Fußball Bezirksliga

SC Hassel fegt den Erler SV 08 mit 5:0 vom Forsthaus-Rasen

Ein Start nach Maß: Die Hasseler Spieler, Trainer und Betreuer jubelten am Freitagabend beim Erler SV 08 nicht nur einmal.

Foto: Olaf Ziegler

Ein Start nach Maß: Die Hasseler Spieler, Trainer und Betreuer jubelten am Freitagabend beim Erler SV 08 nicht nur einmal. Foto: Olaf Ziegler

Erle.   Für den Sportclub ist es nach dem Rückzug aus der Oberliga ein Start nach Maß. Malkoc und Durmaz treffen doppelt. Erles Trainer Scholz ist sauer.

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Erles Trainer Hartmut Scholz brauchte nach der 0:5-Niederlage zum Saisonauftakt im Heimspiel gegen den SC Hassel erstmal ein paar Minuten für sich. Bei der Pressekonferenz im Vereinsheim war der Ärger über den Auftritt seiner Mannschaft immer noch nicht verflogen. „Eigentlich bin ich zum ersten Mal, seitdem ich in Erle Trainer bin, sprachlos. Das war kollektives Versagen“, sagte er und ergänzte: „Die Ursachenforschung fällt mir sehr schwer. Ich muss erstmal in mich gehen.“

Auf der anderen Seite saß Hassels Trainer Tim Kochanetzki, der mit seiner Mannschaft ein mehr als dickes Ausrufezeichen gesetzt hatte. Denn dieser 5:0-Erfolg des SC Hassel, da waren sich beide Trainer einig, war auch in der Höhe hochverdient. „Wir sind überglücklich. Das war ein Start nach Maß“, sagte Kochanetzki.

Nach dem Rückzug der Oberliga-Mannschaft in der Anfangsphase der vergangenen Saison stand der Sportclub vor einem Neuanfang – und der ist am Freitagabend am Forsthaus mehr als vielversprechend verlaufen.

Schon nach fünf Minuten hatte Seldin Malkoc die Chance zur Führung, der Stürmer blieb allerdings hängen. Besser machte es der ehemalige Torjäger der SSV Buer II nach 25 Minuten. Nach einem Foulspiel von Tim Voßschmidt an Mike Zapka entschied der gute Schiedsrichter Lars Sielemann auf Foulelfmeter. Malkoc verwandelte.

Mert Durmaz trifft zum 2:0

Mert Durmaz legte nach 39 Minuten nach. Der Offensivspieler nahm im Mittelfeld Tempo auf und schoss von der Strafraumkante. Der Ball senkte sich ins rechte Eck zum 2:0 Die Hasseler Spieler und Trainer fielen übereinander her – Erleichterung pur. Dieser Auftakt tat nach den ständigen Querelen mehr als gut.

Die fünf Minuten nach dem Seitenwechsel waren die einzigen, in denen die Erler mehr Ballbesitz als die Hasseler hatten – sie blieben aber ungefährlich. Als Marvin Scholz nach 59 Minuten wegen eines Foulspiels im Strafraum die Rote Karte sah und Seldin Malkoc auch den zweiten Elfmeter versenkte, war die Partie beim Stand von 3:0 für den SC entschieden. Die Hasseler hatten aber noch nicht genug und legten durch Mert Durmaz (60.) und Jamal Engels (84.) zwei weitere Tore nach.

Tim Kochanetzki analysierte die Partie ruhig und stellte klar, dass sein Team im Laufe der Saison vieles richtig machen müsse, um am Ende der Saison einen einstelligen Tabellenplatz zu belegen. „Für viele sind wir eine Kreisliga-A-Truppe. Das ist auch in Ordnung. Denjenigen sei aber gesagt, dass eine A-Liga-Truppe mit Herz auch in der Bezirksliga etwas reißen kann.“ Am Freitagabend haben die Hasseler verdammt viel Herz gezeigt.

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