Luftgewehr Bundesliga

Buer-Bülse siegt und ist seit zwei Jahren Spitzenreiter

Robin Zissel gewann seine beiden Duelle und holte damit zwei Punkte zum Bundesliga-Auftakt für den BSV Buer-Bülse.

Robin Zissel gewann seine beiden Duelle und holte damit zwei Punkte zum Bundesliga-Auftakt für den BSV Buer-Bülse.

Foto: Thomas Schmidtke

Braunschweig.   Der BSV Buer-Bülse ist mit zwei 4:1-Siegen in die Luftgewehr-Bundesliga gestartet. Damit ist das Team seit zwei Jahren Spitzenreiter.

Istvan Peni meldete sich sofort nach den beiden Schießen aus Buenos Aires. Der ungarische Olympiaschütze, Nummer eins beim Luftgewehr-Bundesligisten BSV Buer-Bülse, musste zum Liga-Auftakt passen, weil er als Botschafter seines Landes bei den Olympic Youth Games in Argentinien ist. „Gut gemacht“, meinte er von Kontinent zu Kontinent. Sein Team hatte in Braunschweig jeweils 4:1 gegen den SV Wissen und den SC Wieckenberg gewonnen.

Auch Trainer Frank Pawelke war zufrieden: „Wir sind jetzt punktgleich mit Mengshausen und dem SB Freiheit in der Tabelle vorne“, sagt er. „Damit sind wir seit zwei Jahren ununterbrochen Spitzenreiter der Bundesliga.“ Das muss man erstmal schaffen.

Nur: Deutscher Meister war Buer-Bülse während dieser Jahre nicht. Denn die Mannschaft war in der Playoff-Runde, in der es dann um den Titel geht, immer früh raus. Das soll sich in dieser Saison ändern, so stellt es sich zumindest Trainer Pawelke vor.

Der Saisonauftakt hat bereits funktioniert. Für den Ungar Istvan Peni wurde die Norwegerin Jenny Stene als Nummer eins eingeflogen (die WAZ berichtete). Doch ausgerechnet die 20-Jährige war es, die sowohl gegen den Wissener SV (391:393 gegen Pea Smeets) und gegen Wieckenberg (396:400 gegen Stine Holtze Nielsen) den jeweiligen Punkt abgeben musste.

„Sie war danach völlig geknickt“, so Frank Pawelke. „Wir haben sie aber wieder aufgebaut, denn sie ist eine sehr gute Schützin.“ Der BSV Buer-Bülse will auch in Zukunft auf ihre Dienste zurückgreifen. „Vielleicht kommt sie noch einmal im Januar zu uns“, sagt der Trainer.

Die übrigen vier Schützen des BSV Buer Bülse - Robin Zissel, Dennis Welsch, Leila Hoffmann und Lisa Tüchter - holten beim zweitägigen Wettkampf in Braunschweig jeweils zwei Punkte. Wobei der Vergleich mit Wieckenberg am zweiten Tag trotz des eigentlich klaren 4:1 für Stress sorgte. Das Schießen selbst dauert immer jeweils 50 Minuten. „In den ersten 30 Minuten davon bin ich um zehn Jahre gealtert“, so Trainer Pawelke.

Eine halbe Stunde lang lagen alle fünf Schützen des BSV nämlich hinten. Robin Zissel hatte sogar nach 20 von 40 Schuss fünf Ringe Rückstand auf Melissa Ruschel. Eigentlich ist die Sache damit erledigt, aber nicht für Zissel. Er ist ein Schütze, der nach hinten raus alles aufholen kann. So auch diesmal.

Zissel ließ sich nicht abschütteln, holte Ring um Ring auf, und seine Gegnerin - immerhin WM-Teilnehmerin - verlor die Nerven. Als sie am Ende nur noch eine „8“ traf, ging gar nichts mehr, und Zissel siegte 392:387.

Ähnlich eng ging es bei Dennis Welsch, Leila Hoffmann und Lisa Tüchter zu, doch am Ende hatten alle ihre Duelle gewonnen. „Ein toller Wettkampf“, strahlte Pawelke. „Das ist unsere Stärke, mit unserer Mentalität sind wir nie abzuschreiben.“

Zwei Jahre lang an der Tabellenspitze der Bundesliga ist man eben nicht durch Zufall.

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