Frauenvolleyball

Eine Frage des Willens für die Grillonen

Gerd Hemforth, der Trainer der Oberliga-Volleyballerinnen des TCG, sah Fortschritte in der Partie gegen den Telekom Post SV Bielefeld. Am Samstag spielt das Team beim ebenfalls sieglosen VfL Ahaus.

Gerd Hemforth, der Trainer der Oberliga-Volleyballerinnen des TCG, sah Fortschritte in der Partie gegen den Telekom Post SV Bielefeld. Am Samstag spielt das Team beim ebenfalls sieglosen VfL Ahaus.

Foto: Heinrich Jung / FUNKE Foto Services

Gelsenkirchen.  Beim VfL Ahaus sollen für die Volleyballerinnen des TC Gelsenkirchen die ersten Oberliga-Punkte her. Die Burczyk-Schwestern fehlen.

Die Spielerinnen des Volleyball-Oberligisten TC Gelsenkirchen nehmen heute beim VfL Ahaus (16 Uhr, Halle am Berufskolleg für Technik) ihren dritten Anlauf, um in der noch jungen Saison erstmals Punkte einzufahren. Nach dem sang- und klanglosen 0:3 zum Auftakt bei VoR Paderborn II setzte es im zweiten Duell zuhause ein 1:3 gegen Telekom Post SV Bielefeld. „Da“, sagt Trainer Gerd Hemforth, „war eine Steigerung zu erkennen, aber das steht nicht in der Tabelle. Jetzt müssen Punkte her. Alleine schon deswegen, um zu vermeiden, dass wir in einen Negativstrudel geraten.“

Da Ahaus ebenfalls mit zwei Niederlagen in die Saison gestartet ist, erwartet der Grillonen-Coach „ein Duell auf Augenhöhe“. Nicht die Qualität wird in dieser Partie den Ausschlag geben, sondern der größere Biss. Hemforth: „Das wird eine Frage des Willens.“ Der ehemalige Gymnasiallehrer zeigt sich, was die Trainingseindrücke der letzten Tage angeht, zuversichtlich. „Wir sind in Sachen Spielfluss jetzt besser drauf. Die Intensität im Training ist hoch, die Abläufe klappen wesentlich flüssiger als zu Beginn.“

Gerade beim Auftaktspiel wirkten die Grillonen wie versteinert, waren zu sehr mit sich selbst beschäftigt, offenbarten zum Teil unerklärliche Fehlerquellen und erstarrten respektvoll vor dem Gegner. „Wir sind nicht gut gestartet, haben aber versucht, jetzt einige Baustellen zu beseitigen. Im letzten Jahr haben wir das erste Spiel gegen Höntrop gewonnen, das gab direkt Zuversicht, Schwung und Selbstvertrauen. Wir haben uns bestätigt gefühlt und eine gewisse Aufbruchstimmung gespürt. Jetzt sind wir in der neuen Liga erst einmal hinten dran, aber ich sehe bei meinen Spielerinnen keinen Knick in der Psyche.“

Das Spiel ist die Belohnung

Gerd Hemforth sagt das, was er den Mädels schon vor dem Start mit auf den Weg gegeben hat: „Sie sollen mit Riesenspaß in die Volleyball-Spiele gehen. Am Wochenende ist das Spiel die eigentliche Belohnung für die geleistete Trainingsarbeit unter der Woche. Wer hat schon Lust, die ganze Woche hart zu arbeiten, dann auswärts zu verlieren und mit langen Gesichtern zurück nach Gelsenkirchen zu fahren?“ Die Antwort schickt der Coach gleich hinterher: „Keiner.“

Mit Kathrin und Sabine Burczyk fällt das Schwestern-Duo bei den Grillonen für das Spiel in Ahaus aus privaten Gründen aus. Dafür rückt Neuzugang Denise Palowski erstmals in den TCG-Kader. „Wenn es der Spielverlauf zulässt, wird Denise auch einige Einsatzminuten bekommen. Versprechen kann ich nichts, aber es ist für sie erst einmal wichtig, dabei zu sein. Ich habe ja schon betont, dass wir in dieser Saison wirklich alle Spielerinnen brauchen“, sagt der Trainer.

Rückkehrerin Joelle Salumu war in den ersten Spielen bereits dabei und hat angedeutet, dass sie den Neuling weiterbringen kann. „Sie hat eine dynamische, vernünftige Sprungkraft, ist ein positiver Typ und ein Gewinn für uns“, streicht Hemforth heraus, „allerdings hat Joelle auch zwei Jahre nicht gespielt. Das merkt man schon am Selbstvertrauen. Zudem spielt sie bei uns als Mittelblockerin, was sie bei ihren letzten Klubs so nicht gespielt hat. Im Training kämpft sie sich von Woche zu Woche besser rein.“ Nicht nur für Salumu, sondern für das ganze Team gilt: Allmählich muss der Knoten im Spiel platzen.

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