Volleyball

VV Humann Essen ist nach einer Negativserie Tabellenletzter

Leo Große-Westermann war mit dem VV HUmann in Kiel chancenlos.

Leo Große-Westermann war mit dem VV HUmann in Kiel chancenlos.

Foto: Michael Gohl

Essen.  Essener Volleyball-Zweitligist VV Humann Essen kassierte in Kiel sechste Pleite in Folge. Humänner müssen sich auf Abstiegskampf konzentrieren.

Die Deutlichkeit der 0:3-Niederlage beim Kieler TV war schon schlimm genug, doch als die Humänner wenig später die Ergebnisse der anderen Spiele in der 2. Volleyball-Bundesliga sahen, gab’s noch einen auf den Deckel: Die Mitkonkurrenten im Tabellenkeller hatten fleißig gepunktet, so dass der VV Humann am Ende angelangt ist. Tabellenletzter! Diese Erfahrungen haben sie in Steele lange nicht mehr gemacht. „Das haben wir uns auch anders vorgestellt“, gibt VVH-Trainer Jens Bräkling zu. „Und ich hoffe, dass spätestens jetzt alle kapiert haben, dass es für uns in dieser Saison ausschließlich um den Klassenerhalt geht.“

Guter Saisonstart trübte den Blick für Realität

Der Blick auf die Realität wurde möglicherweise durch den guten Start etwas getrübt. Fünf der ersten sieben Spiele hatte VVH gewonnen, unter anderem auch ziemlich überraschend beim Tabellenzweiten CV Mitteldeutschland. Damals herrschte noch eine gewisse Sorglosigkeit in der Wolfskuhle. Doch nach sechs Pleiten in Folge blicken sie nun den unangenehmen Tatsachen ins Auge.

„Kiel ist ja kein Gegner, gegen den wir zwingend gewinnen müssten“, räumt Bräkling ein. Er hatte vor Saisonbeginn die Norddeutschen sogar gemeinsam mit Spitzenreiter Lindow-Gransee als Titelanwärter gesehen. Und genau so traten die Nordlichter diesmal auch auf. „Wir sind furchtbar gestartet und haben überhaupt nicht ins Spiel gefunden“, sagt der VVH-Coach. Im zweiten und dritten Durchgang hielt seine Mannschaft zwar eine Zeit lang ganz ordentlich mit, doch dann erhöhte sich wieder die Fehlerquote und sie musste abreißen lassen. Die Satzergebnisse waren deutlich.

Gastgeber wirken entschlossen und halten hohes Niveau

Die Kieler wiederum wirkten von Beginn an entschlossen, sie schlugen gut auf, agierten variantenreich im Angriff und kamen immer wieder über die Mitte zum schnellen Erfolg, während sich die Gäste ihre Punkte hart erarbeiten mussten.

„Wir haben sehr viel richtig gemacht“, fand Kiels Trainer Matthes Behlen, der natürlich zufrieden war. Schon während der Partie wirkte er an der Seitenlinie relativ gelassen angesichts der Überlegenheit. Vor einer Woche war das noch anders, da hatten die Kieler gegen den Abstiegskandidaten Mondorf erst nach dem dritten Satz ihren Rhythmus gefunden. Diesmal hielten sie von Beginn an stabil das hohe Niveau.

Für VVH Humann brechen schwere Zeiten an, aber immerhin hat Trainer Jens Bräkling, sofern sich niemand verletzt, in den nächsten Wochen alle Leistungsträger zur Verfügung, mit denen er nun intensiv an den Abläufen arbeiten muss. Das ist dringend notwendig, denn am Samstag kommt der Tabellenvierte FC Schüttorf zum Hallo (20 Uhr). Den haben die Essener in der Hinrunde immerhin mit 3:2 besiegt.

So haben sie gespielt

Kieler TV - VV Humann 3:0 (25:15, 25:16, 25:18). VVH: Wojtczak, Gawryluk, Große-Westermann, Ketelsen, Köfler, Mücke, Schön, Wiesche, Jux, Hußmann, Holthausen. MVP: Matthäus Gawryluk. Spielminuten: 75.

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