Fußball-Landesliga

Die zwei Gesichter von Viktoria Resse

Resses Burak Cesur (rechts) behauptet sich gegen Wattenscheids Marvin Fahr.

Resses Burak Cesur (rechts) behauptet sich gegen Wattenscheids Marvin Fahr.

Foto: Ingo Otto

Resse.  Die Landesliga-Fußballer von Viktoria Resse besiegen die DJK Wattenscheid mit 3:1 und liegen nur noch zwei Punkte hinter dem rettenden Ufer.

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Für Viktoria Resse ist in der Fußball-Landesliga wieder Land in Sicht. Auch nach dem 3:1-Heimsieg gegen die DJK Wattenscheid rangieren die Emscherbruch-Kicker auf einem der drei direkten Abstiegsplätze, aber nach Punkten haben sie zumindest schon mal mit dem SV Hilbeck auf dem Relegationsplatz gleichgezogen. Und das rettende Ufer ist jetzt nur noch zwei Punkte entfernt.

Dass die Resser noch einmal Anschluss finden würden, damit hatte vor etwas mehr als zwei Monaten, als Frank Conradi die Nachfolge von Werner Kasper antrat, kaum noch jemand gerechnet. Unter Frank Conradi hat die Viktoria zu alter Heimstärke zurückgefunden. Unter seiner Regie hat sie auf eigenem Platz vier von fünf Begegnungen gewonnen und nicht einmal verloren.

Frank Conradi: „Jetzt müssen wir endlich auch in der Fremde etwas holen“

„Jetzt müssen wir endlich auch in der Fremde etwas holen“, macht der 48-Jährige deutlich. „Sonst kommen wir da unten nichts raus.“ Die Viktoria stellt die schlechteste Auswärtsmannschaft in der Staffel 3. Siebenmal ging sie bisher auf Reisen, sechsmal kehrte sie als Verliererin zurück.

Die zwei Gesichter der Resser: Sie waren auch an diesem Sonntag gegen den zuvor dreimal in Folge siegreichen Gast aus Wattenscheid zu erkennen. „Ich habe zwei unterschiedliche Halbzeiten gesehen“, fasste Frank Conradi zusammen.

Mit der ersten Hälfte konnte er gar nicht zufrieden sein. Obwohl die Resser einige Stammkräfte ersetzen mussten, unter anderem die beiden Innenverteidiger Mikail Birbir und Dominik Lücke, war der Auftritt vor der Pause einfach zu lethargisch. Wattenscheids Schlussmann Jarek Matera hatte bis zur Halbzeit nur nach einem strammen Schuss von Sven Jubt aus 18 Metern seine Hände im Spiel. Ansonsten blieb er beschäftigungslos.

Sven Jubt trifft zweimal – zum 1:0 und zum 2:1

Das änderte sich jedoch im zweiten Durchgang. „Es muss mehr kommen“, hatte Frank Conradi seinen Jungs in der Kabine deutlich gemacht. Und es kam mehr, vor allem von Sven Jubt, der einmal mehr seinen Torriecher unter Beweis stellte. „Im Training verzweifele ich manchmal wegen seiner mangelnden Laufbereitschaft“, verriet sein Coach. „Aber er macht halt die Kisten.“

Nach seinen drei Treffern als Einwechselspieler im vorangegangenen Heimspiel beim 3:1 gegen Hombruch begnügte er sich diesmal mit zwei Torerfolgen. Er traf zum 1:0 auf Vorlage von Lukas Tomanek, und unmittelbar nach dem Ausgleich zum 1:1 war er nach Vorarbeit von Mike Neumann mit einem Flachschuss aus 18 Metern ein weiteres Mal erfolgreich.

Der eingewechselte Lukas Tomanek sorgt für den 3:1-Endstand

Für den Endstand zum 3:1 sorgte der eingewechselte Lukas Tomanek. Auch an diesem Treffer war Sven Jubt beteiligt. Von ihm kam das Zuspiel. „In der zweiten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht. Das war bärenstark“, lobte Frank Conradi, der nach dem Abpfiff einen großen Wunsch hatte: dass sein Team auch auswärts mal so auftritt.

Tore: 1:0 Sven Jubt (55.), 1:1 Marvin Fahr (60.), 2:1 Sven Jubt (61.), 3:1 Lukas Tomanek (66.).

Viktoria Resse: Hutsch, Güzel, Svenßon (81. Horstenkamp), Cesur, Krick, Kacar (55. Sahin), Neumann, Jubt, Samson, Reydt (46. Tomanek), Blaschek (72. Leufke).

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