Frauenfußball-Bundesliga

Zweiter Versuch der SGS Essen beim FFC Frankfurt

Sarah Freutel (rechts) kam zuletzt häufig von der Bank, ist mit drei Toren aber die treffsicherste Essenerin.

Sarah Freutel (rechts) kam zuletzt häufig von der Bank, ist mit drei Toren aber die treffsicherste Essenerin.

Foto: Michael Gohl

Absage im Dezember sorgte für Unmut. Gäste aus Essen stehen bei den Fans nach der 0:3-Heimniederlage gegen Freiburg in der Bringschuld.

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Das Tabellenbild kann der SGS Essen nicht gefallen. Auf Rang acht stehen die Schönebeckerinnen, obwohl sie in ihrer 14. Saison in der Frauenfußball-Bundesliga den Abstand zur Liga-Spitze verkürzen wollten. In der Hinrunde aber ist eher das Gegenteil der Fall gewesen. Lediglich einen Punkt gab es in den direkten Duellen mit Klubs oberhalb von Rang acht. Auf einen Torerfolg gegen diese Konkurrenten wartet die SGS noch immer. Am Sonntag (14 Uhr) könnte man die Bilanz ein wenig aufhübschen.

Es steht die Nachholpartie beim 1. FFC Frankfurt an. Im Dezember war die Begegnung unmittelbar vor dem Anpfiff aufgrund von Schneefällen abgesagt worden, was durchaus für Misstöne sorgte. Offenbar schienen die Gastgeberinnen nicht optimal auf die angesagten Wetterverhältnisse vorbereitet gewesen zu sein. So lautete zumindest der Vorwurf aus dem Essener Lager.

Besonderes Spiel für Philipp Symanzik

Ein Stück weit geht es in Frankfurt darum, sportliche Wiedergutmachung zu betreiben. Denn das 0:3 gegen SC Freiburg in der Vorwoche war ein Rückschlag. „Mit der Leistung waren wir selbst natürlich nicht zufrieden und stehen insbesondere auch bei unseren Fans in der Bringschuld“, findet SGS-Geschäftsführer Philipp Symanzik klare Worte. Für ihn ist es ohnehin ein besonderes Spiel, war er doch sechs Jahre lang am Brentanobad im Management eingebunden. „Ich bin noch immer emotional mit dem Verein verbunden. Doch diese Freundschaft wird am Sonntag für 90 Minuten ruhen, denn wir wollen und werden für einen Auswärtserfolg alles geben.“

Vor allem offensiv müssen sich die Essenerinnen steigern. Der Auftritt gegen Freiburg war zuletzt recht uninspiriert. Es fehlte eine erkennbare Strategie. Den Ball mit den besten Wünschen nach vorne auf Linda Dallmann zu schlagen, reicht nicht.

Gegen die Spitzenklubs wird nicht gepunktet

Vor allem nicht gegen die Spitzenklubs. Gegen Wolfsburg (0:4), Bayern München (0:3) und Freiburg (0:3) kassierte die SGS jeweils klare Niederlagen. Gegen Potsdam gelang immerhin ein Punktgewinn (0:0), wenn auch erneut ohne eigenen Torerfolg. Dass Sarah Freutel, die zuletzt häufig erst von der Bank kam, mit drei Saisontoren die treffsicherste Essenerin ist, mag bezeichnend sein. Die Angreiferinnen Nicole Anyomi und Lea Schüller haben bisher jeweils erst einmal getroffen.

Vor allem im eigenen Stadion sind diese Probleme offensichtlich: Lediglich einen Sieg konnte die SGS an der Hafenstraße einfahren. In der Fremde läuft es dagegen deutlich besser, denn dort ist das Team ungeschlagen. Und das darf vor der Partie in Frankfurt durchaus als Mutmacher gelten. Womöglich funktioniert das Essener Konterspiel auswärts einfach besser.

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