Schalke

Der Belgier Benito Raman ist die Rennmaus auf Schalke

Benito Raman gilt als Hoffnungsträger in der Offensive des FC Schalke 04.

Benito Raman gilt als Hoffnungsträger in der Offensive des FC Schalke 04.

Foto: Marcel Engelbrecht / firo

Gelsenkirchen.  Seit fünf Jahren trägt Benito Raman den Spitznamen Speedy Gonzales. Einst hat er für Jürgen Klinsmann beziehungsweise dessen Sticker geschwärmt.

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Er gilt als Hoffnungsträger in der Offensive des Fußball-Bundesligisten FC Schalke 04: Benito Raman, der von Fortuna Düsseldorf gekommen ist. Im Interview mit dem Schalker Kreisel erzählt der Belgier Sportliches und auch Privates. Deshalb wird unter anderem bekannt, dass sein Start bei den Königsblauen nicht wirklich optimal verlaufen ist. „Das war komplizierter als gedacht“, sagt der 24-Jährige. „Als Neuling im Team musste ich singen und war nervöser als in all meinen Duellen auf dem Feld.“

Und was hat er gesungen? „Ich habe es mit einem flämischen Lied aus meiner Heimat probiert“, sagt er. „Das war nicht so clever. Weil keiner das Stück kannte, haben mich die Jungs mit Songwünschen bombardiert.“ Schon eher ist da bekannt, dass Benito Raman einen Spitznamen hat, nämlich den der schnellsten Maus von Mexiko. „Vor fünf Jahren hat man mich in Gent wegen meiner Sprints Speedy Gonzales getauft“, erzählt er – auf Englisch, weil er sich mit der deutschen Sprache noch nicht so sicher fühlt und gemeinsam mit Rabbi Matondo und Ozan Kabak daran arbeit, diese gut und flüssig zu sprechen. „Seitdem begleitet mich der Spitzname. In Düsseldorf hat ein Fanklub sogar eine entsprechende Fahne gebastelt. Nun hoffe ich, dass auch die Schalker die mexikanische Rennmaus in mir erkennen werden.“

Düsseldorfs 4:0-Sieg: „Ich schaue mir das Spiel jede Woche an“

Gab es denn für einen so schnellen Mann, der vor Kurzem seine Freundin Charline geheiratet hat, die regelmäßig seine Launen ertragen muss, auch eine sportliche Alternative? „Einige Menschen hatten mir nahegelegt, mich im 100-Meter-Sprint zu versuchen“, antwortet Schalkes Nummer 9. „Aber warum? Nur weil ich schnell bin? Ich wollte spielen, nicht bloß rennen. Das konnte ich beim Fußball.“ Und inzwischen ist es auch so, dass Benito Raman nicht nur schnell ist. „Im Abschluss“, erzählt er, „habe ich mich in den vergangenen Jahren verbessert, weil ich mehr Wert auf Präzision lege. Früher habe ich fünf oder sechs Chancen für ein Tor benötigt. Nun sind es weniger.“ Ein Treffer gelang ihm ja auch, als er sich in der vergangenen Saison mit der Fortuna mit 4:0 in der Veltins-Arena durchsetzte.

Eine schöne Erinnerung? „Ich schaue mir das Spiel jede Woche an“, sagt Benito Raman, der 2015 mit KAA Gent Meister Belgiens war. „Nicht unbedingt, weil ich mit meiner Mannschaft so hoch gewonnen habe, sondern weil mich das Stadion und die Atmosphäre beeindruckt haben. Und es macht mich stolz zu sehen, dass mir persönlich an dem Tag sehr viel Gutes gelungen ist.“

Bewunderung für Zlatan Ibrahimović und Lionel Messi

Nun hofft Benito Raman, dass ihm auch im Trikot des FC Schalke 04 einiges Gutes gelingen wird. Vielleicht schon am Samstagabend gegen den FC Bayern München. Zumal er nun noch mehr im Rampenlicht steht. „Jeder in meiner Heimat kennt den Klub, er zählt zu den größten in Deutschland“, sagt er. „Viele Belgier und Niederländer haben bereits das königsblaue Trikot getragen. Zudem lieben die Fans Spieler, die für ihr Team kämpfen. Und ich bin jemand, der bis zum Ende kämpft.“

Benito Raman ist auch jemand, der mal ein deutsches Vorbild hatte: Jürgen Klinsmann. Warum? „Erklären kann ich das nicht so genau“, antwortet er. „Aber in meinem Panini-Heftchen war er der wertvollste Sticker für mich. Und heute? „Ich bewundere Zlatan Ibrahimović und Lionel Messi für deren Spielstil.“

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