Fußball-Westfalenpokal

Erles Oumeirat verhindert gegen Wiedenbrück Schlimmeres

Schon wieder einer drin: Neun Gegentreffer kassierten Mohamed Oumeirat und Bünyamin Karagülmez (rechts) gegen Wiedenbrück.

Schon wieder einer drin: Neun Gegentreffer kassierten Mohamed Oumeirat und Bünyamin Karagülmez (rechts) gegen Wiedenbrück.

Foto: Frank Oppitz

Erle.  Der Erler SV 08 unterliegt dem Regionalligisten mit 0:9. „Meine Jungs haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten gefightet“, sagt Coach Hartmut Scholz.

Die einzige Pokal-Überraschung gab es gestern Abend vor dem Anstoß. Trainer Hartmut Scholz vom Gelsenkirchener Fußball-Landesligisten Erler SV 08 gab Mohamed Oumeirat im Tor den Vorzug vor Niko Wollny. „Der kann es auch“, sagte er vor der Erstrundenpartie im Westfalenpokal gegen den drei Klassen höher spielenden SC Wiedenbrück. Mohamed Oumeirat durfte in den folgenden 90 Minuten einige Male zeigen, dass er es tatsächlich auch kann, aber trotzdem schlug es insgesamt neunmal hinter ihm ein.

9:0 – so hieß es am Ende nach einer ziemlich einseitigen Partie vor 103 Zuschauern für den Regionalligisten aus Ostwestfalen, der in der zweiten Runde auf den Sieger der Partie zwischen der SG Wattenscheid 09 und dem SC Verl treffen wird. Wann auch immer diese zweite Runde ausgetragen wird, denn wie es aussieht, war die Partie an der Oststraße die letzte im westfälischen Amateurfußball für längere Zeit.

Erlers Trainer Hartmut Scholz begrüßt den Saison-Cut

Der FLVW kündigte an, dass er den Spielbetrieb nach den jüngsten Beschlüssen der Bundes- und Landesregierung im Rahmen des Infektionsschutzes ab dem heutigen Donnerstag zunächst bis zum Ende der Gültigkeitsdauer der neuen Coronaschutzverordnung einstellen wird.

Hartmut Scholz begrüßt den Saison-Cut. Sein Team litt zuletzt sehr stark unter der Pandemie und deren Folgen. Zwei Spieler hatten sich mit dem Virus infiziert, fast zwei Wochen lang musste sich die Mannschaft bis zum vergangenen Freitag in häuslicher Quarantäne aufhalten. Fünf Spieler haben sich danach vorerst vom Fußball verabschiedet, weil sie es aus beruflichen Gründen nicht riskieren konnten, noch einmal in die Isolation geschickt zu werden.

Mit dem Häuflein der Übriggebliebenen konnten die Erler gegen den Gast aus der vierthöchsten Liga erwartungsgemäß nichts ausrichten. „Meine Jungs haben im Rahmen ihrer Möglichkeiten gefightet. Sie haben es trotz der auch in der Höhe verdienten Niederlage gut gemacht“, meinte Hartmut Scholz. „Für uns war dieses Spiel ein Erlebnis.“

Sonderlob für Torwart Mohamed Oumeirat

Nach dem Weitschuss von Niels Overhoff, mit dem er in der Anfangsphase den Gäste-Torwart Luca Beermann prüfte, gab eindeutig der SC Wiedenbrück den Ton an. Die Erler wehrten sich unter den Augen von Staffelleiter Klaus Overwien tapfer, blieben dabei stets fair, aber sie waren dem Tempo, der Passgenauigkeit und der Athletik der Ostwestfalen natürlich nicht gewachsen. Bereits zur Pause lag der Gast mit 4:0 vorne – ein Ergebnis, mit dem die Erler angesichts eines Latten- und eines Pfostentreffers gut bedient waren.

In der zweiten Halbzeit folgten fünf weitere Wiedenbrücker Treffer. Am Ende konnten sich die Erler bei Mohamed Oumeirat bedanken, dass die Niederlage nicht zweistellig ausfiel. „Er hat nach der Pause überragend gehalten“, lobte Hartmut Scholz, der früher selbst zwischen den Pfosten gestanden hatte. Und ein weiteres Lob richtete er an den SC Wiedenbrück: „Das waren menschlich tolle Gäste.“ Und mit einem Augenzwinkern fügte er hinzu. „Aber sportlich brauchen wir sie so schnell nicht noch einmal als Gegner.“

Tore: 0:1 Bjarne Pudel (10.), 0:2 Fabian Brosowski (24,), 0:3 Lucas Klantzos (38.), 0:4 Bjarne Pudel (45.), 0:5, 0:6 Lukas Klantzos (56., 64.), 0:7 Xhuljo Tabaku (73.), 0:8 Bjarne Pudel (87.), 0:9 Durim Berisha (90.).

Erler SV 08: Oumeirat, Bakir (71. Jung), Scholz, Gülmez (28. Hermans), Sahin, Glittenberg, Borutta (80. Reydt), Janßen, Karagülmez, Overhoff (80. Klemm), Cichos.

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