Eishockey-Oberliga

Trainer Gentges nimmt Moskitos den Druck

Gern gesehene Gäste am Westbahnhof: Gegen die Duisburger Füchse haben die ESC Wohnbau Moskitos auf heimischem Eis bislang alle Duelle gewonnen, das soll auch am Freitag so bleiben.

Gern gesehene Gäste am Westbahnhof: Gegen die Duisburger Füchse haben die ESC Wohnbau Moskitos auf heimischem Eis bislang alle Duelle gewonnen, das soll auch am Freitag so bleiben.

Foto: Michael Gohl

essen.   Zur Zeit belegen die Essener sieben Spiele vor den Playoffs den vierten Rang. Freitag kommen die Duisburger Füchse, Sonntag geht es zu Indians.

Die Hauptrunde der Eishockey-Oberliga neigt sich langsam dem Ende zu. Sieben mal müssen die Wohnbau Moskitos noch aufs Eis. An diesem Wochenende heizt der Spielplan den Essenern nochmal ordentlich ein: Vor dem sonntäglichen Topspiel bei den seit Wochen ungeschlagenen Hannover Indians (19 Uhr) steigt das letzte Derby der Hauptrunde: An diesem Freitagabend empfängt der ESC die Duisburger Füchse am Westbahnhof (20 Uhr).

In dieser Disziplin hatten die Moskitos schon vor einer Woche beim 6:2 über den Herner EV geglänzt. Nun hätten wohl die wenigsten auf Seiten der Essener etwas dagegen, wenn die Mannschaft dem feuchtfröhlichen Erfolg vor über 3000 Zuschauern gegen den EVD eine Wiederholung folgen ließe.

Moskitos wollen positive Derby-Bilanz wahren

„Ich hoffe, dass es wieder ähnlich voll auf der Tribüne wird“, sagt Teamchef Frank Gentges, der die Hauptrunde gerne mit einer positiven Derby-Bilanz zu Ende bringen würde. Bislang haben die Moskitos vier der sieben Aufeinandertreffen mit ihren Lokalrivalen für sich entschieden. Auf heimischem Eis haben sie gar alle Duelle gewonnen. Gentges: „Das wäre eine tolle Sache für den Verein und vor allem für die Fans.“

Was die Zielsetzung für das Restprogramm angeht, tanzen Essen und Duisburg auf verschiedenen Hochzeiten. Die Moskitos stehen bereits mit einem Bein in den Playoffs, die Füchse hingegen müssen als Tabellenzehnter noch mindestens vier Punkte gut machen, um es überhaupt in die Pre-Playoffs zu schaffen. Sie warten seit sieben Partien auf einen Sieg.

Entsprechend rau weht der Wind derzeit an der Wedau. Nach dem 3:6-Heimdebakel gegen die Harzer Falken letzten Freitag setzten die Verantwortlichen Trainer Reemt Pyka vor die Tür. Nun baut der EVD auf den bisherigen Schüler-Coach Dirk Schmitz – und hofft auf den Hallo-Wach-Effekt im Derby. All das verfolgt der Essener Trainer Gentges mit bedingter Aufmerksamkeit. „Was Duisburg mit seinen Trainern macht, interessiert mich nicht. Wir nehmen es wie es kommt und werden versuchen, unser Spiel durchzuziehen.“

Schließlich muss auch sein Team im Saisonendspurt jeden Punkt zweimal umdrehen, um nicht noch vom vierten Heimrecht-Platz verdrängt zu werden. Die Saale Bulls stehen mit einem Spiel mehr punktgleich auf Rang fünf und könnten bei einem Ausrutscher der Moskitos vorbeiziehen. Daher versucht Gentges, seinen Spielern den Druck zu nehmen: „Platz vier wäre ein Traum, ist aber keine Pflicht“, stellt der 53-Jährige klar. Es sei jetzt schon ein „großer Erfolg“, bereits 14 Zähler über den Nicht-Playoff-Plätzen zu stehen.

Hannover Indians sind siegesverwöhnt

Eine Mannschaft, die ihr Heimrecht in der K.o.-Runde bereits sicher hat, wartet am Sonntag auf die Moskitos. Die Hannover Indians sind Tabellendritter und siegesverwöhnt – wollen die Mücken etwas aus Niedersachsen mitnehmen, müssen sie die eiserne Serie der Indians mit zehn Erfolgen am Stück durchbrechen.

Die Hannoveraner verfügen über brutale Offensivqualität. Summiert kommt das Top-Trio um Brent Norris, Andreas Morczinietz und Branislav Pohanka bereits auf 78 Torbeteiligungen. Genau da gelte es anzusetzen, so Gentges: „Wir müssen die Schlüsselspieler im Griff haben, sonst haben wir keine Chance.“

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