Jugend trainiert für Olympia

Gesamtschule Berger Feld qualifiziert sich fürs Bundesfinale

Nächster Halt Berlin: Die Mannschaft der Gesamtschule Berger Feld hat sich für das Bundesfinale der Schulen qualifiziert.

Foto: Tim Schliff

Nächster Halt Berlin: Die Mannschaft der Gesamtschule Berger Feld hat sich für das Bundesfinale der Schulen qualifiziert. Foto: Tim Schliff

Gelsenkirchen.   Die Kicker der Gesamtschule Berger Feld feiern in der Wettkampfklasse III die Landesmeisterschaft und treffen in Berlin auf 15 weitere Teams.

„Berlin! Berlin! Wir fahren nach Berlin!“, sangen die Kicker der Schülermannschaft der Gesamtschule Berger Feld und jubelten. Die Jungen der Wettkampfklasse III vertreten Nordrhein-Westfalen im Herbstfinale in Berlin – zum dritten Mal in vier Jahren hat die Mannschaft des Trainerduos Kevin Kisyna und Tim Schilf das Landesfinale des Schulwettkampfes „Jugend trainiert für Olympia“ gewonnen. Gespielt wurde im Sportpark Lhoist in Wülfrath.

Erneut werden die Jungs der Jahrgänge 2004 und 2005 im September als Vertreter des Bundeslandes für fünf Tage in die Hauptstadt reisen, um unter den übrigen 15 Landessiegern den Titel des Bundessiegers auszuspielen.

„Durch die drei Vorrunden-Wettbewerbe ist die Truppe sehr souverän gegangen. Deshalb waren wir zuversichtlich. Aber das Landesfinale hat es immer in sich, denn spätestens dort trifft man auf andere Fußball-Eliteschulen und die anderen Jungs sind schließlich die Sieger in ihrem Regierungsbezirk. Und wir hatten größtenteils Spieler des Jungjahrgangs dabei“, sagte Coach Kevin Kisyna, der in der Jugend für den Schalke 04 gespielt hat.

Dieser Umstand zeigte sich vor allem in der Körpergröße einiger Gegenspieler, was die Jungs der Gesamtschule Berger Feld allerdings unbeeindruckt ließ. Sie hielten mit Hartnäckigkeit im Zweikampf, Ballsicherheit und schnellem Passspiel dagegen, ließen kaum gefährliche Standardsituationen zu. Im ersten Spiel gelang ein 4:0-Sieg gegen das städtische Gymnasium Olpe. Die drei Punkte des zweiten Spiels gegen die Realschule Frechen (3:1) sammelten die Jungs ebenso ein wie im dritten Spiel gegen das Albert-Einstein-Gymnasium aus Kaarst (4:0).

Gefordert wurde die Truppe zwar in jedem Spiel des Fünfer-Turniers mit dem Modus „Jeder-gegen-jeden“, gefährdet jedoch erst im allerletzten Spiel gegen das Grabbe-Gymnasium aus Detmold. In einer Art Endspiel trafen hier die beiden Mannschaften aufeinander, die alle vorherigen Partien für sich entschieden hatten. Wegen des besseren Torverhältnisses lag der Vorteil bei den Gesamtschülern.

„Wir haben den Jungs aber nicht gesagt, sie sollen auf Unentschieden spielen. Die Vorgabe war genauso zu agieren, wie vorher - hinten sicher stehen, nach vorn kombinieren oder über die Flügel kommen und dann abschließen“, sagte Trainer Tim Schilf.

Ein frühes 1:0 durch Jamie Krämer spielte den „Berger Feldern“ in die Karten, sie kontrollierten das Spielgeschehen in der ersten Hälfte. Gegen Ende der Spielzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch mit Chancen auf beiden Seiten. Erneut war es Jamie Krämer, der mit seinem Tor zum 2:0 kurz vor Schluss das Ticket nach Berlin löste, nachdem Romeo Ferreira sich trickreich gegen mehrere Gegner auf durchgesetzt und quergelegt hatte. Nach dem Abpfiff gab es kein Halten mehr, der Jubel war riesig.

Fußballkoordinator Mike Dierig, genauso angereist wie Sportkoordinator Michael Terzenbach, zog ein fachliches Resümee: „Insgesamt haben es die Jungs absolut verdient, sie waren die Mannschaft mit dem zielstrebigsten Spiel. Dazu haben unsere Perspektivspieler aus dem Fußballprojekt gezeigt, was sie können, sie haben sich aber auch harmonisch in das Team eingeordnet. Es freut mich natürlich außerordentlich zu sehen, wie unser Konzept Jahr für Jahr aufgeht“, sagte Dierig. Michael Terzenbach ergänzte: „Und Berlin ist immer eine Reise wert.“

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