Snooker

Die Horster müssen wieder zittern

An ihm lag es nicht, dass Schwarz-Blau Horst am Wochenende sieglos blieb: Daniel Sciborski gewann drei seiner vier Partien.

An ihm lag es nicht, dass Schwarz-Blau Horst am Wochenende sieglos blieb: Daniel Sciborski gewann drei seiner vier Partien.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Horst.   Der Billard-Club Schwarz-Blau Horst-Emscher holt nur einen Punkt aus zwei Heimspielen und bangt nun um den Klassenerhalt in der Bundesliga.

Nach acht Spieltagen in der Snooker-Bundesliga lag der Billard-Club Schwarz-Blau Horst-Emscher auf Platz vier, nur einen Punkt hinter dem dritten Rang. Eine erstmalige Medaille war zum Greifen nahe. Doch vier Spieltage später ist der Traum geplatzt. Stattdessen müssen die Horster nun wieder um den Klassenerhalt zittern. Denn nach zwei Auswärtsniederlagen reichte es auch in den zwei Heimspielen am Wochenende nicht zu einem Sieg. Gegen den Tabellenvorletzten Pool Factory kam der Aufsteiger nur zu einem 4:4, und gegen den BC Stuttgart verlor er sogar mit 2:6.

Damit liegen die Horster als Fünfte nur noch einen Platz und zwei Punkte vor dem Aachener Snookerclub, gegen den es am letzten Bundesliga-Wochenende in zwei Monaten im direkten Duell darum geht, die Klasse direkt zu sichern oder auf den Relegationsplatz zu rutschen.

Gegen die Pool Factory aus Roth – das Hinspiel gewannen die Horster mit 5:3 – lief es in der Anfangsphase gut. Daniel Sciborski und auch Wolfgang Scheder fuhren beim 3:0 gegen Achim Belzl und 3:1 gegen Luca Kaufmann zwei klare Siege ein und brachten das Team in Führung. In den anderen zwei Partien konnten Jean-Luca Nüßgen und Ersatzmann Alfred Scharf allerdings nicht gut dagegenhalten und ließen viele Chancen aus. Nüßgen verlor unnötig mit 1:3 gegen Tobias Kensy und Scharf mit 0:3 gegen Patrick Klaiber.

In der zweiten Runde lief es ähnlich. Sciborski brachte mit einem 3:0 gegen Kensy das Team wieder in Front. Scharf musste die Führung aber nach einem 1:3 gegen Laufmann gleich wieder hergeben. Nüßgen steigerte sich dagegen im Vergleich zum ersten Match deutlich und siegte mit 3:2 gegen Belzl. Allerdings kassierte Scheder eine klare 0:3-Niederlage gegen Klaiber. So gab es unterm Strich ein gerechtes Unentschieden, das aber für die Horster eigentlich zu wenig war.

Heimniederlage gegen Stuttgart

Auch gegen den BC Stuttgart hatte SB Horst in der Hinrunde mit 5:3 gewonnen. Zu Hause aber gingen die Schwarz-Blauen leer aus. Die erste Runde hätte für die Horster nicht schlechter laufen können. Alle vier Partien gingen in Rückstand, und keiner konnte in sein Spiel finden. „Wir haben zu viele Fehler gemacht und unsere Chancen nicht ausgenutzt“, sagte Kapitän Jean-Luca Nüßgen. Einzig Wolfgang Scheder schaffte den 1:1-Ausgleich, verlor aber dennoch mit 1:3 gegen Umut Dikme. Alle drei anderen Partien gingen relativ chancenlos mit 0:3 verloren – von Alfred Scharf gegen Davut Dikme, von Daniel Sciborski gegen Jurian Heusdens und von Jean-Luca Nüßgen gegen Angelo Tursi.

Ein kleines Aufbäumen gab es zumindest im zweiten Durchgang. Sciborski schaffte ein 3:0 gegen Davut Dikme. Scharf musste sich zwar mit 1:3 Heusdens geschlagen geben, aber zumindest Scheder gewann mit 3:2 gegen Tursi. Nüßgen erzwang nach einen 0:2 noch den Decider gegen Umut Dikme, doch auch diese Partie sollte noch mit 2:3 verloren gehen. Dikme verpasste im ersten Frame denkbar knapp bei 95 Punkten ein Century-Break.

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