Fußball-Kreispokal

Kreispokal trotz Corona: Resser Derby steigt Anfang August

YEG Hassel holte sich 2019 dank eines Finalsieges über den SV Horst 08 den Kreispokal.

YEG Hassel holte sich 2019 dank eines Finalsieges über den SV Horst 08 den Kreispokal.

Foto: Thomas Gödde

Gelsenkirchen.  Im Gegensatz zur Meisterschaft wird der Pokalwettbewerb unter Corona-Auflagen fortgesetzt. Die Viertelfinals finden vom 6. bis 13. August statt.

Am heutigen Mittwoch sind es genau 125 Tage. So lange liegt das letzte Pflichtspiel einer Gelsenkirchener Fußball-Mannschaft schon zurück. Wer diese historische Partie bestritt? Die A-Kreisligisten ETuS Bismarck und SG Eintracht 07/12. Am 12. März gewannen die Bismarcker bei der Eintracht mit 1:0. Anschließend stoppte das Coronavirus alle Sportler mit einer empfindlichen Grätsche. Doch nun ist das Ende in Sicht: Der Fußballkreis 12 (Gelsenkirchen, Gladbeck, Kirchhellen) hat die Termine für die Begegnungen des Kreispokal-Viertelfinals bekanntgegeben.

Demnach machen am 6. August (Donnerstag) zwei Duelle zwischen Bezirks- und Landesligisten den Auftakt: Westfalia 04 misst sich mit der eine Klasse höher beheimateten SSV Buer, und Aufsteiger SV Hessler 06 fordert den SV Horst 08 heraus. Die brisanteste Pokalbegegnung steigt jedoch einen Tag später am Emscherbruch: Dort empfängt A-Kreisligist Spvgg Middelich-Resse Ligakonkurrent VfL Resse 08 zum Derby. Titelverteidiger und Westfalenligist YEG Hassel rundet das Viertelfinale am 13. August (Donnerstag) mit dem Auswärtsspiel beim zwei Klassen tiefer spielenden VfB Kirchhellen ab.

Der Erler SV 08 hat seinen Startplatz als Bezirksliga-Meister schon sicher

Im Gegensatz zum bereits abgebrochenen Ligabetrieb wird der Pokalwettbewerb also trotz der Corona-Pandemie fortgesetzt. Woran das liegt? Gerd Eschenröder, Vorsitzender des Kreisfußballausschusses (KFA), klärt auf: „Der Westfalenpokal soll auch in der nächsten Saison ausgespielt werden. Da sich die Kreispokalsieger für den Westfalenpokal qualifizieren, hat der Verband uns die Möglichkeit gegeben, die letzten Partien noch auszuspielen.“ Viel Zeit bleibt dafür aber nicht: Bis zum 10. September muss der zweite Westfalenpokal-Teilnehmer des Kreises feststehen. Der Erler SV 08 hat seinen Startplatz als Bezirksliga-Meister schon sicher.

Dementsprechend konnte Gerd Eschenröder bei der Ansetzung der Partien nur bedingt Rücksicht darauf nehmen, dass die Pokalspiele mitten in die Saisonvorbereitung der beteiligten Teams fallen. „Ich möchte den Vereinen wegen der Vorbereitung nichts aufs Auge drücken. Deshalb habe ich ihnen gesagt, dass sie sich selbst auf einen Tag einigen sollen“, erzählt der 71-Jährige und stellt zufrieden fest: „Das hat wunderbar geklappt. Die Vereine haben schnell einen Termin gefunden.“

Hygiene-Regeln – aber mehr als 15 Spieler pro Team sind erlaubt

Ohne Corona-Einschränkungen werden aber auch die anstehenden Pokalduelle nicht auskommen. „Es gelten die gleichen Hygiene-Regeln wie bei Freundschaftsspielen“, betont Gerd Eschenröder. Eine wichtige Änderung wird es allerdings geben. „Die Kaderstärke wird nicht auf 15 Spieler beschränkt, da die Ersatzspieler künftig als Zuschauer betrachtet werden. Das haben wir am Montag in einer Videokonferenz erfahren“, erklärt der KFA-Vorsitzende. Bisher durften Mannschaften nur 15 Spieler mitnehmen, um die zulässige Gesamtzahl von 30 Sportlern nicht zu überschreiten. Gute Nachrichten gibt es auch für die Zugänge der Klubs: Obwohl es sich um Partien der vorigen Saison handelt, dürfen sie, sofern sie spielberechtigt sind, im Pokal für ihr neues Team auflaufen.

Da die NRW-Landesregierung die zulässige Zuschauerzahl mittlerweile von 100 auf 300 erhöht hat, müssen sich die Vereine wohl auch nicht darum sorgen, die Eingangstore zu einem bestimmten Zeitpunkt schließen zu müssen. Vor allem beim Derby zwischen der Spvgg Middelich-Resse und dem VfL Resse 08 wäre dies durchaus denkbar gewesen. Doch so können sich Middelich-Trainer Marco Woditschka und sein Team ganz auf das Duell mit dem VfL freuen. „Die Jungs haben jetzt schon richtig Bock. Das Derby ist zusätzliche Motivation“, erzählt er. Klar: Das letzte Resser Derby liegt schließlich sogar schon 304 Tage zurück.

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