Handball-2. Bundesliga

Tusem Essen will zurück in die Erfolgsspur

Auf spektakuläre Szenen wie hier von Carsten Ridder hofft Tusem-Trainer Jaron Siewert im Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg. Allerdings wird es gegen den Bundesliga-Absteiger für den Tabellensiebten nicht einfach.

Auf spektakuläre Szenen wie hier von Carsten Ridder hofft Tusem-Trainer Jaron Siewert im Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg. Allerdings wird es gegen den Bundesliga-Absteiger für den Tabellensiebten nicht einfach.

Foto: Michael Gohl

essen.   Essener treffen nach vier Niederlagen in Serie auf TV Hüttenberg. Nach der Länderspielpause erwartet Trainer Siewert eine hitzige Atmosphäre.

Die Länderspielpause war für die Handballer vom Tusem Essen wie ein Boxenstopp. Zuletzt waren sie in der 2. Bundesliga durch vier Niederlagen in Serie von der Strecke abgekommen und mussten zusehen, wie die Konkurrenz vorbeizieht. Nun hatte die Mannschaft von der Margarethenhöhe Zeit, sich bereitzumachen für den Endspurt in der Liga, bei dem sie am besten schon mit dem Auswärtsspiel beim TV Hüttenberg (Samstag, 19.30 Uhr, Sportzentrum Hüttenberg) zurück in die Erfolgsspur will. Der letzte Angriff auf die vorderen Tabellenplätze beginnt.

Neun Runden müssen die Essener noch drehen

Neun Runden müssen die Essener noch drehen. Neun mal gibt es in der 2. Liga noch Punkte zu holen, mit denen der Tusem den aktuellen siebten Tabellenplatz verbessern will. „Jedes Spiel zählt. In jedem einzelnen haben wir die Chance, aber auch die klare Erwartung zu gewinnen“, gibt Trainer Jaron Siewert die Marschroute für den restlichen Verlauf der Saison vor. Durchaus selbstbewusst, was nach den vergangenen Partien und Leistungen seiner Jungs wahrlich keine Selbstverständlichkeit sein dürfte. Die erste Etappe soll an diesem Samstag im hessischen Hüttenberg gemeistert werden, wenn es dort gegen den Bundesliga-Absteiger geht.

Nach dem Negativlauf dürfte die Pause gutgetan haben. Um den Kopf wieder freizubekommen, um in Ruhe trainieren zu können und somit noch einmal die Sinne zu schärfen. „Wir haben an dem Offensichtlichen gearbeitet“, verrät Siewert. Dazu zählt in erster Linie die Abwehrarbeit, die zuletzt doch arg zu wünschen übrig ließ. In den vergangenen vier Partien kassierte der Tusem satte 140 Gegentreffer, macht 35 im Schnitt. Viel zu viele, um Spiele zu gewinnen und um sich zu den Spitzenteams der Liga zählen zu dürfen. Auch wenn es mit dem HSC Coburg und der HSG Nordhorn-Lingen auch gegen Topteams der Liga ging.

Zuletzt war der Druck raus beim Team

„Wir mussten es definitiv angehen, haben viele Dinge besprochen und teilweise auch umgestellt“, erklärt der Trainer.

Ob das reicht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Zuletzt wirkte seine Mannschaft um Kapitän Jonas Ellwanger so, als wäre der Druck raus aus der Saison. Was durchaus nachzuvollziehen ist, denn die Essener können weder auf- noch absteigen. Dennoch kratzt eine Niederlagenserie an der Ehre und am Selbstvertrauen. „Nach der ersten Niederlage in Nordhorn, die für uns ein herber Rückschlag war, haben wir uns irgendwie nicht so richtig erholt“, gesteht Jaron Siewert, für den die Länderspielpause durchaus zur rechten Zeit kam.

Tusem muss eine Reaktion zeigen

Der Tusem wird eine Reaktion zeigen müssen, um in Hüttenberg bestehen zu können. „Denn sie haben ein riesiges Kämpferherz“, weiß der 25-Jährige, „zudem spielen wir in einer sehr engen Halle mit einer immer hitzigen Atmosphäre.“ Die Stärken der Hessen sieht er aber nicht nur im Kampf, sondern auch im Rückraum – Markus Stegefelt erzielte bislang 122 Tore – und in der Defensive. Der Tabellenzehnte verfüge über eine unangenehme und recht stabile Abwehr, meint Siewert, der auf keinen seiner Spieler verzichten muss. Alle haben sich fit gemeldet und können gegen den TV Hüttenberg angreifen – und im Anschluss möglicherweise auch noch einmal die oberen Tabellenplätze.

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