Schalke-Kommentar

Den Schalker Profis fehlt die Harmonie der U-23-Mannschaft

Geschlossen vor den Fans: Aber sind die Bundesliga-Fußballer des FC Schalke 04 auch eine Einheit? Eine Spaßfußball-Gemeinschaft wie die U 23 des Vereins, die am Montag in die Regionalliga aufgestiegen ist, sind sie jedenfalls nicht.

Geschlossen vor den Fans: Aber sind die Bundesliga-Fußballer des FC Schalke 04 auch eine Einheit? Eine Spaßfußball-Gemeinschaft wie die U 23 des Vereins, die am Montag in die Regionalliga aufgestiegen ist, sind sie jedenfalls nicht.

Foto: Jürgen Fromme/firo

Gelsenkirchen.   Von der eingeschworenen Truppe, die Schalkes Stürmer Guido Burgstaller erst kürzlich beschrieben hat, ist nichts zu sehen. Ein Kommentar.

Die U-23-Kicker des FC Schalke 04 werden 2019/20 wieder in der Regionalliga spielen: Das ist eine gute Nachricht, die unter anderem dafür sorgt, dass es in diesen Tagen auch hier und da ein königsblaues Lächeln gibt.

Gerald Asamoah zum Beispiel, der gerade Teammanager des Bundesliga-Viertletzten ist, hatte am Montagnachmittag beim 7:0-Sieg der Schalker U 23 mal wieder richtig Spaß. Auch Nassim Boujellab und Jonas Carls am Spielfeldrand sowie Ahmed Kutucu und Cedric Teuchert auf dem Rasen genossen es, mal wieder erfolgreich zu sein.

Torsten Fröhling hat eine tolle Gemeinschaft gebildet

Eigentlich ließe sich ja jetzt ein einfaches Rezept daraus ziehen: Harmonie in der Mannschaft bedeutet mehr als die halbe Miete. Dazu aber später mehr. Jetzt wollen wir erst einmal vielmehr loben, dass die Verantwortlichen der Knappenschmiede aus der enttäuschenden vergangenen Saison – nur Oberliga-Rang sechs als Regionalliga-Absteiger – die richtigen Schlüsse gezogen haben.

An erster Stelle muss wohl Trainer Torsten Fröhling genannt werden, der die Schalker U 23 nicht nur in die Regionalliga zurückgeführt hat, sondern dies auch noch ganz souverän. Dem 52-Jährigen ist es offensichtlich sehr gut gelungen, aus einer Ansammlung guter, talentierter Spieler auch eine Spaßfußball-Gemeinschaft zu bilden. Das 7:0 am Montag gerade einmal vier Tage nach dem enttäuschenden 1:2 beim SV Schermbeck war wohl ein Paradebeispiel.

So schrecklich wie beim 2:5 gegen Hoffenheim

Womit wir dann wieder bei den Profis angelangt wären, den Schalker Profis, wohlgemerkt. Es ist zwar noch gar nicht lange her, dass Stürmer Guido Burgstaller von einer eingeschworenen Truppe berichtet hat. Genau das scheint aber das Problem zu sein.

Dieser Bundesliga-15., über dessen limitierte fußballerische Qualitäten es immer weniger Diskussionen gibt, ist anscheinend keine Gemeinschaft. Deshalb sieht es dann auf dem Rasen auch so schrecklich aus wie beim 2:5 gegen Hoffenheim und nicht so schön wie beim 7:0-Sieg der U 23 gegen Siegen.

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