Basketball-1. Regionalliga

Unterm Bayer-Kreuz war für die Miners nichts zu holen

Konnte noch nicht für den Unterschied sorgen: Chris Alexander war rechtzeitig spielberechtigt gewesen.

Konnte noch nicht für den Unterschied sorgen: Chris Alexander war rechtzeitig spielberechtigt gewesen.

Foto: Michael Gohl/FFS

Leverkusen.  Die erste Euphorie bei den Essener Baskets ist nach der deutlichen 70:94-Niederlage bei der Zweitvertretung Leverkusens erst einmal dahin.

Bayer II - ETB 94:70 (46:32).
ETB:
Tauch (18/davon 3 Dreier), Westerhaus (12), Alexander (11 Punkte), Bakkali (10), Beckmann (5/1), Basi (4), Möbes (4), Broer (4), Isanza (2), Hamad, Plescher.
Die Viertel: 26:16, 20:16, 30:14, 18:24.

Einem Neuanfang wohnt auch immer ein wunderbarer Zauber inne. Es herrscht Zuversicht, Fehler identifiziert zu haben – die Motivation, daraus zu lernen und es besser zu machen, ist riesig. Beim Basketball-Erstregionalligisten ETB Wohnbau Miners war vielleicht sogar schon so etwas wie Euphorie zu spüren, als kurz vor dem Auftakt in Leverkusen bei der Pro A-Reserve von Bayer die Rückholaktion von Publikumsliebling Chris Alexander verkündet wurde.

Die Luft ist dünner als erhofft

Und nun? Die Luft mag nicht raus sein. Bei der klaren und enttäuschenden 70:94-Klatsche unterm Bayer-Kreuz wurde aber deutlich, dass die Luft dünner ist als erhofft. Dass der ETB sehr viel Luft nach oben hat, um es positiv zu formulieren. Daran konnte im übrigen auch Chris Alexander nichts ändern, für ihn war die Spielberechtigung noch gerade rechtzeitig eingetroffen. Nach drei gemeinsamen Trainingseinheiten war er noch nicht die erhoffte Stütze. Alexander ließ allerdings erkennen, dass er dies durchaus noch werden kann. Elf Punke standen am Ende für ihn in den Büchern, fast noch wichtiger: sechs Assists.

Nach fünf Minuten war der US-Boy ins Spiel gekommen, da hatten die Miners schon an der Hypothek eines Fehlstarts zu knabbern (0:8, 3.). Sofort wusste er Noah Westerhaus und Jonathan Broer in Szene zu setzen, weil das Passspiel insgesamt in dieser Phase besser funktionierte, waren die Essener mit einem zwischenzeitlichen 12:19 durchaus noch in Schlagdistanz. Doch insgesamt blieb viel zu viel Stückwerk an diesem ersten Abend in der Ersten Regionalliga. Es war vor allem der Wille zur Verteidigung, der bei den Miners nicht wirklich ausgeprägt war, „und ohne Verteidigung kannst du keine Spiele gewinnen“, bilanzierte auch Headcoach Iria Romaris total enttäuscht.

Nach drei Vierteln war alles entschieden

„Uns hat die notwendige Intensität gefehlt, um hier bestehen zu können.“Und so konnten die Gastgeber schalten und walten: Leverkusen schraubte den Vorsprung bis zur Pause auf 14 Punkte hoch und entschied die Partie im dritten Viertel (30:14) bereits vorzeitig für sich. Der ETB war beim Stand von 46:76 geschlagen. Das Team fand keine Idee, das sichere Passspiel der Giants zu unterbinden - Bayer II kreierte viele offene Würfe, viele davon fanden auch ihr Ziel (47,3 Prozent insgesamt, davon stattliche 41,2 Prozent von Downtown). Die Miners kamen nur auf 35,4 Prozent getroffene Würfe aus dem Feld, zu leiden hatte diese Quote auch unter einer schrecklichen Dreier-Statistik (22,2 Prozent). Immerhin: 20 von 22 Freiwürfen flogen durch die Reuse (90,9 Prozent) - insgesamt war dies aber viel zu wenig für einen Neustart.

Aus Fehlern lernen, das müssen die Miners weiterhin. „Wir müssen vor allem härter spielen“, so Iria Romaris. Am kommenden Freitag gibt es bereits die Gelegenheit, es besser zu machen, dann gastiert Ibbenbüren (88:79 gegen BG Hagen) um 20 Uhr in der Helmholtzhalle. Es ist der erste Teil eines Doppelspieltags, am Sonntag (16 Uhr) reist das Team dann nach Herford (102:79 gegen Recklinghausen). Dann wird man ein ganzes Stück mehr wissen, wie es um die Luft in Essen tatsächlich bestellt ist.

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