Fußball-Kreisliga A 2

Arminia Ückendorf will trotz des Horror-Starts durchhalten

Foto: Frank Oppitz

Ückendorf.  Yusuf Cok ist neuer Trainer der DJK Arminia Ückendorf, des Tabellenletzten der Gelsenkirchener Fußball-Kreisliga A 2. Schon 54 Gegentreffer.

0:8, 0:10, 1:12, 0:9 und 0:15: Obwohl es bis Halloween eigentlich noch zwei Wochen dauert, ist die Bilanz der DJK Arminia Ückendorf in der Fußball-Kreisliga A 2 schon jetzt ziemlich gruselig. 54 Gegentore kassierten die Grün-Weißen in den ersten fünf Partien. Hinzu kommt noch das 0:2 aus dem Duell mit Spitzenreiter Sportfreunde Bulmke, zu dem die Ückendorfer gar nicht erst antraten. Klar, dass die Arminia mit einer solchen Horror-Bilanz den letzten Platz belegt. Doch was ist überhaupt mit dem Tabellenzwölften der vergangenen Spielzeit passiert?

Nazim Yildiz, Arminias Vorsitzender, hat dafür eine simple Erklärung: „Wir haben vor der Saison neun Spieler verloren, die allesamt Leistungsträger waren. Sie sind mit unserem früheren Trainer mitgegangen“, sagt er und verweist darauf, dass auch die zweite Mannschaft den Verein geschlossen verlassen hat. „Wir bauen deshalb gerade ein neues Team mit jungen Leuten und Spielern von den Altherren auf. Aber was will man von den alten Herren erwarten? Die sind 40 oder noch älter.“

Hüseyin Akcil trainierte zwei Teams

An einem zu kleinen Kader liegt die aktuelle Misere jedenfalls nicht. 28 Mann zählt das Aufgebot. Auch deshalb ist der für viele Kreisligisten angesichts einer solchen Horror-Bilanz übliche Rückzug für Nazim Yildiz keine Option. „Wir werden auf jeden Fall weitermachen. Die Jungs haben eine tolle Moral, ich stehe hinter ihnen“, versichert der 51-Jährige und fügt hinzu: „Wir müssen bis zur Winterpause durchhalten, dann können wir die Mannschaft noch ein bisschen verstärken. Schön wäre es, wenn wir bis dahin ein, zwei Spiele gegen andere schwache Teams gewinnen, damit die Jungs motiviert bleiben.“

Helfen soll der Arminia dabei ein neuer Trainer: Yusuk Cok hat vor zwei Wochen die Nachfolge von Hüseyin Akcil angetreten, der den Verein nach einer kuriosen Aktion verlassen hat: „Hüseyin“, erzählt Nazim Yildiz, „wollte hier eigentlich eine neue Mannschaft aufbauen, hat aber parallel zu seiner Arbeit bei uns einen Herner B-Ligisten trainiert. Da ich nichts davon wusste, hat mir das natürlich nicht gefallen. Wir haben uns dann getrennt.“

Auf Yusuk Cok, der zuvor die A-Junioren der DJK Schwarz-Weiß Gelsenkirchen-Süd trainierte, wurde Nazim Yildiz über dessen Sohn aufmerksam, der für die Arminia spielt. Wie viel Arbeit vor dem neuen Coach liegt, zeigten die ersten beiden Spiele: Gegen die SG Eintracht 07/12 und Adler Feldmark hagelte es satte 24 Gegentore. Ganz schön gruselig.

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