Handball-2. Bundesliga

Tusem Essen ist nur zu Besuch an der Spitze

Eng ging es im Hinspiel zu, am Ende setzten sich die favorisierten Gäste (blau) mit 36:34 gegen Tusems Marcel Niemeyer (Mitte) durch.

Eng ging es im Hinspiel zu, am Ende setzten sich die favorisierten Gäste (blau) mit 36:34 gegen Tusems Marcel Niemeyer (Mitte) durch.

Foto: Michael Gohl

essen.   Die Essener gastieren am Samstag beim Tabellenführer Balingen-Weilstetten und wollen sich noch in den Aufstiegskampf einmischen.

Für die Handballer des Tusem Essen geht es bergauf, rauf zur Spitze der 2. Handball-Bundesliga. Allerdings wird die Mannschaft von der Margarethenhöhe am Gipfel nicht lange verweilen, lediglich 60 Minuten. Denn der Tabellensiebte ist beim Spitzenreiter HBW Balingen-Weilstetten nur zu Besuch und wird danach wieder hinunterklettern müssen. Doch im heutigen Duell (Anwurf 19 Uhr, Sparkassen-Arena) will der Tusem Spuren hinterlassen und den Favoriten im Kampf um den Aufstieg in das Handball-Oberhaus ärgern.

Wenn die beste Offensive der Liga auf die zweitbeste trifft, dann verspricht das Spektakel. So dürfen sich die Zuschauer in der Sparkassen-Arena mit Sicherheit auf ein torreiches Spiel freuen und gespannt sein, wer am Ende die Partie für sich entscheiden wird. Die besseren Argumente hat der Gastgeber auf seiner Seite. Denn er hat nicht nur einen starken Angriff, sondern auch eine solide Abwehr. Während die Essener zwar mit 1034 Treffern ganz vorne in der Statistik liegen, sind sie in Bezug auf die Abwehrleistung doch eher am anderen Ende der Tabelle zu finden. Im Gegensatz zur HBW Balingen-Weilstetten. Die Spielgemeinschaft ist auf dem besten Wege in die Bundesliga zurückzukehren – eben auch dank einer guten Abwehrleistung bislang.

Die Essener verspüren keinen Druck mehr

„In Balingen ist es extrem schwer“, weiß Tusem-Trainer Jaron Siewert, der jedoch mit seinen Jungs relativ gelassen in die Partie gehen kann, „denn zu verlieren haben wir auf keinen Fall etwas.“ Für die Essener geht es um nicht mehr viel, der Druck ist raus. Allerdings können sie in den verbleibenden vier Ligaspielen immerhin noch ein bis zwei Tabellenplätze gutmachen. Dafür muss die Deckungsarbeit noch einmal auf Hochtouren laufen und zunächst die zuletzt immer wieder löchrige Hintermannschaft die gefährlichen Baden-Württemberger in den Griff bekommen. Der Tabellenführer hat einige wurfstarke Spieler in den Reihen, bester Schütze ist Oddur Gretarsson mit 186 Toren. Zum Vergleich: Essens erfolgreichster hat 158 erzielt (Tom Skroblien).

Der Druck lastet weniger auf den Schultern des Tusem als auf denen der Hausherren. Denn Balingen-Weilstetten braucht im Kampf um den Aufstieg jeden Punkt, weil die HSG Nordhorn-Lingen und der HSC Coburg in Reichweite sind. Das sieht die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert durchaus als Motivation: „Wenn wir noch ein Wort im Aufstiegskampf mitreden können, dann machen wir das gerne. Wir werden da auf jeden Fall alles reinhauen“, betont der 25-Jährige.

Die Gastgeber erwarten einen heißen Gegner

Auch sein Trainerkollege auf Seiten der Balinger, Jens Bürkle, erwartet einen heißen Gegner: „Das wird eine tolle Aufgabe gegen eine Mannschaft, die hier brennen wird.“ Und sollte sich eine ähnliche Begegnung wie im Hinspiel entwickeln, dann dürften die Zuschauer tatsächlich auf ihre Kosten kommen. Denn damals setzten sich die Favoriten mit 36:34 durch. Spektakel ist also vorprogrammiert – und wenn der Tusem eine starke Abwehr stellen kann, dann dürfte es sogar spannend werden.

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