Fußball-Westfalenliga

Diese Niederlage beim Mitkonkurrenten muss nicht sein

Für Jens Grembowietz und die seit 15 Spielen sieglosen Horster sieht es nach dem 3:5 in Schüren im Abstiegskampf der Westfalenliga nicht gut aus.

Für Jens Grembowietz und die seit 15 Spielen sieglosen Horster sieht es nach dem 3:5 in Schüren im Abstiegskampf der Westfalenliga nicht gut aus.

Foto: Oliver Mengedoht

Dortmund.   Der SV Horst 08 ist bei der 3:5-Niederlage beim BSV Schüren nicht die schlechtere Mannschaft.

Der zweite Abstieg aus der Fußball-Westfalenliga nach 2017 zeichnet sich für den SV Horst 08 immer mehr ab. Drei Tage nach dem 0:3 zu Hause gegen den Lüner SV verloren die Schwarz-Weißen auch das Duell beim direkten Konkurrenten BSV Schüren. „Ich bin einfach unglaublich enttäuscht“, bekannte Trainer Jens Grembowietz nach der 3:5-Niederlage. „Wir hatten uns so viel vorgenommen, waren auch bestimmt nicht die schlechtere Mannschaft, stehen aber leider wieder einmal mit leeren Händen da. Für uns sieht es jetzt duster aus.“

Lange Zeit schien es so, als könnten die Horster ihre Vorsätze auch umsetzen und den Hinspielsieg wiederholen. Durch Cedrick Hupka lagen sie nach 32 Minuten mit 1:0 vorne, und das auch völlig verdient. Bis dahin waren die Gäste die klar bessere Elf. Ein umstrittener Foulelfmeter, den Kevin Franzen unmittelbar vor der Pause zum 1:1 verwandelte, brachte die Horster aus dem Rhythmus. „Dieser Strafstoß war ein Witz“, meinte Jens Grembowietz zu dieser Szene.

Okan Isleyen sieht in der 84. Minute Gelb-Rot

In der zweiten Halbzeit ging es hin und her. Mit einem Sonntagsschuss erzielte Zivko Radojcic das 2:1 für den Gastgeber. Er traf aus etwa 40 Metern genau in den Torwinkel (61.). Eyüp Cosgun legte kurz darauf das 3:1 für Schüren nach (66.).

Die Horster verpackten das, verkürzten durch Yüksel Terzicik auf 2:3 (70.), gerieten aber durch Mohamed El Moudni erneut mit zwei Toren in Rückstand (75.). Als dann auch noch Okan Isleyen die Gelb-Rote Karte erhielt und seiner Mannschaft damit einen Bärendienst erwies (84.), schien alles gelaufen.

Pascal Roith bringt die Horster auf 3:4 heran

Jens Grembowietz setzte danach alles auf eine Karte. Durch Pascal Roith kam sein Team drei Minuten vor Schluss auf 3:4 heran. Die Hoffnung, zumindest einen Teilerfolg mitzunehmen, platzte jedoch, als Kevin Franzen in der letzten Minute das 5:3 für den Gastgeber markierte.

„Diese Niederlage tut unglaublich weh, denn sie musste nicht sein“, meinte Jens Grembowietz. Er hatte den Kaffee auf und hätte sich den Ostermontag angenehmer vorstellen können. Zum Beispiel im Kreise der Familie anlässlich des dritten Geburtstags seines Sohnes. Dort trudelte er gegen 18 Uhr ein. Die Stimmung war beim Horster Coach zu diesem Zeitpunkt natürlich gedrückt.

Nach dem 5:1 im Hinspiel gegen Schüren sind die Horster jetzt zum 15. Mal in Folge sieglos geblieben. Fünf Spieltage vor dem Saisonende liegen sie fünf Punkte hinter dem FC Lennestadt auf dem Relegationsplatz und einen weiteren hinter dem BSV Schüren, der jetzt den in jedem Fall rettenden 13. Rang belegt.

„Auch wenn ein kleines Wunder nötig sein wird, um noch die Klasse zu halten, werden wir nichts unversucht lassen“, verspricht Jens Grembowietz. „Der Begriff Mammutaufgabe ist noch geschmeichelt. Aber solange rechnerisch etwas möglich ist, werde ich vor dem letzten Spieltag am 26. Mai nicht aufgeben.“

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