FC BoyTal holt den Pott

Gelsenkirchen.   Pierre Weyerhorst mag Schalke. Nicht so sehr wie Bayern München, aber mehr als Borussia Dortmund. Wenn die Schalker Marketing-Abteilung nach der Saison zum Gazprom-Fancup einlädt, schnürt er jedenfalls regelmäßig seine Fußballschuhe. Am Sonntag hat er das Kleinfeldturnier zum ersten Mal mit seiner Mannschaft gewonnen. Gegen den FC BoyTal war auf dem Schalker Vereinsgelände einfach kein Kraut gewachsen.

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Pierre Weyerhorst mag Schalke. Nicht so sehr wie Bayern München, aber mehr als Borussia Dortmund. Wenn die Schalker Marketing-Abteilung nach der Saison zum Gazprom-Fancup einlädt, schnürt er jedenfalls regelmäßig seine Fußballschuhe. Am Sonntag hat er das Kleinfeldturnier zum ersten Mal mit seiner Mannschaft gewonnen. Gegen den FC BoyTal war auf dem Schalker Vereinsgelände einfach kein Kraut gewachsen.

Als einige Kollegen des Bottropers vor einer Woche ihre Teilnahme absagten, befürchtete der Offensivspieler schon, dass er seine Mannschaft kurzfristig abmelden muss. Er fragte aber bei seinen Mannschaftkollegen vom VfB Bottrop nach, wer Lust und Zeit hat – und hatte Glück. Einige Mitspieler, mit denen er normalerweise in der Bezirksliga kickt, sagten spontan zu. „Ich denke, dass ich die Mannschaft ganz gut zusammengestellt habe“, sagt Pierre Weyerhorst und lacht.

Nur 24 Mannschaften sind dabei

Mit zum Teil hohen Siegen marschierte der FC BoyTal locker durch die Vorrunde, nach knapperen Siegen im Achtelfinale, Viertefinale und Halbfinale warteten im Endspiel die „Worldstars“. Nach der regulären Spielzeit von acht Minuten stand es unentschieden, sodass ein Neunmeter-Schießen die Entscheidung bringen musste. Die Bottroper Kumpels zielten besser als ihr Gegner und sicherten sich den Siegerpokal und den Hauptpreis: das Team wird in den Europapark nach Rust reisen und sich außerdem ein Auswärtsspiel der Schalker anschauen. „Wenn es nicht München ist, bin ich an diesem Tag auf jeden Fall Schalker“, sagt Pierre Weyerhorst.

In diesem Jahr nahmen nur 24 Mannschaften am Fan-Turnier auf Schalke teil. Im vergangenen Jahr waren es noch rund 100 Teams. Der neue Modus, vermutet Pierre Weyerhorst, könnte viele Spieler abgeschreckt haben. Jede Mannschaft musste jeweils zwei Mini-Tore verteidigen, gespielt wurde im Drei gegen Drei ohne Torwart. Bei den vergangenen Turnieren wurde „normal“ auf zwei E-Jugend-Tore gespielt. „Obwohl uns der Modus gut lag, muss ich sagen, dass der Spaßfaktor nicht so hoch wie in den vergangenen Jahren war. Es gab auch einige Beschwerden beim Veranstalter“, sagt der 28 Jahre alte Kapitän des FC BoyTal. Ansonsten sei die Stimmung am Pfingstsonntag aber klasse gewesen.

Dass Schalkes Spielmacher Max Meyer an diesem Tag aus dem Trainingslager der deutschen U21-Nationalmannschaft angekündigt hat, seinen Vertrag auf Schalke derzeit nicht verlängern zu wollen, war natürlich auch sofort ein Thema auf dem Fan-Turnier. Pierre Weyerhorst, der sowieso jedes Schalke-Spiel im Fernsehen verfolgt, weil seine Freundin großer S04-Fan ist, findet es schade. Er hält Meyer für „wahnsinnig talentiert“ und einen der Führungsspieler auf Schalke. „Die meisten Fans wären traurig, wenn auch Meyer noch gehen würde“, sagt er.

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