Handball 2. Bundesliga

Tusem Essen trifft auf den Top-Torjäger der Liga

Auf die Tusem-Abwehr kommt gegen den HSV Hamburg viel Arbeit zu.

Auf die Tusem-Abwehr kommt gegen den HSV Hamburg viel Arbeit zu.

Foto: Michael Gohl/FFS

Essen.  Spitzenreiter Tusem Essen empfängt den Tabellenfünften HSV Hamburg mit Top-Torjäger Niklas Weller. Die stolze Serie soll ausgebaut werden.

Die Handballer des Tusem Essen haben ihren ganz persönlichen „Goldenen Oktober“ erlebt. Aktuell steht der Zweitligist an der Tabellenspitze und war in den vergangenen Wochen nicht zu schlagen. Damit auch der November ähnlich gut in Erinnerung bleibt, soll an diesem Sonntag (17 Uhr, „Am Hallo“) ein Sieg her. Doch der Gegner HSV Hamburg kommt mit dem Top-Torjäger der Liga nach Stoppenberg.

Niklas Weller weiß ganz genau, was er zu tun hat und wo das gegnerische Tor steht. Der Kreisläufer der Hansestädter traf in dieser Saison bereits 76 Mal ins Schwarze – so oft wie kein anderer im Unterhaus des deutschen Handballs. Zum Vergleich: Essens bester Schütze, Noah Beyer, kommt auf 61. Die Tatsache, dass Hamburgs zweitbester Schütze, Leif Tissier, bisher nur auf 32 Tore kam, zeigt aber auch die Abhängigkeit des HSV von Weller. Dementsprechend werden die Gäste alles tun, um ihren Kreisläufer in Szene zu setzen, weshalb die Aufgabe für den Tusem klar sein dürfte: Der Weg zum Kreis muss zu sein.

Die Rimpar Wölfe bissen sich zuletzt die Zähne aus

Das gelang den Jungs von der Margarethenhöhe in den vergangenen Spielen bestens, die Abwehr harmonierte über weite Strecken. Zuletzt bissen sich die Rimpar Wölfe an der Essener Hintermannschaft die Zähne aus. Auch, weil Torhüter Fredrik Genz in Top-Form ist und den Tusem mit vielen starken Paraden vor einigen Gegentreffern bewahrte. Eine solide Abwehrleistung wird auch gegen die eingespielten Hansestädter wichtig sein. Zumal sie mit dem Rückraum-Rechten Jens Schöngarth (Frisch Auf Göppingen) und Linksaußen Tobias Schimmelbauer (TVB Stuttgart) zwei Spieler mit Erstliga-Erfahrung verpflichtet haben. Die Hamburger müssen auf Schimmelbauer allerdings verzichten, er verletzte sich beim jüngsten Sieg gegen den VfL Lübeck-Schwartau.

Eingespielt ist aber auch der Tusem, jetzt gilt es den positiven Trend fortzusetzen. Rechtsaußen Cyrill Akakpo weiß, dass die Partie gegen den HSV Hamburg kein gemütlicher Herbstspaziergang werden wird: „Aufgrund der starken Neuzugänge sowie Spielern in aktuell guter Form gehen wir davon aus, dass es eine sehr hitzige und kampfbetonte Partie werden wird.“ Das hatten schon die vergangenen Aufeinandertreffen gezeigt. Der ehemalige Bundesligist, der vom Ex-Tusem-Spieler Torsten Jansen trainiert wird, verlangte den Essenern alles ab. In Hamburg unterlagen sie vor Rekordkulisse mit 32:33, das Rückspiel konnten sie dagegen mit 31:27 zum Saisonabschluss für sich entscheiden.

Die Marschroute für das Duell am Sonntag ist jedenfalls klar: „Wir müssen von Anfang an voll bei der Sache sein, sie immer wieder vor neue Aufgaben stellen und Hamburg durch eine gute Abwehr nicht ins Spiel kommen lassen. Die positive Energie und den Flow aus den letzten Wochen wollen wir mitnehmen“, betont Akakpo. Trainer Jaron Siewert kann dabei auf einen kompletten Kader zurückgreifen, aktuell stehen ihm alle Spieler zur Verfügung. Tom Skroblien, der nach seiner Bänderverletzung beim Sieg in Rimpar seine Rückkehr feierte, ist eine weitere wertvolle Option auf der Linksaußen-Position. Momentan spricht wenig gegen einen Heimsieg und die Fortsetzung der Erfolgsserie. Man hat das Gefühl, dass sich der Tusem derzeit höchstens selbst im Weg stehen könnte.

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