Jugendfußball

0:2 gegen Verl - Patzer der S04-U16 führen zu den Gegentoren

John-Max Kowalski (im Sprung) und die U16-Fußballer des FC Schalke 04 verloren gegen den SC Verl mit 0:2. Auch in der Hinrunde verlor das Team von Trainer Willi Landgraf bereits bei den Ostwestfalen.

John-Max Kowalski (im Sprung) und die U16-Fußballer des FC Schalke 04 verloren gegen den SC Verl mit 0:2. Auch in der Hinrunde verlor das Team von Trainer Willi Landgraf bereits bei den Ostwestfalen.

Foto: Joachim Kleine-Büning

Gelsenkirchen.  In der B-Junioren Westfalenliga unterliegt die Schalker U16 dem SC Verl. Die Ostwestfalen können weiterhin vom Aufstieg in die Bundesliga träumen

Die zarten Hoffnungen der U16 des FC Schalke 04, im Endspurt dieser Saison den zweiten Platz in der Fußball-Westfalenliga der B-Junioren zu erreichen, werden sich wohl nicht erfüllen. Am viertletzten Spieltag unterlagen sie dem SC Verl zu Hause auf dem Kunstrasenplatz am Parkstadion mit 0:2. Die Ostwestfalen, die bereits das Hinspiel mit 4:2 gewannen, haben als Tabellendritter hingegen weiterhin glänzende Aussichten auf den Vizemeistertitel und den damit für sie verbundenen erstmaligen Aufstieg in die Bundesliga.

Der SC Verl erstklassig? Schalkes Trainer Willi Landgraf kann sich das gut vorstellen. „Die Verler sind von der Körperlichkeit und von der Präsenz her besser als Lippstadt und Hombruch, die ebenfalls noch für den Aufstieg in Betracht kommen. Zudem sind sie einfach eiskalt in ihrem Spiel“, sagt der ehemalige Zweitliga-Kultkicker.

Diese Eiseskälte gab wohl auch den Ausschlag dafür, dass sich die in der Rückrunde so erfolgreichen Schalker gegen den Sport-Club aus Verl abermals geschlagen geben mussten. „Was wir spielerisch geboten haben, war völlig in Ordnung. Das hat mir gefallen“, resümierte Willi Landgraf. „Was mir allerdings fehlte, war die letzte Durchschlagskraft im Spiel nach vorne. Das haben wir eine Woche vorher beim 5:2-Sieg gegen den Hombrucher SV besser hingekriegt.“

Radu Nicolae Prepelita trifft doppelt

Was man außerdem monieren könnte: dass den Schalkern zwei Patzer unterliefen, die zu den Gegentoren führten. Vor dem 0:1 agierte Torhüter Maximilian Braune zu forsch beim Hinauslaufen (6.), und dem 0:2 ging ein Fehler im Spielaufbau voraus (44.). Nutznießer war in beiden Fällen der Verler Angreifer Radu Nicolae Prepelita, der bereits im Hinspiel zweimal für sein Team getroffen hatte.

„Nach Lippstadt und Hombruch hätten wir natürlich auch gerne den SC Verl besiegt“, teilte Willi Landgraf mit. Es reichte jedoch nicht. Mit 32 Punkten aus 19 Spielen rangieren seine Jungs weiterhin an fünfter Stelle der Tabelle und haben in dieser Saison noch drei weitere Partien vor der Brust: am 19. Mai beim TSV Marl-Hüls, am 26. Mai gegen die U16 des VfL Bochum und am 1. Juni beim VfB Waltrop.

Insgesamt 16 Spieler aus dem diesjährigen Kader werden auch in der kommenden Spielzeit königsblau tragen. Sie rücken in die U17 auf und treffen dann in der Bundesliga vielleicht erneut auf den SC Verl. Sechs Spieler suchen ihre fußballerische Zukunft hingegen in anderen Klubs: Emin Kara, Mateo Biondic, Levin Ceylan, Edin Grosonja, Robert Klassen und Justin Radszuweit.

Nur Willi Landgraf bleibt

Nur einer bleibt bei der U16: Willi Landgraf. Der 49-jährige A-Lizenz-Inhaber, der 2006 von Alemannia Aachen zum FC Schalke 04 kam und dort zunächst als so genannter Gerüstspieler in der U23 gegen den Ball trat, geht in seine elfte Saison als Trainer der Knappenschmiede. Länger als er ist nur Norbert Elgert dabei.

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