Coronavirus

Auch Trainingsbetrieb tabu: Gelsensport sperrt Sportanlagen

Gelsensport hat alle kommunalen Außen-Sportanlagen bis auf Weiteres gesperrt.

Gelsensport hat alle kommunalen Außen-Sportanlagen bis auf Weiteres gesperrt.

Foto: Walter Buchholz / WAZ FotoPool

Gelsenkirchen.  Nachdem den Klubs zunächst noch die Entscheidung über die Fortsetzung des Trainingsbetriebs überlassen worden ist, folgt nun eine klare Ansage.

Falls es überhaupt noch einen Sportverein in Gelsenkirchen gab, der trotz Coronakrise über die Fortsetzung des Trainingsbetriebs nachdachte, ist diese Entscheidung nun gefallen: Wie Gelsensport am Freitagabend mitteilte, werden alle kommunalen Sporthallen und Außen-Sportanlagen bis auf Weiteres gesperrt. Der Trainingsbetrieb ist somit ohne zeitliche Begrenzung untersagt.

Am Freitagvormittag war der Entschluss, ob Trainingseinheiten stattfinden dürfen oder nicht, im Rahmen der bis einschließlich 19. April andauernden Spielbetriebs-Unterbrechung des Fußball- und Leichtathletik-Verbands Westfalen (FLVW) noch den Klubs selbst überlassen worden. „Viele Vereine haben den Trainingsbetrieb daraufhin schon von allein ausgesetzt, bei einigen Klubs herrschte aber trotzdem große Verunsicherung. Die Sperrung der Sportanlagen ist nun ein klares Zeichen", erklärt Gelsensport-Geschäftsführer Marco Baron.

Sportfachverbände reagieren am Donnerstag und Freitag

Am Dienstagabend hatte Gelsensport in Abstimmung mit der Stadt zunächst angeordnet, dass angesichts der schnellen Ausbreitung des Coronavirus alle Wettkämpfe unabhängig von der Besucherzahl ohne Zuschauer stattfinden müssen.

Die Entscheidung über eine vollständige Einstellung des Spielbetriebs war anschließend an die einzelnen regionalen Sportfachverbände übertragen worden. Jene reagierten am Donnerstag und Freitag: Erst setzten der Handball- und Basketball-Verband alle anstehenden Spiele ab, später folgten auch der FLVW, die Deutsche Billard-Union sowie der Volleyball- und Tischtennis-Verband.

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