Handball

Tusem vor schwerer Aufgabe bei Dresdner Abstiegskämpfern

So war’s im Hinspiel: Der Dresdner Daniel Zelle versucht Justin Müller zu stoppen.Foto: Michael Gohl

So war’s im Hinspiel: Der Dresdner Daniel Zelle versucht Justin Müller zu stoppen.Foto: Michael Gohl

Essen.   Essener Zweitliga-Handballer wollen auswärts an den Sieg gegen Dessau anknüpfen. Der HC Elbflorenz hatte aber zuletzt einen guten Lauf.

Die Handballer vom Tusem Essen verbrachten den Valentinstag gemeinsam im Mannschaftsbus. Es ging ins romantische Elbflorenz, wo sich die Elbe in aller Seelenruhe durch die sächsische Landeshauptstadt schlängelt. Aber in Dresden steht nicht etwa ein harmonisches Wochenende an, sondern ein Rendezvous mit Abstiegskämpfern. Die Mannschaft von der Margarethenhöhe trifft am Freitag (19.30 Uhr) auf den HC Elbflorenz 2006.

Heimsieg gegen Dessau war enorm wichtig für das Selbstvertrauen

„Es hatte leider keiner Blumen dabei“, musste Jaron Siewert enttäuscht, wenn auch mit einem Augenzwinkern festhalten. Der Trainer sah sich im Bus um und entdeckte zwar keinen Blumenstrauß, aber dafür viele motivierte Handballer. „Der letzte Sieg war enorm wichtig für das Selbstvertrauen“, betont der 25-Jährige, der von seiner Mannschaft eine ähnliche Leistung erwartet wie beim furiosen 33:22-Erfolg gegen den Dessau-Roßlauer HV zum Auftakt des neuen Kalenderjahres.

Beim HC Elbflorenz in Dresden wird die Aufgabe allerdings nicht einfacher – eher im Gegenteil. Denn die Sachsen, die sich derzeit auf Tabellenplatz 14 wiederfinden, sind ebenfalls gut gestartet, feierten in Hagen einen 30:28-Sieg. Nicht nur das: Vor der Winterpause gelang ein 35:27-Erfolg gegen das Spitzenteam Coburg. „Sie haben einen guten Lauf und sind gut drauf“, hat auch Siewert erkannt, der daher ein „hartes und umkämpftes“ Spiel in der modernen Ballsportarena erwartet.

Das Hinspiel gewann der Tusem, damals noch in der Mülheimer Innogy-Halle, mit 33:25. „Aber die Dresdner haben sich spielerisch weiter entwickelt und für uns wird es eine große Aufgabe sein, deren Rückraum unter Kontrolle zu bekommen“, warnt der Essener Trainer. Tatsächlich sind die Dresdner vor allem im Zentrum sehr gefährlich, denn die Rückraumspieler Gabor Pulay, Nils Kretschmer und Sebastian Greß haben gemeinsam bereits 200 Treffer erzielt.

Essener stellen den treffsichersten Angriff der Liga

Allerdings darf der Tusem dahingehend ebenfalls optimistisch sein, denn er hat weiterhin mit Abstand den torreichsten Angriff der Liga. Das bewiesen zuletzt vor allem Justin Müller, Cyrill Akakpo und Tom Skroblien. Müller war beim Spiel gegen Dessau der kluge Kopf im Angriff und erwischte mit einer Torausbeute von 100 Prozent einen perfekten Tag. Ein weiterer davon dürfte auch heute helfen.

Und sollte zudem die Abwehr genauso gut funktionieren wie zuletzt, dann dürften die Sachsen Probleme bekommen. „Wir müssen wieder mit der gleichen Intensität ins Spiel gehen und ähnlich dominant auftreten“, sagt Jaron Siewert, der allerdings vor zu viel Eifer warnt: „Wir dürfen dabei nicht übermotiviert sein und dadurch Fehler machen.“

Der Trainer muss im Vergleich zum Sieg gegen Dessau wohl auf eine Stütze in der Defensive verzichten. Denn Abwehrrecke Malte Seidel saß aufgrund einer Erkältung nicht im Bus nach Dresden. Ob er kurzfristig noch eingeflogen wird, entscheide sich spontan.

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