haben die Niederlage bei der Mannschaft der Stunde in Grenzen gehalten und sind auch diesmal nicht eingebrochen.“ Die königsblaue Klassenerhaltsfeier – sie wurde wahrscheinlich nur um eine oder zwei Wochen nach hinten verschoben.

>>> Knappe Niederlage gegen Hanau würde reichen

Im Abstiegskampf der 2. Basketball-Bundesliga Pro A ist an diesem Samstag eine weitere Entscheidung gefallen. Die Uni Baskets aus Paderborn bleiben zweitklassig. Die Frage, wer die Baunach Young Pikes in die Pro B begleiten muss, entscheidet sich zwischen dem FC Schalke 04 und den White Wings Hanau.

Zwei Spieltage vor dem Saisonende liegen die Paderborner zwei Siege vor Hanau. Selbst wenn sie ihre beiden letzten Partien verlieren und die Hanauer noch zweimal gewinnen sollten, könnten sie nicht mehr auf den vorletzten Platz abrutschen. Denn: Den direkten Vergleich mit Hanau hat Paderborn für sich entscheiden können (85:74 und 83:78).

86:80-Sieg im Hinspiel

Die Schalker haben den Klassenerhalt hingegen noch nicht zu 100 Prozent sicher. Sie liegen zwar ebenfalls zwei Siege vor Hanau, können aber noch den direkten Vergleich verlieren. Das Hinspiel gewannen die Königsblauen mit 86:80. Ihnen reicht zum Klassenerhalt eine knappe Niederlage gegen Hanau oder ein Sieg zum Saisonausklang gegen Paderborn. Aber selbst zwei Niederlagen könnten reichen, wenn die Hanauer am letzten Spieltag bei den seit Samstag als Meister feststehenden Niners Chemnitz verlieren sollten.

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