Handball-2. Bundesliga

Tusem Essen lädt zum spannenden Duell mit den Wikingern

Dennis Szczesny, hier in Bietigheim im Einsatz, soll gegen die Rhein Vikings für Tore sorgen. Foto: Julia Rahn/ Imago

Dennis Szczesny, hier in Bietigheim im Einsatz, soll gegen die Rhein Vikings für Tore sorgen. Foto: Julia Rahn/ Imago

Vor dem Doppelspieltag haben die Essener noch keinen Pluspunkt. Ein Heimsieg ist Pflicht. Beim Bergischen HC sind sie krasser Außenseiter.

Der erste Doppelspieltag in der 2. Handball-Bundesliga ist angesagt. Und leichter wird es nicht für den Tusem, der nach drei Spieltagen noch ohne Pluspunkt im Tabellenkeller hockt. An diesem Freitag empfangen die Essener zum Westderby den Aufsteiger Rhein Vikings (19.30 Uhr, Am Hallo). Am Sonntag, nicht einmal 48 Stunden später, geht es nach Wuppertal zum Bergischen HC (15 Uhr, Uni-Halle), dem Erstliga-Absteiger, der mit Macht ins Oberhaus zurückkehren möchte und wie selbstverständlich unter großer Ligafavorit firmiert.

Selbstverständlich stellt sich nach drei Niederlagen in Folge die Frage, ob der Tusem bereits erhöhten Erfolgsdruck spürt. „Vorfreude und Anspannung sind da“, antwortet Trainer Jaron Siewert. „Aber es ist nicht anders als sonst vor den Spielen.“ Und in seiner Ansage verrät er auch nichts Besonderes: „Wir wollen mit einer guten Leistung zwei Punkte vor eigenem Publikum holen. Das ist unser Anspruch und der unserer Fans.“

Heimsieg ist der eigene Anspruch

Aber ein wenig Psychologie spielt an diesem Abend wohl mit. Heimstärke ist in dieser ausgeglichen Liga stets ein hohes Gut, oftmals die Basis für eine insgesamt erfolgreiche Saison. Der Tusem aber hat bekanntlich die Premiere in Stoppenberg mit dem 28:29 gegen Lübeck-Schwartau vergeigt. Würde auch der zweite Versuch daheim misslingen, blieben die Essener an diesem Wochenende höchstwahrscheinlich wieder ohne Erfolgserlebnis. Denn von einem Coup beim Bergischen HC ist nicht auszugehen.

Die Replik des Trainers ist deutlich. „Mit möglichen Niederlagen beschäftige ich mich nicht“, sagt Siewert. „Das ist die falsche Herangehensweise. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir das Ding zu Hause gewinnen.“ Der Grundstein werde in der Abwehrarbeit gelegt. „Wir müssen den Gegner unter 25 Toren halten und selber unser Tempospiel aufziehen“, so die Kalkulation. Und entscheidend wird die Konstanz sein. „In den Spielen bisher“, sagt Siewert, „haben wir zu oft die Fehler selbst gemacht. In Abwehr und Angriff, und am Ende waren es dann ein, zwei zu viel.“

Ein starker Aufsteiger mit guten Individualisten

Der Coach weiß, dass die Leistung ein gewisses Niveau erreichen muss. Denn die Vikings seien schon ein starker Aufsteiger, der sich mit guten Individualisten aus der ersten und zweiten Liga verstärkt habe. Die Abwehr, zuletzt taktisch offensiv ausgerichtet, gilt dabei als Prunkstück. Sie stand schon in der Aufstiegssaison wie eine Mauer. Allerdings haben die Jungs vom Rhein Verletzungssorgen. Ausgerechnet den Innenblock mit Johnen und Heider hat es erwischt. Auch ohne die beiden überzeugten die Wikinger zuletzt beim Aufstiegsanwärter Balingen und hielten die Partie (22:27) bis zum Ende spannend. Zum Vergleich: Der Tusem war dort mit 28:42 untergegangen.

Die Vikings wähnen sich mit dem Gastgeber auf Augenhöhe. „Das wird ein richtiger Abstiegskrimi“, glaubt Linksaußen Christian Hoße. „Da wird es zur Sache gehen und wir werden hart kämpfen müssen, um dort etwas Zählbares mitnehmen zu können.“ Dessen Trainer Ceven Klatt sieht es ähnlich. Man müsse vor allem die erste Welle sowie die Rückraumschützen Dennis Szczesny und Jonas Ellwanger stoppen. „Der Tusem steht schon etwas unter Druck. Ich erwarte eine hochmotivierte Mannschaft und ein lautstarkes Publikum.“

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