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Schalke legt sich fest: Kabak wird nicht verkauft

Der wertvollste Spieler im Schalker Kader: Abwehrjuwel Ozan Kabak. Schalke wird ihn in diesem Jahr nicht verkaufen.

Der wertvollste Spieler im Schalker Kader: Abwehrjuwel Ozan Kabak. Schalke wird ihn in diesem Jahr nicht verkaufen.

Foto: RHR-FOTO/Tim Rehbein / RHR-FOTO

Gelsenkirchen.  Abwehrjuwel Ozan Kabak zählt bei Schalke 04 nicht mehr zu den Kandidaten, die Geld in die Kasse bringen sollen. Neuzugänge sind noch möglich.

Schalke 04 hat sein türkisches Abwehrjuwel Ozan Kabak für diese Saison aus dem Transfer-Schaufenster genommen. Laut Sportvorstand Jochen Schneider ist ein Verkauf des 20-Jährigen in der aktuellen Transferperiode kein Thema mehr. „Ich kann alle Fans beruhigen: Ozan wird nicht abgegeben“, versicherte Schneider bei Sport1.

Schneider schwärmt von Kabak

Ozan Kabak gilt als der wertvollste Spieler im Schalker Kader. Im Sommer hatte auch der FC Liverpool bereits einmal vorgefühlt. Schalke war jedoch trotz der schwer angespannten Finanzlage von Beginn an bemüht, den vor einem Jahr aus Stuttgart geholten Abwehrspieler jetzt noch nicht abzugeben – eine Ausstiegsklausel greift erst ab der Saison 2021/22. Jetzt hat Schneider die Akte Kabak für die aktuelle Transferperiode offenbar endgültig geschlossen: „Wir sind überaus glücklich, dass es uns gelungen ist, im letzten Jahr mit Ozan Kabak sicherlich das größte Talent in Europa auf dieser Position verpflichtet zu haben. Ozan ist ein großartiger Spieler und ein wunderbarer Mensch. Wir sind sehr froh, dass er bei uns ist.“

Schalke räumt ein: McKennie-Transfer aus der Not geboren

Schalke hat mit Weston McKennie bisher einen Spieler abgegeben, um die leere Kasse aufzufüllen – diesen Transfer aus der Not geboren räumte Schneider bei Sport1 ein: „Es ist der aktuellen Situation geschuldet, dass wir Weston abgegeben haben. Es passt nicht in unsere Philosophie, einen 22-jährigen, hochveranlagten Spieler, der noch vier Jahre Vertrag hat, zu transferieren. Das tut weh, das muss ich so offen und ehrlich sagen.“ Schalke hat die Kröte geschluckt, obwohl die Rahmenbedingungen nicht optimal waren: McKennie wurde zunächst nur für ein Jahr an Juventus Turin ausgeliehen – die Königsblauen können vorerst nur mit der Leihgebühr von 4,5 Millionen Euro sicher planen. „Nichtsdestotrotz ist es der wirtschaftlich attraktivste Deal für Schalke 04“, sagte Schneider. Denn im nächsten Sommer könnte eine Kaufpflicht greifen (Ablöse: 18,5 Millionen Euro) und mit Bonuszahlungen könnte sich das Gesamtpaket für McKennie auf 30 Millionen Euro steigern. Das würde immerhin Schalkes Spielraum ab dem Sommer 2021 deutlich erhöhen.

Was eigene Neuzugänge für die aktuelle Saison 20/21 betrifft, spielt Schneider auf Zeit: Er schließt Neuverpflichtungen bis zum Transferschluss am 5. Oktober aber nicht kategorisch aus. Bisher hat Schalke mit dem ablösefreien Sturm-Oldie Vedad Ibisevic (36) nur einen externen Spieler neu unter Vertrag genommen. Trainer David Wagner hatte sich zuletzt mit Blick auf die Finanzen skeptisch geäußert, was weitere Neuzugänge betrifft.

Möglicherweise gibt Schalke aber auch noch Spieler ab, um auf diesem Weg wichtige Neuzugänge finanzieren zu können – aktuell gibt es Gerüchte um Amine Harit, an dem Atalanta Bergamo interessiert ist. Ausschließen kann Schalke nichts – nur ein Verkauf von Ozan Kabak sollte nach Schneiders Worten nun vom Tisch sein. (MH)

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