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Tusem sahnt in Sachsen ab

Dresden: Halfmann, Huhnstock; Pulay, Jurgeleit (2), Emanuel, Dierberg (1), Gugisch (2), De Santis (6), Flödl, Kretschmer (2/1), Hoffmann (1), Greß (5), Kammlodt, Becvar (3), Quade (2), Kasal (1).

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HC Elbflorenz Dresden -
Tusem Essen 25:29 (11:11)

Dresden: Halfmann, Huhnstock; Pulay, Jurgeleit (2), Emanuel, Dierberg (1), Gugisch (2), De Santis (6), Flödl, Kretschmer (2/1), Hoffmann (1), Greß (5), Kammlodt, Becvar (3), Quade (2), Kasal (1).

Tusem: Bliß, Mangold; Beyer (4/3), J.Ellwanger (4), Witzke (1), Akakpo, Szczesny (4), Ridder (3), Müller (2), Firnhaber, Klingler (3), Skroblien (6/3), Ingenpaß, Zechel (2).

Siebenmeter: 1/2 - 6/8.

Strafminuten: 6 – 4.

Schiedsrichter: Hörath (Zirndorf)/Hofmann (Bamberg).

Zuschauer: 2581 (ausverkauft).

„Spielfilm“: 1:2 (5.), 3:4 (10.), 5:5 (16.), 5:7 (20.), 7:10 (25.), 11:10 (28.), 11:11 (HZ) – 13:16 (35.), 17:16 (38.), 17:21 (43.), 20:26 (49.), 23:28 (55.), 25:29 (60.).

Die lange Anreise hat sich gelohnt. Der Tusem Essen feiert in der 2. Handball-Bundesliga den zweiten Sieg in Serie und klettert damit kräftig aus seinem Formtief von vor der Winterpause heraus. Beim HC Elbflorenz aus Dresden setzte sich die Mannschaft von der Margarethenhöhe verdient mit 29:25 (11:11) durch. Der Tusem reiste nicht nur mit viel Selbstvertrauen im Gepäck an, sondern auch mit einem klaren Plan. Trainer Jaron Siewert wollte eine erneut stabile Deckung seiner Mannschaft sehen und das konnte er zunächst auch. Denn die Gäste packten ordentlich zu, hielten die Gastgeber weit vom Tor weg. Auf der anderen Seite wehrte sich vor allem Torwart Mario Huhnstock gegen den besten Angriff der Liga und parierte einige Abschlüsse des Tusem. So wirkte die Begegnung zu Beginn eher zäh für den Zuschauer, dennoch setzte sich das Team aus dem Ruhrgebiet leicht ab, wofür sich in der Offensive der kaltschnäuzige Noah Beyer verantwortlich zeichnete.

Mit zunehmender Spielzeit wurden die Dresdener aber besser, waren selbst nun griffiger und effektiver. Der Tusem durfte sich zu keinem Zeitpunkt der Partie sicher sein, das machten die Sachsen schnell deutlich. Denn nach einigen guten Durchstößen von Carsten Ridder schienen die Essener auf einem weichen Torepolster zu landen, doch das erwies sich letztendlich doch nicht als so komfortabel. Als Noah Beyer kurz vor der Pause per Siebenmeter auf vier Tore hätte erhöhen können, scheiterte er an Huhnstock und sofort begann ein Sturmlauf der Dresdener. Binnen Sekunden stellten sie das Ergebnis auf den Kopf, drehten auf und brachten somit die ausverkaufte Ballsportarena das erste Mal zum Kochen. Auf der Platte entwickelte sich viel Hitze, der Vorsprung des Tusem war somit geschmolzen. Immerhin konnte er es vermeiden mit einem Rückstand in die Pause zu gehen.

Trainer Siewert brachte zur zweiten Halbzeit unter anderem Tom Skroblien. Und der Linksaußen war von Beginn an voll da und brachte seiner Mannschaft einen guten Schub. Sie war nun wieder aufmerksamer in der Abwehr und konsequenter im Angriff. Torwart Sebastian Bliß entwickelte sich im Laufe des Spiels mehr und mehr zu einem wichtigen Faktor, denn ein ums andere Mal scheiterten die Hausherren mit ihren Versuchen am 1,93-Meter-Schlacks. Insgesamt parierte Bliß 16 Abschlüsse des Gegners, also 40 Prozent. Eine starke Quote, die seinen Vorderleuten Sicherheit und Ruhe brachten. Diese zeigten sich in vielen Situationen souverän und ließen sich auch trotz drohenden Zeitspiels oft nicht zu Hektik verleiten.

Dresden gab sich zwar lange nicht auf, musste sich gegen Ende des Spiels aber eingestehen, dass es dieses Mal nicht zu etwas Zählbarem reichen werde. Denn der Tusem ließ nur wenige Chancen auf der Strecke und erarbeitete sich das Glück des Tüchtigen, das hin und wieder auch mal aushalf.

Letztendlich war es erneut ein verdienter Erfolg für die Essener, die damit das Formtief aus dem Dezember allmählich vergessen lassen.

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