American Football

Devils kassieren „super bittere“ Niederlage gegen Gamecocks

Kamen nicht wirklich zum Zuge: Die Gelsenkirchen Devils schafften es nicht ein einziges Mal in die Endzone der Bonner Gäste.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Kamen nicht wirklich zum Zuge: Die Gelsenkirchen Devils schafften es nicht ein einziges Mal in die Endzone der Bonner Gäste. Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.   Mit 0:17 unterliegt das Team von Trainer Jan Kärner den Gamecocks. Die Devils hatten die Mannschaft aus Bonn als „machbaren Gegner“ eingeschätzt.

Die Enttäuschung war ihnen ins Gesicht geschrieben: Die Gelsenkirchen Devils haben am letzten Hinrundenspieltag der American-Football-Regionalliga gegen die Bonn Gamecocks eine bittere 0:17-Heimpleite einstecken müssen. Mit einem Sieg hätten sich die Devils schon ein wenig von den bis dato noch punktlosen Bonnern absetzen können, so wird die Rückrunde nun zur Zitterpartie werden.

„Es ist wirklich, wirklich ärgerlich“

„Super bitter“ sei die Niederlage gegen Bonn, so Devils-Headcoach Jan Kärner. Die Gäste aus der ehemaligen Bundeshauptstadt, im Sommer erst aus der 2. Bundesliga abgestiegen, seien für sein Team „ein machbarer Gegner“ gewesen. Allerdings nicht in der Verfassung, in der die Devils am Samstag auf dem Rasen im Fürstenbergstadion standen. Die Mienen waren entsprechend, „es ist wirklich, wirklich ärgerlich“, sagte Kärner.

Zumal er und sei Team zuvor noch siegessicher waren. „Wir haben klare Chancen gesehen, das Spiel für uns zu entscheiden, waren mit unserem Gameplan absolut erfolgssicher“, sagte Kärner nach der Partie. Und zunächst sah es auch gar nicht schlecht aus. Zwar hatte Bonns Running Back im ersten Spielzug keine großen Schwierigkeiten, die Devils-Abwehr zu durchbrechen. Doch rechtzeitig vor der Endzone machte die Gelsenkirchener Defensive die Schotten dicht, Bonn ging durch ein verwandeltes Field Goal nur mit 3:0 in Führung. Und auch weiter vorn waren die Hausherren plötzlich da. Francisco Gomez Martin fing einen Pass des Bonner Quarterbacks ab und trug die Interception fast bis in die gegnerische Endzone. Doch da lag bereits eine gelbe Flagge auf dem Rasen, die Devils hatten gefoult, der Spielzug wurde wiederholt.

„Wir haben uns mit doofen Strafen oft eine gute Position genommen“,

„Wir haben uns mit doofen Strafen oft eine gute Position genommen“, ärgerte sich Kärner. Zwar konnten die Devils den Gästen nach einem Bonner Fumble erneut den Ball klauen, doch was die Offensive mit diesem Ball dann veranstaltete, war alles andere als erfolgreich. Gelsenkirchen kam kein einziges Mal auch nur in die Nähe der Gamecocks-Endzone. Ganz anders Bonn: Die Gäste marschierten übers Feld und erhöhten auf 10:0.

Kurz vor Ablauf des zweiten Viertels legten auch die Devils dann mal einen schönen Angriff auf den Rasen. Aber gerade, als der Ball sich mal der gefährlichen Zone näherte, wurde es hitzig. Ein kleines Geschubse, und schon hatten sich die Devils erneut um eine gute Position gebracht. Wieder so eine „doofe Strafe.“

Devils wechsel Quarterback

Zur zweiten Halbzeit wechselten die Devils dann ihren Quarterback, für den in den ersten 30 Minuten erfolglosen Thomas Iking sollte nun Johannes Werner die Bälle verteilen. „Das war nicht, weil wir die Leistung von Thomas schmälern wollten. Wir wollten einfach einen neuen Anreiz schaffen und andere Entscheidungen forcieren“, erklärte Kärner. Doch auch die Entscheidungen von Werner waren an diesem Tag glücklos. Die Devils kamen nicht vorwärts, gaben den Ball schnell wieder aus der Hand. Im dritten Viertel gab es dann die Möglichkeit, endlich mal Punkte auf die Tafel zu bekommen, doch der Field Goal-Versuch von Devils-Kicker Niklas Bossek wurde geblockt.

Auch die Defensive der Devils baute nun etwas ab, immer häufiger verpassten die Gastgeber wichtige Tackles.

Zwar hielt Bonn die Devils im Spiel, weil die Gäste insgesamt drei Field Goal-Versuche vergaben. Doch Gelsenkirchen wusste nichts mit dem Ball anzufangen. Werner warf seine erste Interception des Tages, schlich zur Seitenlinie, nahm seinen Helm ab und schüttelte verärgert den Kopf – das war es gewesen. Zumindest für sein Team. Bonn durfte kurz vor Schluss noch die Punkte elf bis 17 auf die Anzeigetafel packen, Werners zweite Interception wurde bis in die Gelsenkirchener Endzone zurückgelaufen.

„Wir haben die Sachen, die wir uns vorgenommen haben, überhaupt nicht umsetzen können“, ärgerte sich Kärner. Sein Gesichtsausdruck konnte das nur bestätigen.

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