Fußball Regionalliga West

Eine Premiere für Schalke 04-Coach Torsten Fröhling

Foto: Thorsten Tillmann / ffs

Gelsenkirchen.  Der S04-Trainer trifft gegen Lotte zum ersten Mal auf Imke Wübbenhorst an der Seitenlinie - und freut sich darauf.

Torsten Fröhling ist schon lange im Fußballgeschäft. Trotzdem gibt es auch für den 53-jährigen Ex-Profi immer noch etwas Neues. So zum Beispiel heute (14 Uhr) beim Regionalliga-Auswärtsspiel in Lotte. Bei den Sportfreunden Lotte steht mit Imke Wübbenhorst die einzige Trainerin der Regionalliga West an der Seitenlinie. Da die 31-jährige in ihrer aktiven Laufbahn beim Hamburger SV spielte (96 Spiele, acht Tore) und Torsten Fröhling St. Pauli als längste Profistation in seiner Vita hat (91 Spiele, zwei Tore), kommt sogar etwas Derby-Feeling auf.

Schalke 04: Coach freut sich für zwei Spieler besonders

„Ich kenne Imke noch nicht persönlich, finde es aber gut, dass sie als Trainerin in der Regionalliga tätig ist. Frauen haben oft eine andere Sicht auf die Dinge als Männer, das ist durchaus positiv. Man sieht das zum Beispiel im Wirtschaftsbereich“, sagt Fröhling und stellt fest: „Was mir bisher aufgefallen ist: Imke hat immer einen coolen Spruch drauf.“

2019 wurde Imke Wübbenhorst bei der Gala zur Verleihung des deutschen Fußball-Kulturpreises in Nürnberg für den „Fußballspruch des Jahres“ ausgezeichnet. Als Trainerin der Männer-Mannschaft des BV Cloppenburg antwortete sie auf die Frage, ob sie eine Sirene auf dem Kopf tragen werde, damit ihre Spieler schnell eine Hose anziehen können, bevor sie in die Kabine komme, schlagfertig: „Ich bin Profi. Ich stelle nach Schwanzlänge auf.“

Sportlich läuft es für ihren aktuellen Klub Sportfreunde Lotte noch nicht ganz so rund. Die Lotter schafften zwar Siege gegen Fortuna Köln (1:0) und Borussia Mönchengladbachs U23 (3:2), kamen aber auch schon deutlich unter die Räder. So gab es ein 0:6 gegen Fortuna Düsseldorfs Reserve, ein 1:4 bei Preußen Münster und zuletzt ein 1:3 bei Rot-Weiß Oberhausen.

Besser machen als im Vorjahr

„Im Vorjahr haben wir in Lotte nicht gut ausgesehen und klar verloren. Das war so ein Tag, an dem nichts zusammenlief. Das kommt vor. Aber dieses Mal wollen wir es natürlich besser machen“, sagt Torsten Fröhling vor der Reise zum Lotter Kreuz.

Das kämpferisch und spielerisch überzeugende 0:0 bei Alemannia Aachen sowie der 3:0-Erfolg über die U23 des 1. FC Köln haben den Königsblauen nach einigen Dämpfern zuvor wieder frisches Selbstvertrauen eingehaucht. Fröhling: „Natürlich war die Stimmung am Tag nach dem 3:0 gut, aber danach ging es sofort darum, wieder Spannung für das Wochenende aufzubauen.“ Was den Coach zufrieden stimmte: „Ich habe mich sehr für Blendi Idrizi gefreut, der in den vergangenen Spielen immer sehr weite Wege gegangen ist, aber keine Tore geschossen hat. Gegen Köln hat er sich belohnt und doppelt getroffen. Ich hoffe, dass es so weitergeht.“

Ebenfalls positiv: Torhüter Michael Zadach spielte in seinen beiden Partien jeweils zu Null. Zadach rückt aktuell in den Fokus, weil Jannick Theißen mit einer Ellenbogenverletzung ausfällt. Fröhling: „Ich freue mich auch für Michael, weil er immer fleißig trainiert hat und jetzt auf einmal zur Stelle ist, weil er gebraucht wird. Genau in diesen Situationen musst du als Fußballer funktionieren. Und das tut er.“

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