Schwimmen WM

Wierling und Kusch mit Staffel für Olympia qualifiziert

Pflicht erfüllt: Marius Kusch (l.) und Damian Wierling haben mit der 100m-Freistil-Staffel die Olympia-Qualifikation geschafft.

Pflicht erfüllt: Marius Kusch (l.) und Damian Wierling haben mit der 100m-Freistil-Staffel die Olympia-Qualifikation geschafft.

Foto: DPA

Gwangju.  Die beiden Schwimmer von der SG Essen belegen mit der 100m-Freistil-Staffel gegen starke Konkurrenz Platz elf. Montag startet der nächste Essener.

Bei den Schwimm-Weltmeisterschaften im südkoreanischen Gwangju zeigten Damian Wierling und Marius Kusch von der SG Essen am ersten Wettkampftag gute Leistungen. Die beiden SGE-Cracks belegte mit der 100m-Freistilstaffel den elften Platz und sicherten damit einen Startplatz bei den Olympischen Spielen 2020 in Tokio.

Guter Auftritt der SGE-Schwimmer in Südkorea

Wierling hatte sich als Startschwimmer nominieren lassen, um eine zuverlässige Rückmeldung über seine Form zu bekommen. Er schwamm 48,80 Sekunden und war damit gut drei Zehntel schneller als noch im April bei seiner WM-Qualifikation in Stockholm (49,19 Sekunden).

„Mit der Zeit bin ich definitiv zufrieden, es ist auch Saisonbestleistung“, so Wierling. Wegen eines Bänderrisses im Fuß hatte der Deutsche Meister gegen einen Trainingsrückstand anzukämpfen. Er verpasste die Norm für einen Einzelstart. Sein nächster Einsatz ist nun wohl in einer Woche zum Abschluss der Titelkämpfe über 4x100m-Lagen, möglich wären auch die 4x100m-Freistil (mixed).

Kusch hatte zwar mit 48,64 Sekunden die schnellere Zeit, allerdings mit fliegendem Start. Außerdem schwammen Josha Salchow (48,46) und Christoph Fildebrandt (48,68).

Starke Konkurrenz tröstet über verpasstes Finale hinweg

Angesichts der großen Konkurrenz trauerten die Vier dem verpassten Endlauf nicht allzu sehr hinterher. „Finale wäre natürlich schön gewesen, aber es sind hier 27 Nationen am Start und die wollen natürlich alle ins Finale“, meinte Wierling nach dem Rennen. Zum achten Platz fehlten letztlich 6,8 Zehntel. Die Deutschen ließen aber immerhin so starke Nationen wie Kanada, die Niederlande und China hinter sich.

Marius Kusch hatte auch seinen ersten Einzelstart über 50m-Schmetterling. Kusch, der in den USA trainiert, landete in 23,85 Sekunden auf dem 25. Platz und verpasste den Zwischenlauf. Kein Drama, denn für den Crack von der SGE war es nur eine Art Aufwärmprogramm für den anschließenden Staffel-Einsatz, so dass er bewusst nicht voll Kraft geschwommen war. „Das war ein schönes Einschwimmen“, meinte Kusch, dessen Hauptstrecke die 100-Meter am kommenden Freitag sind.

Poul Zellmann startet Montag über 200m-Freistil

An diesem Montag hat Teamkollege Poul Zellmann über 200m-Freistil seinen ersten Auftritt bei der WM. Für die 200m-Staffel hatte er sich als schnellster Deutscher über diese Strecke empfohlen, die Norm für ein Einzelrennen erfüllte er trotz enormer Leistungssteigerung jedoch nicht. Anders als Wierling wurde er aber für einen Einzelstart gemeldet, weil die Differenz zwischen Norm und Leistung relativ knapp war. „Ich freu mich drauf und fühle mich auch schnell“, sagt Zellmann und fügt ganz realistisch hinzu: „Das Halbfinale wäre natürlich toll, aber es wäre auch falsch zu sagen, alles andere wäre Mist.“

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