Traben

Generalprobe vor dem Derby in Berlin steigt in Gelsenkirchen

Josef Franzl, der extra aus München anreist, um in Gelsenkirchen in den Sulky zu steigen, wird seinen hoffnungsvollen Schützling Rapido OK im GelsenTrabPark anspannen.

Foto: Sabine Sexauer

Josef Franzl, der extra aus München anreist, um in Gelsenkirchen in den Sulky zu steigen, wird seinen hoffnungsvollen Schützling Rapido OK im GelsenTrabPark anspannen. Foto: Sabine Sexauer

Feldmark.   16 Tage vor den Derbyvorläufen ist der Nienhausen Busch am Freitag Austragungsort eines starken Programms mit sechs Rennen. Los geht’s um elf Uhr

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Letztmals vor der mit Spannung erwarteten Derbywoche in Berlin treffen sich die Traber an diesem Freitag nochmals auf der Rennbahn in Gelsenkirchen. Ab elf Uhr erwarten die Zuschauer im GelsenTrabPark sechs Rennen, von denen fünf nach Frankreich übertragen werden und somit das „Gütesiegel“ PMU tragen.

Den Mittelpunkt des Programms bildet der sechste Lauf zur „ELE-Super-Trophy“, für den Deutschlands Nummer vier unter den Berufsfahrern, Josef Franzl, den langen Weg aus Sauerlach bei München in Kauf nimmt und seinen Schützling Rapido OK anspannt. Der Wallach will nach einigen Platzierungen beim sechsten Saisonstart den ersten Volltreffer markieren und hat gegen acht Konkurrenten gute Chancen – immerhin feierte er seinen bisher letzten Karriereerfolg am 13. Dezember 2017 in der Feldmark.

In den Weg stellt sich dem Achtjährigen dieses Mal vor allem Paymybills Diamant (Kurt Roeges), der nach nur einem Engagement in 2017 und einer langen Pause in diesem Jahr immerhin schon vier Starts absolviert hat und sich nach einem vollen Erfolg in Hamburg sogar zweimal nach Frankreich traute. Dabei sprang für den Siebenjährigen ein zweiter Rang in Le Croisé-Laroche heraus. Gut in Schuss ist auch Volare de Lou (Tim Schwarma), der als frisch gebackener Doppelsieger auf die Reise geht und so wohl stärker zu bewerten ist als sein Trainingsgefährte Perfect Power (Robbin Bot), Gigant Greenwood (Stefan Schoonhoven) und Crizzly Bear (Jaap van Rijn).

Hoffnungsvolle Vertreter von 2015

In Gelsenkirchen nicht fehlen dürfen 16 Tage vor den Derbyvorläufen natürlich auch einige hoffnungsvolle Vertreter des Geburtenjahrgangs 2015. So unterzieht Dion Tesselaar Officer Stephen nach seiner ersten Niederlage Ende Juni in Wolvega im „Wettstar-Juli-Cup“ einem letzten Härtetest, bei dem das schwarzbraune Kraftpaket ausschließlich gegen ältere Gegner heranmuss. Die meisten seiner Altersgefährten treffen sich in der fünften Tagesprüfung, die eine Angelegenheit für den „Adbell-Toddington“-Vierten, Ibra Boko (Karel Gerrits), sein könnte.

Der Conway Hall-Sohn findet mit der „14“ allerdings keine günstige Ausgangsposition vor, was wiederum die Aussichten von Doppelsieger Uno per te Diamant (Robbin Bot) und Imax (Yvonne Wagenaar) verbessert. Joe Cocker und Tim Schwarma müssen die Partie ebenfalls aus der zweiten Reihe angehen.

Zum Auftakt der Veranstaltung messen sechs französisch gezogenen Pferde der Klasse bis 80.000 Euro Gewinnsumme ihre Kräfte, wobei der von Jaap van Rijn gesteuerte Amiral de Retz eine gute Gelegenheit vorfindet, seinen ersten Gelsentrab-Sieg seit Oktober des letzten Jahres unter Dach und Fach zu bringen. Der Achtjährige endete bereits Anfang Juni als Dritter klar vor Valet d’As (Stefan Schoonhoven) und sollte nach Aussage des Veranstalters auch mit dem aus einer neuerlichen kurzen Pause kommenden Grift-Schützling Cinto de Tilou (Tim Schwarma) und Vrytzen (Ralf Oppoli) fertig werden.

Auf mehr Gegenwehr sollte sich Unstoppable (Robbin Bot) im „Preis von Lisieux“ einstellen. Der zuletzt in Hamburg vom Start gesprungene Wallach wird sich wohl strecken müssen, wenn er gegen den nach überlanger Pause bis dato freilich noch nicht überzeugenden Ex-Gelsentrab-Seriensieger Mr Bathuan Byd (Jaap van Rijn) und den nun in Holland bei Stefan Schoonhoven stationierten Schweden Gibson Boko umgehend auf die Siegerstraße zurückkehren will.

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