Snooker Bundesliga

Den Billardclub SB Horst erwarten zwei Knaller zum Auftakt

Jean-Luca Nüßgen, Kapitän des Schwarz-Blau Horst-Emscher, tritt mit seiner Mannschaft in der 1. Snooker-Bundesliga an.

Foto: Martin Möller

Jean-Luca Nüßgen, Kapitän des Schwarz-Blau Horst-Emscher, tritt mit seiner Mannschaft in der 1. Snooker-Bundesliga an.

Gelsenkirchen-Horst.   Der SB Horst in der 1. Snooker-Bundesliga trifft direkt auf den Deutschen Meister und den Vizemeister. Ein Interview mit Kapitän Jean-Luca Nüßgen

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Am Samstag startet der Billardclub Schwarz-Blau Horst-Emscher in die 1. Snooker Bundesliga. Die WAZ sprach mit dem Kapitän der Horster, mit dem 27-jährigen Snooker-Spieler Jean-Luca Nüßgen, über das erste Bundesliga-Wochenende, neue Spieler im Team und sein Idol.

Sie sind in der vergangenen Spielzeit mit Ihrem Team in die Bundesliga aufgestiegen. Was ist ihr Saisonziel?

Jean-Luca Nüßgen: Die Saison wird nicht einfach. Wir haben zwar auch schon in der ersten Liga gespielt, sind jetzt als Aufsteiger aber natürlich der Außenseiter. Da kann man nicht erwarten, dass wir direkt um die Medaillen mitspielen. Klar ist das Ziel der Klassenerhalt. Dazu müssten wir allerdings mindestens den sechsten Platz belegen.

Wäre der Klassenerhalt damit in trockenen Tüchern?

Nein, wir kämen dann in die Relegation. Die Teams auf den Plätzen sieben und acht steigen direkt ab. Die Konkurrenz ist aber sehr groß. Wir starten ja schon mit zwei Knaller-Partien.

Sie sprechen es an, zum Start der Saison treffen Sie mit Ihrem Team im ersten Heimspiel am Samstag direkt auf den amtierenden Deutschen Meister 1. SC Mayen-Koblenz. Was haben Sie sich für diese Partie vorgenommen?

Wir müssen direkt zum Saisonbeginn unsere besten Leistungen abrufen. Auch unser Gegner am Sonntag, die TSG Heilbronn, ist als Vizemeister sehr spielstark. Eventuell, wenn es sehr gut läuft, ist vielleicht ein Punktgewinn drin. Von einem Sieg können wir aber nicht ausgehen. Die beiden Teams sind momentan auf einem anderen Niveau. In Heilbronn spielt unter anderem der amtierende Deutsche Meister Richard Wienold.

Wie sieht es personell in Ihrer Mannschaft aus? Gab es Veränderungen?

Wir treten mit sechs Spielern aus der Vorsaison an und haben noch zwei neue Spieler in unseren Reihen. Das sind der Belgier Julien Leclercq und der Ire Mark Tuite. Beide sind sehr gute Spieler und wir hoffen natürlich, dass die beiden den ein oder anderen Punkt für uns holen.

Jetzt, wo der B.C. in der ersten Liga spielt, erwarten Sie auch mehr Zuschauer?

Ich denke schon, dass der ein oder andere Zuschauer mehr seinen Weg zu uns ins Vereinsheim an der Turfstraße finden wird. Auch in der vergangenen Saison waren schon Leute bei den Spielen, die weder zu unseren noch zu den Anhängern unserer Gegner zählten.

Sie selbst sind kürzlich Deutscher Meister im 6reds-Snooker geworden. Wie unterscheidet sich diese Variante zu dem üblichen Snooker?

Die bekannte Snooker-Variante ist die mit den 15 roten Kugeln. Beim 6reds wird eben nur mit sechs roten Kugeln gespielt. Ansonsten sind die Regeln gleich. Das Spiel gestaltet sich bei der 6reds-Variante vielleicht sogar ein bisschen schwerer, weil schon ein Spielgewinn nach einigen guten Bällen hintereinander möglich ist. Kleine Fehler werden vom vielleicht auch etwas schlechteren Gegner also meist direkt bestraft.

Und gehen Sie jetzt noch selbstbewusster in die Bundesliga-Saison?

Das war mein erster Deutscher-Meister-Titel. Klar bin ich auch stolz, dass ich in der Variante der beste Spieler in Deutschland bin.

Und was haben Sie sich persönlich für die Spielzeit vorgenommen?

Die Mannschaften stehen in der Bundesliga natürlich im Vordergrund. Es gibt aber auch für jeden einzelnen Spieler eine Statistik und es wird auch eine Rangliste erstellt. In der Rangliste möchte ich, wenn möglich, unter den Top-Ten landen und eine Gewinnquote von etwa 60 bis 70 Prozent erreichen.

Haben Sie ein Vorbild? Gibt es jemanden bei dem Sie sagen: So möchte ich mal spielen können?

Ja! Das ist Ronnie O’Sullivan. Er ist fünffacher Weltmeister, derzeit Weltranglistenzweiter und der populärste Snooker-Spieler der Welt. Als ich das erste Mal Snooker gesehen habe, hat er gespielt. Seitdem bin ich fasziniert von seiner Spielweise. Er hat einfach etwas Mitreißendes.

>>> 18-jähriges Talent im Team

Für den BC Horst geht in dieser Saison auch der U21-NRW-Meister Daniel Sciborski an den Start. Der erst 18-jährige Snooker-Spieler nahm auch an der U18-EM in Sofia teil.

Außerdem im Team: Kapitän Jean-Luca Nüßgen, Kobe Vanoppen, Diana Stateczny, Wolfgang Scheder, Christian Prager und die beiden neuen Spieler Julien Leclercq (Belgien) und Mark Tuite (Irland).

Die Saison beginnt für den BC SB Horst-Emscher am Samstag um 14 Uhr an der Turfstraße 16-18 gegen den 1. SC Mayen-Koblenz. Am Sonntag geht es um 11 Uhr los. Dann treffen die Horster ebenfalls an der Turfstraße auf die TSG Heilbronn.

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