Fußball Bezirksliga

Hessler 06: Trainer Siska schärft die Sinne der Spieler

Holger Siska, der Trainer vom SV Hessler 06, lässt sich von der Pokalpleite von Gegner Zweckel nicht blenden.

Holger Siska, der Trainer vom SV Hessler 06, lässt sich von der Pokalpleite von Gegner Zweckel nicht blenden.

Foto: Biene Hagel / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Für die vier Gelsenkirchener Bezirksligisten gibt es am Wochenende zum Teil knifflige Aufgaben.

Die vier Fußball-Bezirksligisten aus Gelsenkirchen lernen an diesem Sonntag die Extreme der Staffel 14 kennen. Der SV Hessler 06, die Spvgg Erle 19 und Westfalia 04 spielen gegen Mannschaften, die noch ungeschlagen sind. Der SC Hassel ist hingegen im Kellerduell beim Neuling und punktlosen Schlusslicht Genclikspor Recklinghausen zu Gast.

SV Hessler 06 – SV Zweckel

Trainer Holger Siska vom SV Hessler 06 trauert der 0:2-Niederlage im Derby bei Westfalia 04 nach. „Wir haben eine riesengroße Chance vertan“, sagt er. „Mit vier Punkten aus drei Begegnungen sind wir jetzt in einer Situation, in der wir unser nächstes Spiel gewinnen sollten.“

Das nächste Spiel - es findet am Sonntag um 15 Uhr zu Hause gegen den SV Zweckel statt, also gegen jene Mannschaft, die sich am Dienstag im Kreispokal beim C-Ligisten DJK SW Gelsenkirchen-Süd so kräftig blamiert hat. „Pokalspiele sind kein Maßstab“, betont Holger Siska. „Mehr Aussagekraft haben die drei Zweckeler Unentschieden in der Meisterschaft gegen starke Gegner. Das sollte unsere Antennen auf die höchste Alarmstufe setzen.“

Er erwartet von seinem Team zwei Dinge. Erstens: „Dass wir das, was wir mehrmals besprochen haben, auch endlich auf dem Platz umsetzen.“ Und zweitens: „Dass wir Fußball spielen und uns nicht dem Gegner anpassen.“ Julian Hellmich ist wieder dabei. Laurin Wenzel und Marcel Auras fallen weiterhin aus, vielleicht fehlt auch Sven Bödiger.

BV Rentfort – Westfalia 04

Auf Westfalia 04 wartet am Sonntag eine schwierige Aufgabe und ein ungewohnter Untergrund. Es geht zum Tabellendritten BV Rentfort, der seinen Kunstrasenplatz an der Hegestraße als Trumpf im Kreisderby ausspielen will. Dennoch sehen die Gäste aus Bismarck nach dem 2:0 gegen den SV Hessler 06 eine Chance, auch dort zu bestehen. „Dass wir die Null halten können, haben wir am vergangenen Sonntag bewiesen“, sagt Spielertrainer Niklas Zacharias.

Damit will er aber nicht zum Ausdruck bringen, dass sein Team ähnlich taktieren will wie zuletzt: hinten dicht machen und vorne auf den besonderen Moment hoffen. „Das ist an sich nicht unser Anspruch“, betont er. „Wir werden versuchen, einen besseren Fußball zu spielen. Gegen einen so spielstarken Gegner wie Rentfort wird es nicht reichen, sich vornehmlich auf die Defensive zu verlassen.“

Neben Joel Göllner, Christopher Mehlmann und Sebastian Lempka fallen diesmal auch Berkan Güner und Niklas Moczarski aus. Fabian Panchoo ist wieder einsatzfähig.

Genclikspor RE – SC Hassel

Der SC Hassel betritt Neuland. Erstmals in seiner 101-jährigen Vereinsgeschichte ist er am Sonntag im Eintracht-Stadion an der Bochumer Straße in Recklinghausen beim Aufsteiger Genclikspor zu Gast. Es könnte ein richtungweisendes Spiel werden. Beide Teams stehen im Keller: Die Hasseler mit einem Zähler an vorletzter Stelle, Genclikspor ist punktlos Schlusslicht.

„Wir brauchen ein Erfolgserlebnis“, sagt Hassels Trainer Tim Kochanetzki. „Dann läuft es wieder in die richtige Richtung.“ Ausgerechnet jetzt häuften sich die Verletzungen in Reihen der Grün-Weißen. Zuletzt erwischte es Tobias Leufke. Er musste im Pokalspiel bei Teutonia Schalke (4:1) wegen Adduktorenproblemen ausgewechselt werden. Am Sonntag fehlen außerdem Marc Svenßon, Justin Mingo, Maik Helwig, Moritz Eckstein und Lukas Tomanek sowie vielleicht auch Maurice Hövel und Haris Imsirovic. „Wir fahren trotzdem zuversichtlich nach Recklinghausen“, sagt Tim Kochanetzki. „Wir werden elf Leute auf dem Platz haben, die alle kämpfen können und die die drei Punkte nach Hassel bringen sollen.“

FC Marl – Spvgg Erle 19

Eine Woche nach der 3:5-Heimniederlage gegen Vestia Disteln bekommt es die Spvgg Erle 19 erneut mit einem Schwergewicht der Bezirksliga zu tun. Der Neuling muss zum Vorjahreszweiten FC Marl, der mit sieben Punkten aus drei Spielen auch diesmal wieder gut gestartet ist. Trotzdem ist Erles Trainer Rainer Sowa nicht bange vor der Aufgabe. „Wir müssen die Zweikämpfe besser annehmen. Wenn wir unsere gewohnte Leistung abrufen, dann können wir auch in Marl bestehen“, sagt er. „Die bisherigen Partien haben gezeigt, dass wir in der Bezirksliga mithalten können.“

Zwei Namen geben ihm Mut: Sebastian Pehl, der nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder das Spiel ankurbeln soll. Und Marco Fobo, dessen Knie nach seinen zwei Kreuzbandrissen endlich beschwerdefrei ist und der gegen Disteln ein vierminütiges Comeback feiern konnte. Er stellt jetzt wieder eine Alternative im Angriff dar. Pascal Becker steht ebenfalls wieder zur Verfügung.

Auch diesmal haben die Lila-Weißen einen Gelb-Rot-Sünder zu ersetzen: Devin Mecklenbräuker. Außerdem fehlt Daniel Reimann. Fraglich sind die Einsätze von Mirko Zedler und Daniel Schmitz.

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