Handball

Tusem Essen braucht im Aufstiegsrennen Sieg in Hüttenberg

Auf eine konsequente Abwehrarbeit wie im Hinspiel wird es in Hüttenberg auch ankommen. Hier Rolando Urios und Dennis Szczesny.

Auf eine konsequente Abwehrarbeit wie im Hinspiel wird es in Hüttenberg auch ankommen. Hier Rolando Urios und Dennis Szczesny.

Foto: STEFAN AREND

Essen.  Zweitligist Tusem Essen darf sich nach der jüngsten Heimniederlage keinen Ausrutscher erlauben. Vor allem gilt es, eigene Fehler abzustellen.

So schön Handball ist, so schmerzhaft kann er auch sein. Dieses Gefühl machte sich bei Tusem Essen unmittelbar nach der knappen Niederlage gegen die SG BBM Bietigheim breit, nachdem man eine Woche zuvor noch einen Sieg in letzter Sekunde in Ferndorf gefeiert hatte. Nun reisen die Essener zum TV Hüttenberg (19.30 Uhr, Sportzentrum Hüttenberg) und die Mannschaft von Trainer Jaron Siewert steht wieder mehr unter Druck.

Das Rennen um den Aufstieg in die 1. Handball-Bundesliga ist in dieser Spielzeit bislang sehr ausgeglichen. Der Tusem steckt noch mittendrin und hatte zu Saisonbeginn offensiv formuliert, den Schritt nach oben gehen zu wollen. Damit dieses Ziel nicht aus den Augen gerät, darf sich das Team von der Margarethenhöhe kaum noch Ausrutscher erlauben. Dementsprechend ist ein Sieg beim TV Hüttenberg so gesehen Pflicht.

Gastgeber fühlt sich als Außenseiter

Allerdings werden es die Hessen den Essenern so unangenehm machen wie möglich. Zumal die Gastgeber, auf Rang 13 der Tabelle, in der Rückrunde noch ungeschlagen sind. Die Gegner VfL Lübeck-Schwartau, ThSV Eisenach und HSG Konstanz sind allerdings nicht die ganz großen Mannschaften in der Liga. Der Tusem ist da ganz ein anderes Kaliber, das weiß auch TVH-Trainer Frederick Griesbach: „Ich glaube, dass an dem Abend viel passen muss, damit wir das Spiel gewinnen. Essen spielt einen sehr powerreichen Handball mit viel Tempo. Hier gilt es dagegenzuhalten.“

Immerhin hat Griesbach einen der besten Schützen der Liga in seinen Reihen. Björn Zintel ist mit seinen bislang 117 Treffern eine wichtige Stütze im Angriffsspiel der Hessen und ärgerte den Tusem schon im Hinspiel mit acht Toren. Dennoch konnten die Essener die Partie damals mit 33:28 für sich entscheiden. Der Rückraumspieler ist der Kopf der Mannschaft und offenbar nur schwer in den Griff zu bekommen. Hier muss die Mannschaft von der Margarethenhöhe ansetzen, erneut wird also eine gute Abwehrarbeit gefragt sein.

Den Schlüssel zum Erfolg finden

„60 Minuten lang eine gute, kompakte Abwehr stellen und die technischen Fehler im Angriff minimieren, werden der Schlüssel zum Erfolg sein“, sagt Lucas Firnhaber. Essens Rückraumspieler scheint also zu wissen, worauf es ankommt und verspricht: „Wir investieren alles, um die zwei Punkte mit nach Hause zu nehmen.“

Die Rückraumspieler Carsten Ridder und Malte Seidel fallen weiterhin aus, fehlen damit vor allem in der Defensivarbeit. Dennoch gibt sich Firnhaber optimistisch: „Wir haben unter der Woche gut trainiert und die Fehler aufgearbeitet“. In erster Linie dürfte es um die leichtfertigen Abspielfehler gegangen sein, mit der sich der Tusem bei der Niederlage gegen Bietigheim die Chance beraubte, sich frühzeitig abzusetzen.

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