Schalke 04

Deswegen muss sich Schalkes Matondo noch gedulden

Schalkes Offensivspieler Rabbi Matondo im  Zweikampf mit Viktoira Kölns Torwart  Sebastian Patzler.

Schalkes Offensivspieler Rabbi Matondo im Zweikampf mit Viktoira Kölns Torwart Sebastian Patzler.

Foto: Foto: firo

Gelsenkirchen.  Rabbi Matondo hat bei Schalke 04 nach mehrwöchiger Pause wieder Fahrt aufgenommen. Eine Option für die Bundesliga ist er aber noch nicht.

Die guten Ansätze, die Rabbi Matondo gleich zu Beginn der Schalker Vorbereitung zeigte, ließen Gutes für die Saison erahnen. Doch dann folgte der Rückschlag. Beim 1:1 im Testspiel gegen den niederländischen Ehrendivisionär Twente Enschede humpelte Matondo vom Platz und benötigte beim Einsteigen in den Mannschaftsbus sogar eine Gehhilfe.

Matondo hatte sich in der Partie Ende Juli eine Risswunde auf dem Spann zugezogen. Was zunächst relativ unspektakulär wirkte, entwickelte sich zum wochenlangen Problem. Die Wunde konnte nicht richtig verheilen, so dass der walisische Wirbelwind sogar eher aus dem Trainingslager im österreichischen Mittersill abreisen musste.

Beim Schalker Testspiel gegen den Drittligisten Viktoria Köln (2:4) gab Matondo jetzt am Freitagabend sein Comeback. Und das durchaus ordentlich: Der Offensivmann erzielte ein Kopfballtor zum zwischenzeitlichen 2:2-Ausgleich und hatte noch weitere Offensivaktionen, die er aber nicht kaltschnäuzig genug zum Abschluss brachte.

Körperliche Defizite aufarbeiten

„Rabbi hat vier Wochen gar nichts gemacht, weil seine Wunde am Fuß immer wieder genässt hat. Er hat wahrscheinlich weniger Sport gemacht als Sie und ich zusammen“, stellte Schalkes Trainer Wagner beim Gespräch in kleiner Journalistenrunde fest. Was Wagner damit ausdrücken wollte: Matondo muss vor allem körperliche Defizite aufarbeiten.

Während seine Schalker Teamkollegen in Österreich den Höhepunkt der Vorbereitung absolvierten und sich anschließend im Pokal gegen Drochtersen/Assel (5:0) sowie in der Bundesliga gegen Borussia Mönchengladbach (0:0), Meister Bayern München (0:3) und Hertha BSC (3:0) wichtige Wettkampfpraxis holten, schuftete Matondo mit angezogener Handbremse in der Reha.

Wagner übt keinerlei Druck aus, sondern setzt bei seinem Offensiv-Talent auf Geduld. Dass Rabbi Matondo, der in der Winter-Transferperiode von Manchester City in den Ruhrpott gelotst wurde, Schalke auf lange Sicht helfen kann, davon geht der Trainer definitiv aus. „Er hat in den drei Trainingseinheiten vor unserem Köln-Test schon vor Spielfreude gesprüht“, bilanziert Wagner. Bis Matondo die Spielfreude in einem Bundesliga-Spiel zeigen kann, wird es allerdings noch einige Zeit dauern.

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