Fußball-Kreispokal

Der SV Horst 08 und YEG Hassel machen es sehr deutlich

Dreimaliger Torschütze: Berhan Eren gelangen die Treffer zum 2:0, 4:0 und

Dreimaliger Torschütze: Berhan Eren gelangen die Treffer zum 2:0, 4:0 und

Foto: Joachim Kleine-Büning

Horst/Hassel.   Die beiden Westfalenligisten ziehen gegen Erle 19 beziehungsweise F.S.M. Gladbeck locker ins Halbfinale des Fußball-Kreispokals ein.

Vor Pokalspielen halten sich Fußballtrainer oft zu lange mit Phrasen auf. Ja, natürlich ist der Underdog brandgefährlich. Nicht so bei den beiden ersten Viertelfinalspielen im Kreispokal. Zweimal hieß es dort Westfalenliga gegen Kreisliga A, drei Ligen Klassenunterschied. Phrasen gab es aber weder von Horsts Trainer Jens Grembowietz noch von YEG Hassels Trainer Hakan Karabal zu hören. Beiden war klar: Das Spiel müssen, wollen und werden wir gewinnen. Und sie behielten recht. Der SV Horst 08 schlug Erle 19 mit 10:2 (4:2), und YEG warf F.S.M. Gladbeck mit 8:0 (4:0) raus.

Besonders rasant ging es in Horst los. Dario Krüger, Samir Bouachria und Oguz Karagüzel brachten die Gastgeber mit 3:0 in Führung, da waren keine fünf Minuten gespielt. „Das habe ich in der Form, seit ich beim Fußball bin, noch nie erlebt. Und ich habe mit drei Jahren angefangen zu spielen“, staunte Jens Grembowietz. Aber: „So etwas kann Fluch und Segen sein. Im Kopf entsteht dann schnell der Trugschluss, dass das ein entspannter Abend wird.“ Fünf Gänge habe sein Team rausgenommen. Erle erkannte die Chance und ergriff sie. Sebastian Hockarth und Daniel Reimann trafen, und plötzlich war es wieder ein ganz enges Pokalspiel. Jens Grembowietz war alles andere als begeistert. „Es ist auch schwierig, den Hebel dann wieder umzulegen“, sagte er.

Jens Grembowietz spricht Erle 19 ein Lob aus

Doch Horst schaffte es, die fünf verloren gegangenen Gänge wieder hochzuschalten und erhöhte noch vor der Pause auf 4:2. „Wir haben die Ernsthaftigkeit schnell wieder reinbekommen“, freute sich Jens Grembowietz und lobte die Einstellung seiner Spieler in Durchgang zwei: „Da haben wir dann nicht mehr lockergelassen.“

Bis auf 10:2 schoss sich Horst hoch, dann trudelte das Spiel aus. Doch zwischendurch hatte der Kreisligist dem Westfalenligisten durchaus Probleme bereitet. „Erle 19 hat eine sehr ordentlich Truppe“, sagte Jens Grembowietz.

1:0 nach zwei Minuten

Keine Probleme bereitete F.S.M. Gladbeck dem anderen Westfalenligisten der Stadt, YEG Hassel. „Da hätte ich mehr Kampfgeist erwartet. Aber vielleicht hat ihnen auch das frühe 1:0 schon das Genick gebrochen“, sagte Trainer Hakan Karabal. Dieses 1:0 fiel nämlich wie auch in Horst sehr früh, in der zweiten Minute netzte Faruk Gülgün ein. Danach stellte sich nur noch die Frage nach der Höhe des Sieges. „Manchmal neigen Spieler ja dazu, gegen einen Kreisligisten Beinis oder Fummelaktionen auszupacken. Aber wir waren null arrogant“, sagte Hakan Karabal. Aus dem 4:0 zur Halbzeit machte YEG einen 8:0-Endstand. Und es hätten noch mehr Tore sein können, „wenn wir nicht so oft den Torwart angeschossen hätten“, sagte Hakan Karabal.

Am Ende kamen beide Westfalenligisten also souverän ins Halbfinale. „Wenn wir schon mal hier sind, wollen wir das Ding auch durchbringen. Es wird schwer, aber wir haben Ambitionen, den Pokal zu gewinnen“, sagt Jens Grembowietz. Und Hakan Karabal sieht das genauso: „Für uns ist das der einzige Wettbewerb, in dem wir noch etwas reißen können.“ Für beide gilt aber auch: Priorität hat die Liga. Dort treffen YEG und Horst am Sonntag aufeinander. Im Duell zweier Schnellstarter.

>>DIE SSV BUER TRIFFT AM DIENSTAG AUF ADLER FELDMARK

  • Die Kreispokal-Runde wird in der kommenden Woche mit den Begegnungen zwischen der SSV Buer und Adler Feldmark (Dienstag, 19. März, 19 Uhr) sowie Union Neustadt und dem Erler SV 08 (Mittwoch, 20. März, 19 Uhr) abgeschlossen.
  • Nur der Kreispokalsieger qualifiziert sich für den Wettbewerb auf Verbandsebene.

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