Handball-Oberliga

Gutes Spiel, schlechtes Ergebnis: Schalke patzt in Bielefeld

43 Minuten lag wussten Til Kirsch und die Oberliga-Handballer des FC Schalke 04 zu überzeugen. Am Ende unterlagen sie aber beim Tabellendritten TSG A-H Bielefeld mit 24:29.

43 Minuten lag wussten Til Kirsch und die Oberliga-Handballer des FC Schalke 04 zu überzeugen. Am Ende unterlagen sie aber beim Tabellendritten TSG A-H Bielefeld mit 24:29.

Foto: Andreas Hofmann

Bielefeld.  Die Oberliga-Handballer des FC Schalke 04 überzeugen 43 Minuten lang, müssen sich dann aber dem favorisierten Tabellendritten mit 24:29 beugen.

Wie er nun aus Bielefeld nach Hause fährt? Mit einem Lächeln im Gesicht oder mit verzogener Miene? „Das weiß ich noch nicht“, sagte Schalkes Trainer Sebastian Hosenfelder nach der 24:29-Niederlage beim Tabellendritten der Handball-Oberliga, der TSG A-H Bielefeld. „Insgesamt aber eher mit einem Lächeln.“ Denn was man im Ergebnis nicht sehen konnte: Die Königsblauen hatten in Bielefeld ein starkes Spiel abgeliefert.

Zumindest 43 Minuten lang. So lange hielt Schalke ziemlich gut mit dem Oberliga-Spitzenteam mit. „Bis dahin haben wir kaum falsche Entscheidungen getroffen“, lobte Hosenfelder. „Dann haben wir aber gedacht, dass sich jeder wieder seinen Wurf nehmen kann. Wir haben Altenhagen quasi eingeladen.“

Vier-Tore-Vorsprung in fünf Minuten verspielt

Mit 21:17 lag Schalke zu dem Zeitpunkt in Führung, und es sah ganz danach aus, als könnte S04 die ambitionierten Gastgeber, die den Aufstieg schon in den vorangegangenen Spielen verzockt hatten, ärgern und Punkte mit nach Gelsenkirchen nehmen. Aber die Einladung, von der Hosenfelder gesprochen hatte, nahm Altenhagen dankend an.

Schalke traf wieder zu oft die falschen Entscheidungen. Innerhalb von nur fünf Minuten war der Vier-Tore-Vorsprung weg, die Gäste trafen in dieser Phase nicht einmal das Tor. Altenhagen zog weg, S04 probierte es noch einmal mit einer offenen Deckung, durch die die TSG aber durchflog und den am Ende im Ergebnis klaren Sieg feiern konnte.

Ohne Felix Busjan, Khalil Soussi und Philipp Gemsa

Und trotzdem konnte Hosenfelder die Halle mit einem Lächeln verlassen. Er musste sich nur die ersten 43 Minuten des Spiels in Erinnerung rufen. „Da haben wir eines der besten Spiele in diesem Kalenderjahr gemacht“, lobte er. Sehr diszipliniert und richtig toll sei das gewesen, was sein Team da auf das Parkett geleg­t hatte. Und das, obwohl Schalke neben den zuvor bereits klaren Ausfällen auch noch Felix Busjan und Khalil Soussi weggebrochen waren. Auch bei Philipp Gemsa klappte es nicht.

Es war aber nicht das erste Mal in dieser Saison, dass sich die Schalker von Personalproblemen nicht unterkriegen ließen. Und es war auch nicht das erste Mal, dass die Schalker direkt nach der Pause ihre beste Phase hatten. Da machten sie ein offenes Spiel zu ihrem Spiel, aus einem 13:14 ein 19:15. Dass Schalke diese Führung nicht halten konnte, sei „natürlich ärgerlich“, sagte Hosenfelder. Vor allem auch, weil Möllbergen und Harsewinkel überraschend punkteten, das Schalker Polster schmolz. Angst und bange wird Hosenfelder deswegen aber nicht. „Wir müssen uns immer wieder unser Saisonziel und unsere Entwicklung vor Augen halten“, sagte der Schalker Trainer. „Und die Entwicklung war heute gut. Ein Sieg sollte uns reichen, und den holen wir uns mit einer Leistung wie heute auf jeden Fall.“ Und dann muss Hosenfelder auch nicht erst überlegen, ob er mit einem Lächeln die Halle verlässt.

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