Schalke 04

Nach Moukoko-Beleidigungen: Schalke sucht nach den Tätern

Der DFB-Kontrollausschuss untersucht die möglicherweise rassistischen Beleidigungen gegen Dortmunds Youssoufa Moukoko – hier gegen Schalkes Arbnor Aliu –, der alle drei Treffer zum 3:2-Sieg des BVB in Gelsenkirchen erzielte.

Der DFB-Kontrollausschuss untersucht die möglicherweise rassistischen Beleidigungen gegen Dortmunds Youssoufa Moukoko – hier gegen Schalkes Arbnor Aliu –, der alle drei Treffer zum 3:2-Sieg des BVB in Gelsenkirchen erzielte.

Foto: Thorsten Tillmann

Frankfurt.  Die Beleidigungen gegen Youssoufa Moukoko sollen nicht folgenlos bleiben. Sowohl der DFB als auch Schalke 04 haben Ermittlungen aufgenommen.

Das Revierderby in der A-Junioren-Bundesliga zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Dortmund, das die Schwarz-Gelben am Sonntagvormittag im Parkstadion mit 3:2 (2:1) für sich entschieden haben, könnte ein Nachspiel haben. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wird die untersuchen.

Thomas Bergmann, das für die A-Junioren-Bundesliga zuständige Mitglied des DFB-Kontrollausschusses, sagt: „Der Deutsche Fußball-Bund duldet grundsätzlich keinerlei Rassismus auf seinen Plätzen und tritt jeglicher Form davon entschieden entgegen. Anfang der Woche wird der Kontrollausschuss Ermittlungen aufnehmen und den Vorfall untersuchen.“

Auch Schalke 04 hat angekündigt, denn Fall aufzuarbeiten und die Täter ermitteln zu wollen. „Der FC Schalke 04 hat das ihm zur Verfügung gestellte Audio- und Videomaterial des Spiels ausgewertet und arbeitet nunmehr intensiv an der Identifikation der verantwortlichen Personen“, teilte der Club am Montagabend auf seiner Homepage mit.

Youssoufa Moukoko erzielt alle drei Treffer für Borussia Dortmund

Youssoufa Moukoko hatte im Spiel der U-19-Bundesliga-Staffel West auf Schalke alle drei Tore zum 3:2-Sieg seiner Dortmunder Mannschaft erzielt und „war anschließend“, so steht es auf der Internet-Seite des Deutschen Fußball-Bundes, „aus dem Zuschauerbereich beleidigt worden“. Der Kontrollausschuss werde unter anderem der Frage nachgehen, ob dabei auch rassistische Beschimpfungen gefallen seien.

Als Youssoufa Moukoko, der deutsche U-20-Nationalspieler, sein drittes Tor zur Dortmunder 3:1-Führung in Gelsenkirchen bejubelt hatte, war er von den Rängen beleidigt worden. Die Rufe waren im Livestream des Spiels, den der Deutsche Fußball-Bund auf Youtube veröffentlichte, deutlich zu hören. „Leg dich ins Grab“ oder „Ich brech’ dir alle Knochen“ gehörten zu den Anfeindungen gegen den jungen Ausnahmestürmer, der zudem als „Hurensohn“ bezeichnet wurde. Ein Zuschauer rief: „Verpiss Dich, Du schw...“, brach dann aber ab. (fs)

Leserkommentare (1) Kommentar schreiben