Teampokal Dreiband

Der BC Grüner Tisch Buer scheidet im Halbfinale aus

Stefan Hetzel lag im Halbfinale gegen den Deutschen Meister Cengiz Karaca in Führung, musste aber noch den Ausgleich hinnehmen.

Stefan Hetzel lag im Halbfinale gegen den Deutschen Meister Cengiz Karaca in Führung, musste aber noch den Ausgleich hinnehmen.

Foto: Andreas Hofmann

Krefeld/Velbert.  Nach Siegen gegen den MBC Duisburg und Elfenbein Höntrop ist für die Bueraner im Pokal erst im Halbfinale gegen Berlin Endstation.

Freud und Leid lagen bei den Billardspielern des BC Grüner Tisch Buer im Teampokal Dreiband nicht weit auseinander. In dem traditionellen Wettbewerb, dem deutschen Pokal, erreichte die Zweitliga-Mannschaft nach Siegen gegen den MBC Duisburg und Elfenbein Höntrop zwar das Halbfinale, schied dort aber gegen den BC International aus Berlin knapp aus und verpasste damit den fünften Endspieleinzug seit 2009.

„Wir haben wieder mal ein Halbfinale erreicht und Bronze gewonnen. Ich glaube, dass unser Verein in den vergangenen zehn Jahren die meisten Halbfinals erreicht hat. Das ist das Positive“, sagte Teamkapitän Stefan Galla. Recht hat er: Seit 2009 kam GT Buer nun bereits zum neunten Mal in die Vorschlussrunde. Nur 2010 und 2018 war vorher Schluss. Stefan Galla: „Schade ist sicherlich, dass wir die Chance mit einem leichten Gegner aus Berlin nicht genutzt haben. Es wäre schön gewesen, mal wieder ein Finale zu spielen.“

Die Bottroper Billard-Akademie holt sich den Titel

Im Halbfinale gegen den BC International im Vereinsheim des BSV Velbert lagen die Vorteile zunächst beim GT Buer. Stefan Galla gewann deutlich gegen Sung Jin Kown mit einem Durchschnitt von 1,428 und 22 Punkten Vorsprung. Doch Norbert Ohagen gab gegen den Deutschen Vizemeister im Dreiband, Hakan Celik, elf Punkte ab. Dennoch hatte Buer zur Halbzeit einen Vorsprung von elf Zählern.

In der zweiten Runde verlor aber Markus Galla trotz guter Leistung gegen den stark aufspielenden Norbert Roestel und gab 18 Punkte ab. Zu diesem Zeitpunkt jedoch führte Stefan Hetzel gegen den Deutschen Dreibandmeister Cengiz Karaca beim 32:24 mit acht Punkten Vorsprung. Er hätte gewinnen müssen und Cengiz Karaca nur 32 Bälle machen dürfen – dann wäre Buer im Endspiel gewesen. Doch der Berliner drehte die Partie, und beim 34:34 wurde die Partie abgebrochen – 5:3 für den BC International. Die Hauptstädter verloren anschließend das Finale gegen die Bottroper Billard-Akademie mit 3:5.

Klarer Sieg gegen den MBC Duisburg

Einen Tag zuvor wurden die Achtel- und Viertelfinals gespielt. GT Buer hatte in Krefeld mit dem MBC Duisburg einen leichten Gegner für das Achtelfinale zugelost bekommen. Bereits nach den ersten beiden Spielen stand es 4:0. Stefan Hetzel gewann gegen Ali Ibraimov mit 22 Punkten Vorsprung und einem Schnitt von 1,481. Norbert Ohagen legte bei seinem Sieg gegen Bajram Ibraimov noch einmal zehn Punkte Vorsprung drauf. Den Sieg perfekt machte Stefan Galla mit seinem Sieg gegen Amir Ibraimov mit 24 Punkten Vorsprung und einem Schnitt von 1,290. Markus Galla verlor dagegen trotz guter Leistung gegen Sascha Ciupke – 6:2 für GT Buer.

Im Viertelfinale trafen die Bueraner dann auf den BC Elfenbein Höntrop, gegen den sie in der vergangenen Saison in der 2. Bundesliga nicht gewinnen konnten und der schließlich erstmals in die 1. Bundesliga aufgestiegen ist. Es war eine spannende Angelegenheit. Alle Partien wurden parallel ausgetragen.

Bundesliga-Start am 14. September

Als Erster war Stefan Galla fertig. In einem Duell zweier schnell spielender Akteure setzte er sich gegen den Niederländer John Tijssens mit zwölf Punkten Vorsprung durch. Markus Galla gab aber fünf Bälle gegen Kersten Reinartz ab. Und auch Norbert Ohagen unterlag, jedoch nur knapp mit zwei Punkten gegen Matthias Meske. Buer lag nun zwar mit 2:4 zurück, hatte aber fünf Punkte Vorsprung. Stefan Hetzel musste also gegen Markus Pfeifer nur gewinnen. Das tat er auch. Nach einem 31:31-Zwischenstand setzte er sich mit 40:32 durch – 4:4 und 153:140 Bälle für GT Buer.

„Das Wochenende hat gezeigt, dass wir an unserer Form noch arbeiten müssen. Das war noch nicht gut“, sagte Stefan Galla. „Schön ist aber, dass die Saison endlich losgeht. Ich freue mich schon auf den Start in zwei Wochen, wenn wir unsere ersten zwei Heimspiele haben.“

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