Fußball

Horst 08 verliert das Stadtduell bei YEG Hassel mit 0:2

Nicht nur einmal sahen die Horster von YEG Hassels Kapitän Faruk Gülgün (links) nur die Rücklichter.

Nicht nur einmal sahen die Horster von YEG Hassels Kapitän Faruk Gülgün (links) nur die Rücklichter.

Foto: Heinrich Jung

Gelsenkirchen-Hassel.  Die 08er starten gut in das Westfalenliga-Derby, nach dem ersten Gegentreffer ist beim Team von Jens Grembowietz aber schnell die Luft raus.

„Wir wussten, wie wir sie packen können. Wie wir ihnen das Leben schwer machen“, sagte Jens Grembowietz, Trainer von Horst 08. Das hört sich schon mal gut an. Doch was danach folgte, war der Grund für die 0:2-Niederlage im Stadtduell der Fußball-Westfalenliga bei YEG Hassel. „Das haben wir zeitweise geschafft.“

Zu Spielbeginn zeigte Horst noch, was Jens Grembowietz meinte, als er sagte: „Wir wussten, wie wir sie packen können.“ Die fußballerisch hochveranlagte Mannschaft von YEG Hassel liefen die Gäste früh und hoch an. In den ersten fünf Minuten kam YEG nicht ein einziges Mal mit dem Ball aus der eigenen Hälfte. „Wir wollten mutig auftreten, das war in Ordnung“, lobte Grembowietz seine Spieler für die Anfangsphase. Hakan Karabal sah den Grund, dass sein Team sich zu Beginn schwer tat, allerdings eher bei seinen eigenen Spielern. „Das war unsere eigene Dummheit. Wir sind immer wieder mit dem Ball in Unterzahlsituationen reingerannt. Das müssen wir abstellen, so machen wir den Gegner stark.“

Den Gegner stark machte nach zehn Minuten allerdings Horst. Nach einem Ballverlust bei einem strittigen Zweikampf in der eigenen Hälfte lief der Konter von YEG. Zwar konnte Horst die erste Welle abwehren, der Ball landete aber genau vor den Füßen von Berhan Eren. Der sah, dass Horsts Keeper Alexander Rudolf viel zu weit rechts und auch vor seinem Tor stand, zog aus halblinker Position ab und drehte den Ball zum 1:0 ins kurze Eck (11.). Mit der ersten Torchance, nach freundlicher Einladung von Horst, war YEG in Führung gegangen. Einzelne Spieler kritisiert Jens Grembowietz nicht gerne, „aber da muss man sich mit Fußball nicht gut auskennen, um zu sehen, dass unser Torwart da unglücklich aussah.“

Hupka scheiterte an YEG-Keeper Keser

Unglücklich sah auch die komplette Horster Mannschaft nach dem Gegentor aus. Und das viel zu lange. „Man sieht, dass wir noch nicht mit Gegentoren umgehen können“, sagte Grembowietz. Horst verlor seine aggressive Marschroute, ging nicht mehr so selbstbewusst vorne drauf. Das spielte YEG in die Karten, Hassel hatte nun mehr Ruhe, um Kombinationen aufzuziehen. Aber eine Führung mit einem Tor ist natürlich immer wackelig, und so war es auch in diesem Fall. YEG verlor den Ball, und Cedrick Hupka war frei durch, plötzlich war die Chance für Horst da (56.) Doch Hupka scheiterte an YEG-Keeper Polat Keser. „Mit einer Chance hat Horst Blut geleckt“, sagte Karabal. Norman Seidel köpfte aus guter Position am Tor vorbei (62.), doch spätestens mit der Gelb-Roten Karte gegen Ali Serhan, der bis zum Winter noch bei YEG gespielt hatte, war die Horster Drangphase auch schon wieder vorbei.

YEG kontrollierte das Spiel und nutzte einen der vielen Konter zum 2:0. Faruk Gülgün machte es vor dem Tor besser als Hupka, spitzelte den Ball am Torwart vorbei, stolperte, fiel mit ausgebreiteten Armen auf den Boden und ließ sich von seinen Mitspielern begraben (83.). Das Spiel war entschieden. „Am Ende muss man sagen, dass die Niederlage in Ordnung geht“, sagte Grembowietz. Einen guten Plan hatte er. Gut umgesetzt hatte den sein Team aber nur zeitweise.

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