Basketball

Blind Date zum Trainingsauftakt des FC Schalke 04

Ist einer der nordamerikanischen Hoffnungsträger:

Foto: University of Colorado Boulde

Ist einer der nordamerikanischen Hoffnungsträger: Foto: University of Colorado Boulde

Gelsenkirchen.  Trainer Raphael Wilder kennt die neuen Spieler aus Nordamerika bisher noch nicht persönlich. Das erste Mal treffen sie sich in der Sporthalle.

Das erste Spiel in der 2. Basketball-Bundesliga ProA steht für den Aufsteiger FC Schalke 04 am 22. September auf dem Programm. An diesem Mittwoch, 1. August, beginnen die königsblauen Korbjäger mit der Vorbereitung auf die neue Saison. Beim ersten Training in der Halle an der Mühlbachstraße in Erle werden auch die US-Boys Dominique Collier und Brandon Parrish sowie der Kanadier Mamadou Gueye, die drei Zugänge mit nordamerikanischen Wurzeln, mit dabei sein.

„Darauf habe ich bestanden“, sagt Headcoach Raphael Wilder. Er war die treibende Kraft bei der Verpflichtung der neuen Spieler, allen voran der ausländischen Spieler. „Es ist leichter, gute Spieler für die ProA zu bekommen als für die ProB“, sagt der 65-Jährige. Die ProA hat den Vorteil, dass sie die letzte Stufe auf dem Weg in die BBL ist, sozusagen das Sprungbrett dorthin. Das macht diese Spieler auch für die Basketballer aus Übersee so interessant.

Die Agenten wissen, dass die Schalker einen Trainer haben, der Spieler besser machen kann. Deshalb haben sie ihre Leute gerne in Gelsenkirchen untergebracht – vor allem mit dem Ziel, dass sie von Raphael Wilder auf das nächste Level gebracht werden.

Wenn sich Raphael Wilder und die nordamerikanischen Zugänge am ersten Trainingstag begegnen, dann ist das auch eine Art Blind Date. Sie haben sich bisher noch nicht gesehen, sie kennen sich vom Hörensagen und starten die Zusammenarbeit mit hohen Erwartungen, weil sie bislang sehr viel Gutes voneinander erfahren haben. Aber: Nicht immer endet ein hoffnungsvolles Kennenlernen mit einem Happy End.

„Wie gut wir als Aufsteiger in der ProA abschneiden werden, hängt im Wesentlich davon ab, ob die neuen nordamerikanischen Spieler einschlagen werden. Sie können auf ihren Colleges gute Leistungen gebracht haben, aber das garantiert nicht, dass sie auch in Europa zurechtkommen“, betont Raphael Wilder. „Wenn die Amerikaner nicht gut sind, läuft jede Mannschaft in dieser Spielklasse große Gefahr, unter den beiden Absteigern zu sein.“

Angesichts der Möglichkeiten, die Schalke den neuen Spielern bieten kann, ist Raphael Wilder sehr zufrieden mit der Zusammensetzung des Kaders 2018/19. „Wir haben fast jeden bekommen, den wir wollten“, betont er. Sehr beeindruckt waren die neuen Spieler vor allem von den Möglichkeiten der physiotherapeutischen Versorgung im medicos.AufSchalke, dem Gesundheitspartner der Basketballer. Holger Just, das Urgestein in der Basketball-Abteilung, leistet dort mit seinen Leuten hervorragende Arbeit.

Auf die Einrichtung in der Nähe der Veltins-Arena freuen sich natürlich auch die deutschen Zugänge wie die bisherigen BBL-Akteure Björn Rohwer und Lars Wendt, die Raphael Wilder gut kennt und von denen er überzeugt ist, dass sie Verstärkungen darstellen können. „Bei der Zusammensetzung des Teams bin ich so vorgegangen, dass ich für die im Vorjahr weniger gut besetzte Center-Position deutsche Spieler verpflichtet habe, um anschließend Nordamerikaner als Guards zu holen“, erklärt der erfahrene Coach. Die nächsten Wochen bis zum Saisonstart in Paderborn will er dazu nutzen, um das Team zu einer Einheit zu formen. „Wie passen die einzelnen Spieler zusammen? Das ist stets die große Frage“, führt er aus. Bis auf den aus Bochum gekommenen Michael Haucke trainieren alle Akteure unter Vollprofi-Bedingungen, das heißt: oft sogar zweimal am Tag.

Viel Laufarbeit in der Vorbereitung

„Zu Beginn der Vorbereitung wird viel Laufarbeit auf dem Programm stehen“, verrät er. „Das wird für die Spieler sehr anstrengend sein, aber es ist nun einmal die trainingsintensivste Zeit der Saison.“ Eine Zeit, die hin und wieder durch Testspiele und durch Turniere aufgelockert wird.

Die Turniere finden statt am 1. und 2. September in Iserlohn mit Spielen gegen Gießen (ProB), gegen den Gastgeber (ProB) und gegen Paderborn (ProA) sowie am 8. und 9. September in Herford mit Spielen gegen Oldenburg (ProB), gegen Itzehoe (ProB) und gegen den dortigen Gastgeber (1. Regionalliga). In den Testspielen treten die Schalker am 18. August (16 Uhr) in Rhöndorf (ProB), am 25. August (18.30 Uhr) in Münster (ProB), am 12. September (20.30 Uhr) in Bochum (ProB) und am 16. September (16 Uhr) zu Hause gegen Leverkusen (ProB) an.

Richtig ernst wird es dann am 22. September – mit dem Meisterschaftsauftakt bei den Uni Baskets in Paderborn.

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