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Die Billardgemeinschaft Ückendorf ist endlich am Ziel

Glücklich, aber auch erschöpft nach einem anstrengenden Wochenende: Volker Simanowski, Stephan Schmitz, Markus Galla und Matthias Meske (v.l.) mit den Medaillen. Außen Katja Titze und

Foto: BSC

Glücklich, aber auch erschöpft nach einem anstrengenden Wochenende: Volker Simanowski, Stephan Schmitz, Markus Galla und Matthias Meske (v.l.) mit den Medaillen. Außen Katja Titze und

Merzenich.   Nach zwei Silbermedaillen in den vergangenen beiden Jahren gewinnt die Ückendorfer Dreibandmannschaft den ersten nationalen Titel.

Die Billardgemeinschaft Ückendorf hat schon eine nette, kleine Geschichte vorzuweisen: Bei dem rührigen Verein in Ückendorf nahmen stets sehr gute Spieler am kleinen Billard das Queue in die Hand. Es dauerte aber bis zum 30. Jahr des Bestehens, dass diese Klasse mit dem Gewinn eines nationalen Titels belohnt wurde, mit der Goldmedaille bei der Bundesmannschaftsmeisterschaft Dreiband. Die BG Ückendorf gewann nach zweimal Silber in den vergangenen beiden Jahren nun endlich das lang ersehnte Gold, in der Besetzung Markus Galla, Matthias Meske, Stephan Schmitz und Volker Simanowski.

In den Klubräumen des BSC Merzenich im Kreis Düren fanden sich zur Bundesmeisterschaft fünf Mannschaften ein, die über drei Tage bei hochsommerlichen Temperaturen um den Titel spielten. Die Auslosung ergab, dass die beiden besten Teams, die BG Ückendorf und die BSG Duisburg, am Schlusstag gegeneinander spielen sollten – und so wurde es schließlich die entscheidende Partie. „Wir sind als leichter Favorit in das Turnier gegangen. Aber es kann ja auch vieles schiefgehen“, sagte Markus Galla. Die Ückendorfer mussten auf die urlaubenden Stefan Galla und Andreas Faeser verzichten. „Mit ihnen wären wir hoher Favorit gewesen.“

Die Ückendorfer starteten mit einem 6:2-Sieg gegen den Gastgeber. Gleich sehr gut ins Turnier fand Markus Galla. Er fertigte Jörg Undorf in 17 Aufnahmen bis 50 Punkte ab – 2,941 Durchschnitt und die beste Partie des Turniers, wie sich später herausstellen sollte. Zwar waren die Partien von Matthias Meske und Volker Simanowski eng, doch beide gewannen.

Nach einer spielfreien Runde folgte dann gegen den BC Nied aus Frankfurt ein 5:3. Es war knapp. Und so sagte auch Markus Galla: „Das hätte auch anders ausgehen können.“ Er spielte unentschieden gegen Patrick Sofsky, einen Rivalen aus vergangenen Jugendjahren. Meskes Gegner ließ bei fünf Punkten Rückstand den Nachstoß aus. Da aber Simanowski klar gewann, blieben die Punkte bei der BG Ückendorf. Duisburg setzte sich wieder an die Spitze des Klassements mit dem dritten Sieg im dritten Spiel.

Nur mit Sieg gegen Duisburg zu Gold

Als dann die Duisburger pausierten, ließen die Ückendorfer den dritten Sieg folgen. Gegen den SV Altenweddingen aus Sachsen-Anhalt gab es einen ungefährdeten 8:0-Erfolg zu feiern. Galla: „Da konnte rein gar nichts passieren.“ Und doch lag die BG vor dem letzten Spiel gegenüber Duisburg im Hintertreffen. Ückendorf hatte lediglich 19 Partiepunkte auf dem Konto, der Kontrahent zwei mehr. Es musste also ein Sieg her zum Goldgewinn.

Markus Galla und Volker Simanowski waren die ersten auf der Gewinnerstraße und sorgten für eine 4:0-Führung. Zwar führten Stephan Schmitz und Matthias Meske in ihren Partien, doch auf der sicheren Seite waren sie nicht. Schließlich musste Schmitz seine Partie abgeben. Aber Meske gewann schließlich gegen Dirk Harwardt, den Deutschen Meister von 2014, am Ende deutlich – 6:2 für die BG Ückendorf.

Danach war bei allen Beteiligten die Freude riesengroß. „Es gab Glückwünsche aus allen Richtungen. Das ist der größte Erfolg für den Verein als Mannschaft. Endlich wurden wir mal belohnt“, sagte ein überglücklicher Markus Galla. „Es war einfach ein geiles Wochenende. Ich bin unglaublich stolz auf den Verein.“

Und auch sein Bruder meldete sich von der Motorradfahrt in den Urlaub. Stefan Galla: „Ist echt ne geile Sache, dass wir jetzt endlich mal gewonnen haben. Ich wäre gerne auch dabei gewesen. Weil die Jungs wohl ein richtig schönes Wochenende hatten. Aber umso schöner, dass sie es auch so geschafft haben. Es ist für unseren kleinen Verein ein Riesenerfolg.“

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